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Devils brauchen ihre junge Offensive

Nico Hischier hat die Qualitäten, um den Abwärtstrend der New Jersey Devils zu stoppen

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Mit dem Schweizer Nico Hischier wurde beim NHL Draft 2017 zum ersten Mal in der Geschichte ein deutschsprachiger Spieler an Nummer 1 ausgewählt. Die New Jersey Devils sicherten sich seine Rechte. NHL.com/de wird während seiner Rookie-Saison 2017/18 im vierzehntägigen Rhythmus in der Rubrik "Tracking Hischier" verschiedene Bereiche der beginnenden Karriere des jungen Centers besonders unter die Lupe nehmen.

Nachdem die New Jersey Devils schon einen völlig verkorksten Januar zu verzeichnen hatten, will ihre Talfahrt auch im Februar nicht enden. Die Mannschaft um Nico Hischier, die so blendend in die neue Spielzeit gestartet ist, im Herbst Sieg um Sieg errungen und sich in ungeahnte Höhen der Tabelle gespielt hat, scheint in der kalten Jahreszeit mächtig ausgebremst worden zu sein.

Mit den Temperaturen fiel allem Anschein nach auch die Überlegenheit der Devils. Noch zum Jahreswechsel rangierte die Überraschungsmannschaft aus New Jersey bei zwei weniger absolvierten Spielen nur einen Punkt hinter den Washington Capitals auf dem zweiten Platz der Metropolitan Division. Innerhalb von knapp sechs Wochen verloren sie jedoch deutlich den Anschluss an den Sieger der Presidents` Trophy der vergangenen zwei Spielzeiten.

Während es sich Washington an der Tabellenspitze bequem gemacht hat, geriet New Jersey in eine Art Abwärtsstrudel. Stolze acht Punkte beträgt nun ihr Abstand zum besten Team ihrer Division und der Blick der Devils ist bereits fest in den Rückspiegel gerichtet.

 

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Zwar halten sie aktuell noch die erste Wildcard der Eastern Conference in ihren Händen, doch die Konkurrenz sitzt ihnen im Nacken. Mit den Carolina Hurricanes, den Columbus Blue Jackets, den New York Islanders und den New York Rangers sind den Devils gleich vier Mannschaften dicht auf den Fersen. Noch nie in dieser Saison haben die Devils ihre jungen Stars wie Nico Hischier so sehr gebraucht wie jetzt.

Doch die Last musste erdrückend für den erst 19-jährigen Heilsbringer sein. Am 1. Februar feierte der Walliser seinen letzten Torerfolg. Beim 4:3-Erfolg seiner Devils gegen die Philadelphia Flyers krönte Hischier eine grandiose Aufholjagd seiner Mannschaft und erzielte 1:27 Minuten vor dem Spielende den vielumjubelten Siegtreffer. Mit diesem Tor, welches das zweite spielentscheidende seiner jungen NHL-Karriere war, beendete Hischier eine zuvor neun Begegnungen anhaltende Torflaute. Alles schien dafür zu sprechen, dass Hischier die Wende eingeleitet hatte, denn auch in der darauffolgenden Partie gelang den Devils Großartiges.

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Kein Geringerer als der amtierende Stanley-Cup-Champion aus Pittsburgh gastierte im Prudential Center. Die junge Devils-Mannschaft ließ sich von den großen Namen nicht beeindrucken. Forsch und mit einer ungebrochenen Arbeitsmoral rangen sie die Penguins mit 3:1 nieder.

Selbst der unterlegene Meistertrainer Mike Sullivan konnte sich die Lobeshymnen auf die Mannschaft der Devils nicht verkneifen: "Sie sind jung, sie haben Energie, sie sind hungrig und sie sind schnell. Sie spielen ein hartes Spiel, ein engagiertes Nord-Süd-Spiel mit viel Geschwindigkeit."

Auch wenn sich Hischier nicht mit einem Torerfolg im Spielbericht erschien, gehörte er doch zu eben jenen, denen Sullivans Ritterschlag gebührt. Der Schweizer ist nicht nur einer der erfolgreichsten Scorer seiner Mannschaft, sondern hilft auch in allen anderen Belangen aus. Seine bislang 38 Scheibengewinne sind der drittbeste Wert der Devils und unter den Stürmern blockte er auch die drittmeisten Schüsse (29).

Allerdings versäumten es die Devils, nach dem Pittsburgh-Match weiter nachzulegen. Damit die Flaute der Devils ein nachhaltiges Ende nehmen kann, muss ihr Nummer-1-Draftpick von 2017 und Hoffnungsträger aus dem Schatten seines Reihenkollegen Taylor Hall treten und einmal mehr für die wichtigen Tore sorgen.

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Erst am Sonntag kassierten die Devils gegen die Boston Bruins eine vermeidbare Heimniederlage. Zwar lag es keinesfalls am jungen Schweizer, dass die Devils am Ende mit 3:5 Toren leer ausgingen, aber einige Fans würden sich wünschen, dass er seine grandiosen Veranlagungen auch in schwierigen Situationen öfter mutig einsetzt.

Als Hischier in der ersten Spielminute des zweiten Spielabschnitts einen miserablen Pass in der Hintermannschaft der Bruins clever abfing und einen Gegenangriff einleitete, war es sicherlich kein Fehler, den Puck und damit auch die Verantwortung an Hall abzugeben, denn dieser verwandelte erstklassig. Doch der Schweizer hätte ebenso gut selbst für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgen können.

Einem Ausgleich näher brachte Hischier seine Devils am Montag gegen die Philadelphia Flyers. Im zweiten Spielabschnitt verkürzte er den Rückstand gegen die Philadelphia Flyers und stellte damit die Weichen für einen 5:4-Sieg nach Shootout.

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