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Florida: Zwei Premieren und ein Meilenstein

Panthers melden sich mit zwei Sechs-Tore-Siegen zurück und schüren neue Playoff-Hoffnung

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de

Die Florida Panthers haben mit einem 6:1-Heimsieg gegen die Detroit Red Wings ein Ausrufezeichen gesetzt. Dabei gab es gleich zwei Premieren und einen Meilenstein. Schöpfen die Panthers nun neue Hoffnung im Playoff-Rennen? Der Weg in die Endrunde scheint steinig, aber nicht unmöglich…

Eiskalte Panthers

Floridas Offensive wirkte regelrecht entfesselt: Mit 42:20 Schüssen und 6:1 Toren fegten die Panthers die Red Wings regelrecht aus dem BB&T Center. Josh Brown (7.), Jamie McGinn (10.), Frank Vatrano (29.), Jonathan Huberdeau (42.), Dryden Hunt (43.) und Aleksander Barkov (48.) traten als Torschützen in Erscheinung. "Wir haben unsere Beine schon früh ins Laufen gebracht und waren bereit zu spielen. Wir haben eiskalt vollstreckt und unser Spiel hatte kaum Lücken", freute sich Panthers-Trainer Bob Boughner.

"Jedes Mal, wenn du ein Gegentor bekommst, ist es wie ein Schlag in die Magengrube. Wenn du gleich ein paar kassierst, dann sind es auch ein paar Schläge. Es war schwer, wieder aufzustehen", malte Detroits Coach Jeff Blashill ein Bild mit Worten. Einzig der Österreicher Thomas Vanek betriebt mit seinem Treffer ein wenig Ergebniskosmetik (33.). "Sie hatten eine hochkarätige Chance nach der anderen", wunderte sich Vanek. "Für sie war es ein lustiger Abend - für uns war er ganz schön schrecklich."

 

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Zwei Premieren und ein Meilenstein

Einen ganz besonders schönen Abend erlebten Brown und Hunt, die ihre ersten beiden NHL-Treffer erzielten. "Es war unglaublich", schwärmte Brown. "Ich kann definitiv mehr als nur defensiv denken. Ich wusste nicht, ob es noch in dieser Saison passiert oder in der nächsten. Ich bin froh und erleichtert, dass das jetzt vom Tisch ist." Auch bei Hunt war die Begeisterung groß: "Es ist schon ironisch, dass wir beide im selben Spiel unser erstes NHL-Tor schießen. Er ist so ein guter Freund von mir. Zu sehen, dass er sein erstes Tor macht und danach ich meines, war etwas ganz Besonderes."

Bereits sein 130. Tor im 400. NHL-Spiel machte dagegen Barkov. Als zweiter Panthers-Spieler neben Mike Hoffman knackte er die 30-Tore-Marke in der laufenden Saison. In Florida gab es das zuletzt 2006/07, als Olli Jokinen und Nathan Horton jeweils über 30 Treffer markierten. "Natürlich ist das wieder ein schöner Meilenstein für mich. Das bedeutet, dass ich mit richtig guten Spielern zusammenspiele, die wissen, wie man den Puck passt", sagte Barkov. Der 23-jährige Finne kommt auf 24 Punkte (elf Tore, 13 Assists) in seinen letzten 13 Spielen.

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Im selben Zeitraum machte sein Reihen-Kollege Huberdeau 22 Punkten (neun Tore, 13 Assists). "Huberdeau und ich versuchen einfach, das Beste aus dem Anderen herauszuholen. Wir spielen auch mit einem richtig guten Spieler, Evgenii Dadonov, zusammen. Als eine Reihe pushen wir uns gegenseitig immer weiter, Wechsel für Wechsel und versuchen, das Spiel und den Puck zu kontrollieren. Das macht uns Spaß, also machen wir genau so weiter."

Eine neue Hoffnung?

Die Playoff-Hoffnungen waren im "Sunshine State" nach sechs Niederlagen in Folge (0-2-4) eigentlich schon fast begraben. Dann aber meldeten sich die Panthers mit einem 6:2 gegen die Minnesota Wild sowie einem 6:1 gegen die Detroit Red Wings eindrucksvoll zurück. Dass Florida je sechs Tore in zwei aufeinanderfolgenden Spielen schießt, gab es erst zum fünften Mal in der Franchise-Geschichte. Ist dieser offensive Knotenlöser der Startschuss für eine Aufholjagd im Playoff-Rennen?

Die Wildcard-Plätze in der Eastern Conference sind allerdings noch weit entfernt: Sieben Zähler beträgt der Rückstand auf die Columbus Blue Jackets (79 Punkte), die auch noch ein Spiel weniger absolviert haben als Florida. Dazwischen lauern auch noch die Montreal Canadiens (79 Punkte) und Philadelphia Flyers (74) auf Ausrutscher der Konkurrenz, um sich noch für die Endrunde zu qualifizieren.

 

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Kein Playoff-Dauergast - Roadtrip an die West-Küste

Genau das gelang den Panthers nur einmal in den letzten drei (2015/16), zweimal in den letzten sieben Jahren (plus 2011/12) und dreimal in den letzten 18 Jahren (plus 1999/2000). Vor allem nach 2016 schien Florida genug Talent und Qualität im Kader zu haben, um ein Dauergast in den Playoffs werden zu können. Allerdings verpassten sie die Endrunde zweimal in Folge (2016/17 um 14 Punkte, 2017/18 um einen Punkt).

Will das Franchise aus Sunrise nicht zum dritten Mal in Folge nach 82 Hauptrunden-Spielen in die Sommerpause, braucht es einen Lauf. Auf dem Spielplan stehen vier Auswärtsspiele in Folge an der West-Küste der Vereinigten Staaten: Auf einem Roadtrip durch Kalifornien und Texas treffen die Panthers auf die San Jose Sharks (15. März, 3.30 Uhr MEZ), Los Angeles Kings (16. März, 31 Uhr MEZ), Anaheim Ducks (18. März, 3 Uhr MEZ) und Dallas Stars (20 März, 1.30 Uhr MEZ). Bis dahin muss Florida den Rückstand auf die Playoff-Plätze weiter verkürzt haben.

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