Skip to main content

Die Predators hoffen in Spiel 2 auf ihre Stürmer

In Spiel 1 traf bei der 3:2-Niederlage gegen die Dallas Stars kein einziger Angreifer von Nashville

von Alexander Gammel @nhlde / NHL.com/de Autor

In Spiel 1 der Erstrundenserie in den Stanley Cup Playoffs der Western Conference unterlagen die Nashville Predators zu Hause den Dallas Stars mit 3:2. Als bestes Team der Central Division in der regulären Saison gingen die Predators eigentlich als Favorit in die Partie, doch die Stars zeigten sich von einem starken ersten Drittel der Predators unbeeindruckt und zeigten am Ende, dass in den Playoffs nichts davon zählt, was in der regulären Saison passiert ist. Alles beginnt wieder bei null.

"Wir hatten den Start, den wir wollten und haben das erste Tor gemacht", erklärte Verteidiger P.K. Subban und fügte bedauernd hinzu, dass sie im ersten Drittel auch noch ein zweites Tor hätten schießen können."

Subban war einer der beiden Torschützen der Predators. Er schaffte im dritten Durchgang den Anschluss zum 3:2. Im ersten Spielabschnitt hatte Kapitän und Abwehrchef Roman Josi zum 1:0 getroffen. Das zeigt zum einen eine große Stärke der Predators, die ihnen bereits in den vergangenen beiden Playoffs große Dienste erwiesen hat, ihre unglaublich gefährlichen Offensivverteidiger, auf der anderen Seite ist aber klar, dass die Stürmer Tore erzielen müssen. Das gelang am Mittwoch zum Auftakt der Playoffs keinem einzigen der zahlreichen talentierten Angreifer der Predators. Nach dem starken ersten Drittel mit zwölf Torschüssen, ließen die Bemühungen Nashville zudem stark nach. Im zweiten Spielabschnitt kamen sie lediglich auf fünf Torschüsse.

Video: DAL@NSH, Sp1: Josi kreuzt und trifft per Rückhand

"Wir hätten einfach weiter Druck machen müssen", kritisierte Josi. "Im zweiten Drittel hätten wir besser spielen können und mehr auf das zweite Tor drängen müssen. Sie haben ein gutes Team. Man darf sie niemals abschreiben. Da muss man sich im zweiten Abschnitt steigern und das nächste Tor schießen."

Eine Torflut war in der Serie ohnehin nicht unbedingt zu erwarten. In der regulären Saison sammelten die Predators 236 Tore, die Stars 209. kein Playoff-Teilnehmer der Western Conference erzielte weniger Treffer. Gleichzeitig kassierten die Predators 214 Tore, die Stars 202, so wenig wie kein anderer Teilnehmer aus der Western Conference. Dabei haben die Predators in der Offensive mit Spielern wie Viktor Arvidsson, Filip Forsberg, Ryan Johansen, Craig Smith und Mikael Granlund deutlich mehr Potenzial im Angriff, als sie im ersten Spiel zeigten, auch wenn sie phasenweise nicht schlecht spielten und Druck ausübten.

"Wir haben einfach gespielt. Wir haben den Puck hinter die Abwehr gebracht", analysierte Verteidiger Mattias Ekholm. "Wir haben im Forecheck hart gearbeitet und nicht locker gelassen. Wir waren auf einem guten Niveau. Wir hätten im ersten mehr Tore erzielen können und das zweite Drittel war dann nicht annähernd auf diesem Niveau."

 

[Ähnliches: Stars gewinnen Spiel 1 bei den Predators]

 

Das Talent, das in der Offensive vorhanden ist, müssen sie in Spiel zwei dringend umsetzen. Die erste Niederlage kostete sie bereits den Heimvorteil, also müssen sie mindestens ein Spiel in Dallas gewinnen. Sollte das zweite Heimspiel ebenfalls an die Stars gehen, würden sie mit einem 0:2-Rückstand in die beiden Auswärtsspiele gehen, eine extrem bedrohliche Situation.

"Wir hatten eine Menge Verluste zu beklagen", sagte Colton Sissons am Tag nach der Heimpleite. "Es fühlt sich an, als wären es im Moment fünf Niederlagen in Folge, aber es ist nur das erste Spiel der Playoffs. Es gibt Raum für Verbesserungen. Es gibt Bereiche, in denen wir aufräumen und besser sein können, und das werden wir tun. Wir wissen genau, was wir tun müssen."

Die Statistiken aus dem ersten Spiel können sich durchaus sehen lassen. Mit 32:29 Torschüssen hatten die Predators leicht die Oberhand. Zwölf ihrer Versuche hatten sie im ersten Drittel, 15 im Schlussabschnitt, das sind beachtliche Zahlen. Die fünf Schüsse im zweiten Drittel sind jedoch inakzeptabel. Nashville muss für mehr Konstanz sorgen. Im Tor der Stars steht mit Ben Bishop ganz sicher kein Amateur, sondern ein erfahrener und fähiger Torwart, der in der regulären Saison in 46 Spielen nur 1,98 Tore pro Spiel kassierte, 93,4 Prozent aller Schüsse hielt und beeindruckende sieben Mal ohne Gegentor blieb.

"Man musste erwarten, dass sie im ersten Playoff-Spiel des Jahres stark anfangen", zollte John Klingberg, Verteidiger der Stars, dem Gegner Respekt. "Sie sind die Favoriten und sie waren mit vollem Einsatz dabei, aber wir haben gut in das Spiel gefunden. Mit dem ersten Drittel waren wir nicht zufrieden, aber wir haben uns zurückgekämpft und das Spiel übernommen. So wollten wir spielen und das haben wir gut umgesetzt." 

Am Samstag geht es für die beiden Teams in der Bridgestone Arena von Nashville in das zweite aufeinandertreffen. Die Partie verspricht jede Menge Spannung, denn für die Stars würde ein Sieg ein komfortables Polster bringen.

Die Stürmer der Predators wollen die Enttäuschung vom Mittwoch allerdings nicht auf sich sitzen lassen wie Mikael Granlund am Donnerstag betonte: "Es geht darum, die Zweikämpfe zu gewinnen, und deinen Mann vors Tor zu bringen und reinzukommen. Sie stehen in der Verteidigung gut vor ihrem Tor, also müssen wir versuchen, einen Weg dorthin zu finden. Das wird die ganze Serie über ein Kampf werden."

Mehr anzeigen

Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung der NHL Websites oder anderer Online-Dienste stimmen Sie den in unseren Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken einschließlich unserer Cookie-Richtlinien zu.