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Predators haben trotz Aus Grund zum Optimismus

Die Enttäuschung in Nashville ist groß, doch in Zukunft werden sich noch einige Chancen bieten

von Alexander Gammel @nhlde / NHL.com/de Autor

Am Montag erlebten die Nashville Predators den wohl bittersten Moment, den ein NHL-Spieler in der gesamten Saison mitmachen kann, die Gratulation an den Sieger in einer Playoff-Serie. Die Predators unterlagen den Dallas Stars im sechsten Spiel der Serie der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs in der Western Conference mit 2:1 nach Verlängerung. Mit dem 4:2 in der Serie, war im American Airlines Center in Dallas also wieder Schluss mit der großen Hoffnung auf den Stanley Cup. Die Predators gaben sich als gute Verlierer, zeigten Respekt und Anerkennung, doch die Enttäuschung war selbstverständlich jedem Spieler deutlich ins Gesicht geschrieben. 

"Das Spiel endet und deine Saison ist einfach vorbei", war Torwart Pekka Rinne geschockt. "Ich will den Stars aber auch gratulieren. Sie haben die gesamte Serie über gut gespielt und es war eine Serie auf hohem Niveau. Wir müssen jetzt darauf zurückschauen, daraus lernen und uns auf die Zukunft konzentrieren."

Rinne zeigte sich im letzten Spiel gewohnt zuverlässig, anders als in den beiden vorherigen Spielen, bei denen deutliche Risse in seiner sonst schier undurchdringlichen Rüstung erkennbar waren. Nach zwei Spielen mit je fünf Gegentoren, stoppte er am Montag 49 Schüsse.

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"Wir haben viele Dinge gut gemacht, wir haben gekämpft", lobte Trainer Peter Laviolette, sprach aber auch das große Problem an, das sich durch die gesamte Serie zog. "Wenn es 1:1 steht, braucht man einfach ein Tor. Wir haben einige Sachen aus den vorherigen Spielen ausgebessert, aber das muss man nochmal Spiel für Spiel analysieren. Am Ende haben sie es geschafft, wir nicht."

Auch wenn einiges gut lief, lassen sich doch Punkte anführen, die klare Faktoren für das frühe Aus waren. Mit zwölf Toren trafen nur drei Teams seltener. Die Pittsburgh Penguins, die gegen die New York Islanders nach vier Spielen ausgeschieden waren, hatten weniger Tore pro Spiel. Zudem fand das Powerplay bei 15 Chancen nicht ein Mal den Weg ins Tor.

"Glaubt mir, wir hatten viele Meetings dazu. Wir haben versucht daran zu arbeiten, haben es immer weiter versucht", schien Kapitän Roman Josi ratlos. "Aus irgendeinem Grund haben wir im Powerplay nichts zustande gebracht und ich bin Teil des Powerplays, da übernehme ich natürlich die volle Verantwortung. Das ist ein wichtiger Teil der Playoffs und auch heute hatten wir wieder viele Chancen. Wenn wir da ein Tor schießen, ist das ein anderes Spiel."

 

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Fünf Playoff-Teilnahmen in Folge, ein Mal das Finale, zwei Mal das Aus in der zweiten Runde und nun zum ersten Mal seit 2015 die Enttäuschung in der ersten Runde. Die Predators hatten sich mehr erwartet, wurden von vielen zu den Favoriten gezählt. Im Moment ist die Enttäuschung zurecht groß, doch es dürfte bei weitem nicht die letzte Chance für diese Mannschaft gewesen sein und die Zukunft zeigt ein Bild, das Fans optimistisch stimmen sollte. Das weiß auch Rinne, einer der Anführer und der älteste Spieler im Kader.

"Ich liebe dieses Team, ich liebe meine Mitspieler", zeigte der sonst so coole Finne Emotionen. "Ich denke, wir haben eine wirklich starke Truppe... Wir haben Potenzial, das müssen wir jetzt nur umsetzen und den Leuten zeigen, was wir wirklich können."

Der Kader und die Vertragssituation sprechen für weitere Chancen in den Playoffs endlich das große Ziel zu erreichen. In den vergangenen Jahren wurden die Predators für ihre starke, stabile und gleichzeitig torgefährliche Abwehr bekannt. Alle Verteidiger haben noch wenigstens ein Jahr Vertrag, nur zwei Verteidiger sind älter als 30, also ist wohl kaum ein kurzfristiger Qualitätsverlust zu erwarten.

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Im Angriff sieht es ähnlich aus. Der wichtige Kern um Ryan Johansen, Viktor Arvidsson und Filip Forsberg hat ebenfalls noch längerfristige Verträge, zudem befinden sich die Kernspieler in der Offensive entweder gerade im besten Alter, oder erreichen dieses gerade erst. Dazu kommt Rinne im Tor, der zwar mit 36 Jahren nicht mehr der Jüngste ist, aber immer wieder beweist, dass er weiterhin vollkommen verdient zur Weltspitze gezählt wird. 

Die Fans der Predators können also optimistisch in die Zukunft blicken und sich nächste Saison auf einen weiteren Anlauf auf das Projekt Stanley Cup freuen, wie auch die Spieler selbstbewusst ankündigen.

"In dieser Kabine gibt es zwischen keine zwei Spielern etwas Negatives und keiner von uns zweifelt daran, zu was wir fähig sind", machte Verteidiger Austin Watson Mut für die nächste Saison. "Wir spielen einen harten Sport und egal wie die Voraussetzungen in einer Serie sind, ein Team kommt weiter, ein Team nicht. Ich liebe jeden einzelnen meiner Mitspieler und jeder andere hier würde das gleiche sagen." 

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