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Neue Trainer erleben Enttäuschungen

Jim Montgomery und David Quinn machen auf ihrem ersten Posten als Chef in der NHL einen schwierigen Start durch

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

In der NHL stehen Trainer unter enormem Druck. Die Chefstrategen haben für den Erfolg ihrer Teams zu sorgen und sie dahin zu führen. Für Neulinge ist er besonders groß. In der ersten Saison wird schnell Kritik laut, wenn es nicht läuft. Das Erleben im Moment Jim Montgomery von den Dallas Stars und David Quinn von den New York Rangers.

Beide hatten zuvor eine erfolgreiche Laufbahn im College-Hockey und führen erstmals ein NHL-Team an. Doch bei beiden Kandidaten lassen die Ergebnisse zu wünschen übrig. Quinns Rangers stehen mit fünf Punkten aus sieben Spielen (2-4-1) auf Platz 14 der Eastern Conference und warten noch auf ihren ersten Sieg nach regulärer Spielzeit. Die Stars unter der Führung von Montgomery verloren die letzten drei Spiele in Folge und fielen damit auf Rang 11 (3-4-0, sechs Punkte) der Western Conference zurück.

"Nach dem Tor zur Führung haben wir aufgehört zu spielen", gab Montgomery nach der jüngsten 3:1-Niederlage gegen die Minnesota Wild zu. "Wir haben versucht das Spiel zu verwalten. Wir haben keinen Druck mehr gemacht und hatten das Spiel nicht mehr im Griff. Das ist für uns alle einfach frustrierend."

Diese Negativserie ist natürlich frustrierend. Die Stars verpassten vergangene Saison knapp die Stanley Cup Playoffs und ein neuer Trainer bleibt nicht unbedingt von Beginn an fehlerfrei. Montgomery hatte mit drei Siegen und nur einer Niederlage die Saison begonnen und damit gezeigt, dass er weiß, wie das Team zum Erfolg geführt werden kann. Die Stars haben den Anspruch, die Playoffs zu erreichen und haben den Kader, um dieses Ziel umzusetzen. Montgomery muss einen Weg finden, die erfolgreiche Phase aus den ersten Spielen wiederherzustellen.

Quinn befindet sich mit den Rangers in einer etwas anderen Situation. Die New Yorker verpassten vergangene Saison erstmals seit 2009/10 die Playoffs und das Management erklärte, man würde den Neuaufbau und den Umbruch in der Mannschaft in Angriff nehmen. In dieser Situation sind naturgemäß keine großen Sprünge drin, doch nach dem Selbstverständnis der Rangers, sind sie ein Playoff-Team. Entsprechend groß sind die Erwartungen, die sie an sich selbst stellen und die auch Quinn an die Mannschaft richtet. Dass vielleicht die Qualität noch nicht gegeben ist, ist die eine Sache, doch Quinn verlangt zumindest die richtige Einstellung von seinem Team.

"Wir müssen in der Offensive einfach hartnäckiger sein", erklärte Quinn nach der 2:1-Niederlage gegen die Edmonton Oilers. "Wenn der Gegner Anstalten macht einen abzuwehren, muss man standhaft bleiben und kann nicht einfach aufgeben. Wir brauchen mehr Schüsse."

 

Es ist nicht leicht als neuer Trainer in der NHL, besonders, wenn man wie Quinn mit einem Team anfängt, das sich im Wandel befindet, oder wie Montgomery in einem Team, das in den letzten zehn Jahren nur zwei Mal Playoff-Luft schnuppern durfte.

Nach dem schwachen Start muss Quinn bei den Rangers Ansatzpunkte finden, um für bessere Leistungen zu sorgen. Das ist jedoch leichter gesagt als getan. Was soll er ändern? Stellt er die Reihen um, ändert er die Taktik, lässt er bisher zu viel trainieren, oder vielleicht zu wenig? Ist es womöglich ein mentales Problem, oder liegen die Schwierigkeiten in der Spielanlage selbst? Die Möglichkeiten sind vielfältig und Quinn muss das Gespür aufweisen, das richtige Mittel zu finden und damit zu zeigen, dass er zurecht in die NHL berufen wurde.

 

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Für Montgomery stellt sich hingegen die Frage, ob er wirklich etwas ändern muss. Er startete mit seiner Mannschaft schließlich erfolgreich, bevor sie in den letzten drei Partien mit einem Torverhältnis von 2:10 drei Niederlagen erlebten. Eventuell ist diese Negativserie nur ein vorübergehendes Phänomen. Doch zwei Tore in drei Spielen ist keine akzeptable Ausbeute. Montgomery muss daher den Angriff der Stars, der mit Spielern wie Jamie Benn, Aleksander Radulov, Tyler Seguin und Jason Spezza über so viel Potenzial verfügt, wieder zu neuer Stärke führen.

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