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Neuzugänge sollen Flyers Erfolg bringen

31 in 31: Im Sturm und in der Verteidigung hat sich Philadelphia verstärkt, um starke Metropolitan zu überstehen

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Die NHL-Saison 2018/19 wirft langsam aber sicher ihre Schatten voraus. Vor dem Start der Trainingslager analysiert NHL.com/de ab 5. August die 31 Teams der Liga in 31 Tagen. Zu jeder Mannschaft gibt es in der Serie "31 in 31" zwei Berichte mit interessanten Fakten, Einschätzungen und Einblicken. 

In dieser Folge: Philadelphia Flyers

Bilanz 2017/18: 42-26-14, 3. Platz in der Metropolitan Division
Playoffs 2018: 2:4-Niederlage in der ersten Runde der Eastern Conference gegen die Pittsburgh Penguins
Trainer: Dave Hakstol, seit dem 18. Mai 2015
Neuzugänge: James van Riemsdyk (Free Agent, zuletzt Toronto Maple Leafs), Christian Folin (Free Agent, zuletzt Los Angeles Kings) 
Abgänge: Valtteri Filppula (Free Agent, New York Islanders), Brandon Manning (Free Agent, Chicago Blackhawks), John Muse (Free Agent, Pittsburgh Penguins), Matt Read (Free Agent, Minnesota Wild), Dustin Tokarski (Free Agent, New York Rangers)

 

[Lies noch mehr 31 in 31 Saison-Vorschauen von NHL.com/de]

 

Für die Philadelphia Flyers geht nach dem Einzug in die Playoffs 2017/18 in der kommenden Saison um den nächsten Schritt. Mit einer Bilanz von 42-26-14 können die Verantwortlichen durchaus zufrieden sein, doch ein erster Playoff-Serien-Erfolg seit 2012 wollte sich nicht einstellen. Die Rivalen aus dem Bundesstaat Pennsylvania Pittsburgh Penguins waren wieder einmal zu stark und beendeten die Saison der Flyers in der ersten Runde der Eastern Conference nach sechs Spielen.

Die Offensive erwies sich hierbei besonders in der Top-Reihe als äußerst konkurrenzfähig, doch dahinter mangelte es an Durchschlagskraft. Die Verteidiger ließen die fünftwenigsten Schüsse auf den eigenen Kasten zu, doch die Goalies schwächelten. Die Verbesserungspotenziale sind erkannt und wurden in der Sommerpause angegangen.

Video: BOS@PHI: Giroux netzt mit Rückhand in OT ein

Auf der Wunschliste von GM Chris Pryor ganz oben standen ein Goalgetter und ein rechts schießender Verteidiger. Mit Rückkehrer James van Riemsdyk und Verteidiger Christian Folin konnte Pryor eben solche Spieler nach Philly locken. Stürmer Jakub Voracek ist überzeugt, dass die Ergänzungen die fehlenden Puzzlestücke sind, um nicht nur in die Stanley Cup Playoffs einzuziehen, sondern auch Erfolge verbuchen zu können. Van Riemsdyk, der ursprünglich von Philadelphia gedraftet wurde, unterschrieb einen Fünf-Jahres-Vertrag und kennt die Broad Street Bullies aus seiner NHL-Anfangszeit: "Ich bin an einem Ort, an dem ich schon war, spiele mit einigen Jungs, die schon hier waren, als ich noch da war. Das machte es etwas leichter."

Zusammen mit dem letztjährigen Nummer-Zwei-Pick Nolan Patrick wird van Riemsdyk die zweite Formation der Flyers stärken. Patrick konnte in seiner ersten NHL-Saison überzeugen und besonders in den letzten 33 Spielen 21 seiner 30 Punkte sammeln. Nach zwei Sommern mit eingeschränktem Training aufgrund von Verletzungen konnte Patrick erstmals zwischen zwei Spielzeiten voll trainieren, etwas das laut Coach Dave Hakstol entscheidend ist: "Das ist so wichtig für einen Spieler, besonders für einen jungen Spieler. Es ist so wichtig diese Zeit zu haben. Ich konnte ein paarmal mit Nolan sprechen, er fühlt sich richtig gut."

 

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Richtig gut fühlt sich auch die Verpflichtung von Christian Folin an. Mit bisher nur einem rechts schießenden Verteidiger mit mehr als 30 Spielen in jeder der letzten drei Saisons (Radko Gudas) waren die Flyers auf dieser Position mehr als dürftig besetzt. Mit Folin konnte Philadelphia einen 1,91 Meter großen, 93kg schweren Verteidiger verpflichten, der einen guten ersten Pass spielt und defensiv Stabilität vermittelt. Hakstol sieht so mehr Möglichkeiten in der Kombination der Verteidigerpärchen: "Ein zusätzlicher Rechtsschütze bietet uns viele zusätzliche Möglichkeiten in Hinblick auf die Reihenzusammenstellung. Es gibt einige enge Spots auf dem Eis, wo ein Spieler mit seiner Rückhandseite schnell unter Druck gerät und seine Optionen limitiert sind. Eine rechts-/links-Schützen-Kombination zu haben ist wirklich positiv."

Wirklich positiv wäre es für die Flyers insbesondere, wenn die beiden Torhüter Brian Elliott und Michal Neuvirth bessere Leistungen abliefern würden als es in der Vorsaison der Fall war. 90,9 (Elliott) und 91,5 Prozent (Neuvirth) gehaltene Schüsse sind in einer Liga gespickt von Top-Goalies nicht gut genug, um in der Schlussrunde eine Chance auf Siege zu haben.

Sowohl Elliott als auch Neuvirth mussten sich in der Sommerpause einer Hüft-OP unterziehen. Für Elliott war es bereits die zweite OP in diesem Jahr, nach muskulären Problemen im Februar. Beide Goalies stehen unter Erfolgsdruck und von hinten drängt der 20-jährige Carter Hart auf NHL-Einsätze.

Zwar wird Hart dieses Jahr erst sein erstes Profi-Spiel bestreiten, doch Hakstol erwartet ihn mit viel Elan im Trainingscamp: "Ich würde erwarten, dass er voll motiviert ins Camp kommt, bereit es in das Team zu schaffen. Wir werden sehen, wie es dort läuft und wo er als junger Torhüter steht. Wir sind nicht bereit, Schritte entwicklungsseitig zu überspringen. Er hat alles richtig gemacht, er hat jede Frage auf dem Weg beantwortet und sich jeder Herausforderung erfolgreich gestellt. Ich will sehen, dass er das weiter so macht. Was für den jungen Mann und seine langfristige Zukunft richtig ist? Das werden wir auf dem Eis beantwortet bekommen."

Auf eben jenem Eis wird sich auch beantworten, ob die Flyers ihren dann sieben Jahre dauernden Playoff-Fluch brechen können und erstmals seit 2012 wieder eine Serie für sich entscheiden werden. Vorerst müssen aber die Playoffs erst einmal erreicht werden, was keine Selbstverständlichkeit sein wird. "Diese Gruppe ist gespannt darauf loszulegen und auf die Herausforderungen, die vor ihnen liegen und sie haben einen großen inneren Glauben an sich selbst", ist Hakstol überzeugt.

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