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Predators dank ihrer Verteidiger 2-1 in Führung

Die Verteidiger Roman Josi und Ryan Ellis machten beim 3-1 Sieg der Predators gegen die Blues je ein Tor

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Die Nashville Predators schlugen die St. Louis Blues am Sonntag 3-1 und eroberten damit die Führung in der zweiten Runde der Western Conference Playoffs zurück. Pekka Rinne musste im Tor der Predators bei 23 Schüssen nur ein Mal hinter sich greifen, sein Gegenüber Jake Allen hielt 31 von 34 Schüssen. Der Schweizer Verteidiger Roman Josi steuerte ein Tor im dritten Drittel bei.

In einem ausgeglichenen und hart umkämpften ersten Drittel mussten die Fans in der Bridgestone Arena in Nashville 10:34 warten, bis sie zum ersten Mal jubeln konnten. Mal wieder war es einer der Offensivstarken Verteidiger, der für die 1-0 Führung der Predators sorgen konnte. Filip Forsberg spielte an die blaue Linie zu Ryan Ellis zurück, der sofort abzog. Da der Puck bereits beim Zuspiel auf Ellis übers Eis trudelte, flatterte der Schuss unruhig durch die Luft, sprang nochmal auf dem Eis auf und war für Allen damit unberechenbar.

"Wir haben viele Verteidiger, die läuferisch stark sind, den freien Raum finden und umschalten, Gegner ausspielen und den Puck gut verteidigen können", erklärte Nashvilles Verteidiger P.K. Subban.

Im zweiten Drittel sah das Spiel dann anders aus. Die Predators dominierten die Blues von Beginn an und schnürten sie über weite Strecken in deren Drittel ein. Insgesamt feuerten sie in diesem Drittel 18 Schüsse auf Allen ab, die Blues konnten Rinne nur vier Mal testen. Das lohnte sich zunächst auch, nach weniger als zweieinhalb Minuten traf Cody McLeod zum 2-0. Mattias Ekholm spielte einen langen Pass an die blaue Linie zu Colton Sissons. Der brachte den Puck ins Drittel und lupfte ihn Richtung Tor. McLeod scheiterte zunächst noch aus der Luft an Allen, kam aber selbst an den Nachschuss aus spitzem Winkel und verwertete ihn.

"Wir haben auch großartige Stürmer", analysierte Subban weiter, "die talentiert genug sind gewisse Spielzüge zu kreieren, anzutäuschen und dann den Puck zu unseren Verteidigern bringen können, wenn sie frei sind."

Doch Zehn Minuten später meldeten sich die Blues aus dem Nichts zurück. Alexander Steen traf nach 12:59 mit dem ersten Torschuss der Blues im zweiten Drittel. Alex Pietrangelo Schoss von der blauen Linie, traf Steen und von dem prallte der Puck unhaltbar ins Tor ab.

Beim Stand von 2-1 ging es dann in den Schlussabschnitt. Die Blues übernahmen wieder mehr Spielanteile, doch es sollte nichts bringen. Nach 14 Minuten spielte Harry Zolnierczyk hinter dem gegnerischen Tor den Puck in die Ecke zu Colton Sissons, der an die blaue Linie zu Roman Josi weiterleitete. Der Schweizer Verteidiger zog direkt ab und die Scheibe schlug im Kreuzeck ein. Allen wurde die Sicht von Joel Edmundson und Zolnierczyk versperrt.

"In der Situation will man Zeit von der Uhr nehmen, aber man versucht auch Offensive zu kreieren", sagte Nashvilles Verteidiger Matt Irwin. "Wir wussten, sie sind müde und wir konnten frische Spieler aufs Eis bringen und als wir die Aufstellung hatten, die wir wollten, machte Josi einen großartigen Schuss"

Die Predators führen in der Serie nun erneut 2-1. Am Dienstag haben die Blues die Chance, in Spiel vier in Nashville erneut auszugleichen.

"Wir haben heute ein Tor erzielt", stellte Blues Trainer Mike Yeo fest. "Tatsache ist, wir haben heute über weite Strecken nicht mal wirklich gekämpft. Wir müssen natürlich viel besser sein. Wir müssen für das nächste Spiel ein paar Veränderungen vornehmen, auch was das Personal angeht, die Aufnahmen ansehen, sehen was wir besser machen können als heute, denn heute waren wir nicht gut genug."

Video: Ellis, Josi führen Predators zum Sieg in Spiel 3

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