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Die Top-5 der Offseason-Gewinner

Leafs, Sabres, Canes, Flyers und Blues vielversprechend verstärkt

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

Seit sechs Wochen befindet sich die NHL in der Offseason. In dieser Zeit wurde zwar kein Eishockey gespielt, dafür aber fleißig an den Kadern für die neue Saison 2018/19 geschraubt. Nach Trades, dem Draft und der Eröffnung des Free-Agent-Markts haben sich die Gesichter mancher Klubs bereits verändert. Nhl.com/de stellt die fünf Teams vor, die sich bis jetzt am besten verstärkt haben dürften.

Toronto Maple Leafs

Den Toronto Maple Leafs gelang der Free-Agent-Coup dieses Sommers: Mit John Tavares sicherten sich die Kanadier nicht nur den begehrtesten vertragslosen Spieler, sondern auch noch einen Local-Player: Der 27-Jährige wurde westlich von Toronto in Mississauga geboren und schlief als Kind in Maple-Leafs-Bettwäsche. Nun soll der Stürmer, der zuvor in 669 NHL-Spielen für die New York Islanders 621 Scorerpunkte (272 Tore, 349 Assists) erzielte, die Leafs zu einem Team machen, das um den Stanley Cup spielen kann. Zusammen mit Auston Matthews und Nazem Kadri sind die Leafs vor allem auf der Center-Position hervorragend aufgestellt.

Im Draft führten die Ahornblätter ihrem Kader eine gute Mischung aus verschiedenen Positionen zu. Am meisten versprechen sich die Leafs von Verteidiger Rasmus Sandin, der in der 1. Runde an insgesamt 29. Stelle ausgewählt wurde.

Verkraften muss Toronto vor allem die Abgänge von James van Riemsdyk (Philadelphia Flyers) und Tyler Bozak (St. Louis Blues). Vor allem in der Spitze scheinen die Maple Leafs sich stark verbessert zu haben.

Video: CBJ@NYI: Tavares trifft durch den Verkehr

Buffalo Sabres

Der prominenteste Neuzugang der Buffalo Sabres wurde via Draft akquiriert: Mit Rasmus Dahlin sicherten sich die Sabres den 1st-Overall-Pick und damit das wohl größte und vielversprechendste Talent des Jahrgangs. Dem 18-jährigen Schweden wird zugetraut, direkt in eine Top-4-Rolle im NHL-Team zu schlüpfen. Via Trade zog Buffalo mit Patrik Berglund, Vladimir Sobotka und Tage Thompson drei Stürmer an Land, die für mehr Tiefe und Scoring-Touch sorgen sollen. Dafür zahlte die Truppe von den Niagarafällen aber auch einen hohen Preis und schickte im Gegenzug Center Ryan O'Reilly nach St. Louis. In einem weiteren Tauschgeschäft kam mit Flügelstürmer Conor Sheary zudem ein zweimaliger Stanley-Cup-Champion von den Pittsburgh Penguins.

Auf dem Free-Agent-Markt waren die Sabres bislang kaum aktiv. Mit Carter Hutton holte Buffalo einen erfahrenen Torwart ins Aufgebot. Die schlechteste Mannschaft der vergangenen Saison (31. nach der Hauptrunde) scheint in der Offensive nun deutlich breiter aufgestellt und hat mit Dahlin zudem einen Rohdiamanten in der Defensive hinzubekommen.

Carolina Hurricanes

Die Carolina Hurricanes setzten auf Verstärkung über alle drei Off-Season-Kanäle: Im Draft sicherten sich die Canes mit Andrei Svechnikov ein torgefährliches, schnelles und robustes Top-Talent, dem der sofortige Durchbruch in der NHL zugetraut wird. Auf dem Free-Agent-Markt holte sich Carolina mit Calvin De Haan einen Verteidiger, der die Defensive stabilisieren soll. Zudem kam mit Petr Mrazek ein Goalie mit viel Potenzial. Via Trade akquirierten die Hurricanes mit Micheal Ferland einen Stürmer für die Tiefe sowie mit Dougie Hamilton einen qualitativ hochwertigen Zwei-Wege-Verteidiger. Als Gegenwert mussten die Canes allerdings Elias Lindholm und Abwehrmann Noah Hanifin zu den Calgary Flames ziehen lassen. 

Durch die Veränderungen in der Offseason wirkt das mit Talenten gespickte Carolina besser ausgewogen und somit klar verbessert. 

 

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Philadelphia Flyers

Eine Rückkehr nach sechs Jahren machten die Philadelphia Flyers perfekt und holten ihren 2nd-Overall-Pick aus dem Jahr 2007, James van Riemsdyk, zurück. Der 29-Jährige, der in der Zwischenzeit für Toronto spielte, entschied sich als vereinsloser Spieler für einen Wechsel an die alte Wirkungsstätte. Der Stürmer kennt den Klub, das Umfeld und die Fans und soll für mehr Torgefährlichkeit sorgen sowie das Powerplay aufwerten. In seiner letzten Saison bei den Maple Leafs stellte er einen persönlichen Tor-Rekord auf (36), das Jahr davor einen persönlichen Punkte-Rekord (62). "JVR" war nicht zuletzt deshalb einer der begehrtesten Spieler auf dem Free-Agent-Markt in diesem Sommer.

Zudem hatten die Flyers gleich zwei Erstrunden-Picks im Draft 2018 und sicherten sich so die Dienste von Flügelstürmer Joel Farabee (14. Stelle), der sowohl vorne produzieren als auch hinten Penaltys killen kann, womit Philadelphia in den letzten Jahren so seine Probleme hatte. Zudem kam mit Jay O'Brien (19. Stelle) auch noch ein schussstarker Center.

Der Umbruch hielt sich in Philly in Grenzen. Es gab keine schwerwiegenden Abgänge - am ehesten sind hier noch Goalie Petr Mrazek (Carolina) und Angreifer Valtteri Filppula zu nennen - dafür wurde der Kader punktuell verstärkt. "JVR" sollte sofort weiterhelfen, die Talente perspektivisch.

St. Louis Blues

Ein großes Kommen und Gehen gab es bei den St. Louis Blues. Mit Ryan O'Reilly holten die Blue Notes einen echten Goalgetter, der in seinen letzten fünf NHL-Saisons immer 55 Scorerpunkte sowie mindestens 17 Treffer garantierte und dabei kaum auf die Strafbank musste (nur 26 Strafminuten in fünf Jahren). Für den Star musste St. Louis allerdings drei Stürmer (Patrik Berglund, Vladimir Sobotka, Tage Thompson) und zwei Draft-Picks nach Buffalo schicken. Dieser Trade könnte sich für die Blues aber dennoch voll auszahlen. Immerhin überzeugten die Blue Notes mit David Perron und Tyler Bozak zwei vertragslose Spieler von einer Unterschrift. Mit Torwart Chad Johnson kam zudem auch ein Goalie hinzu. Außerdem wurde der Kontrakt von Robby Fabbri verlängert, was St. Louis zusätzliche Tiefe gewährleistet.

Im Draft zogen die Blues mit Dominik Bokk ein deutsches Talent an Land (25. Stelle). Der schnelle und technisch versierte Flügelstürmer wird zunächst aber weiter in Schweden aufs Eis gehen.

Die Blue Notes haben sich in der Spitze verstärkt und trotz des kleinen Umbruchs wohl an Qualität zugelegt.

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