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Nach 15 Jahren erreichen die Blues das Conference Finale

von Amalie Benjamin / NHL.com

DALLAS -- Hinter dem dicken, schwarzen Vorhang konnte man die lauten Schreie und den Jubel der sich in Feierlaune befindlichen Spieler hören, während sich die Dallas Stars mit hängenden Köpfen in ihre Kabine zurückzogen - ihr Traum war zu Ende. Jene Mannschaft, die von St. Louis Blues Coach Ken Hitchcock als "die Zukunft der NHL" bezeichnet wurde, muss ein weiteres Jahr warten.

Die Stars mussten sich in der Gegenwart geschlagen geben, von ehemals erfolglosen, nicht ernstgenommenen Blues, die noch nie den Stanley Cup gewinnen konnten und eineinhalb Jahrzehnte lang nicht mehr das Western Conference Finale erreichen konnten. Die Blues waren eine Mannschaft, die nicht über die erste Runde hinausgekommen war, was ihrem Trainer fast den Job gekostet hätte. Sie waren nicht gut genug, wenn es darauf ankam, nachdem sie in der regulären Saison von Jahr zu Jahr überzeugen konnten.

Jetzt sind sie gut genug. Sie haben es erreicht. Ohne Frage sie haben einen Lauf nachdem sie am Mittwoch Spiel 7 der Zweitrundenserie gegen die Stars im American Airlines Center mit 6-1 gewonnen haben.

St. Louis schoss drei Tore im ersten Drittel, zwei im zweiten und einen Empty Netter im dritten, bezwang Dallas und verdiente sich den Erfolg in dieser Serie.

Nun steht das Conference Finale an.

"Es war in jedem Jahr unser Ziel", sagte Blues Kapitän David Backes, der die gesamten zehn Jahre seiner NHL-Karriere in St. Louis verbracht hat und am 1. Juli zu einem Unrestricted Free Agent wird. "Aber in diesem Jahr sind wir näher zusammengerückt, wollten mehr erreichen und als es schwieriger wurde haben wir nicht mehr mit dem Finger auf den anderen gezeigt."

"So etwas wollten wir schon lange hier aufbauen. Wir haben nun die richtige Gruppe beisammen, verschiedene Jungs wurden besser und unser Torwart ist fantastisch. Es ist schön einen guten Torhüter in den Playoffs zu haben. Es ist ein Schlüssel zum Erfolg"

Er äußerte sich mit einem Augenzwinkern und einem Lächeln auf seinem Gesicht.

Letztendlich war es das, was die Stars nicht hatten. Dallas Trainer Lindy Ruff war dazu gezwungen Kari Lehtonen, der drei Treffer bei acht Torschüssen zugelassen hatte und ein weiteres Tor nicht gegeben wurde, da Vladimir Tarasenko im Abseits stand, aus dem Tor zu nehmen. Antti Niemi war nicht wesentlich besser in einer Serie, in der dreimal in sieben Spielen der Torwart ausgewechselt wurde.

Die Stars fühlten sich von ihren Torhütern verlassen. Die Blues wurden durch ihre bestärkt, auch in dem Spiel für das Troy Brouwer keine anderen Worte finden konnte als "dominant".

"Das war viel harte Arbeit von den Jungs", sagte Backes. "Dazu brauchst du eine Gruppe die zusammenhält auch wenn man in einem Spiel 7 mit dem Rücken zur Wand steht, und die ihr bestes Eishockey spielt, wenn es notwendig ist."

Vielleicht gab es das schon länger hier. Vielleicht entstand das aus all den Niederlagen und Misserfolgen. Sie verloren, verloren und verloren und dann hat sich der richtige Mix von erfahrenen Spielern, auftauchenden Rookies und Stars, die zur rechten Zeit zur Stelle sind, gefunden und das Team machte ein Schub nach vorne. Das ist der Schub der Blues.

Sie haben den amtierenden Stanley Cup Champion in einem Spiel 7 bezwungen. Sie haben die Stars, die Nummer 1 der Western Conference, in einem Spiel 7 geschlagen. Sie sind nicht eingeschüchtert. Sie sind bereit.

"Bemühungen können aus vielerlei Gründen erfolglos sein", sagte Brouwer, den die Blues am 2. Juli im Rahmen des T.J. Oshie Trades von den Washington Capitals verpflichtet haben. "Sie waren ein Team, das Jahr für Jahr gegen L.A. und Chicago in der ersten und zweiten Runde antreten musste. [L.A. und Chicago] gewannen Stanley Cups. Vielleicht konnten sie es nicht schaffen, da sie auf phänomenale Gegner getroffen waren.

"Ich glaube wir sind wirklich besser geworden, haben uns als Team entwickelt. Wir wollten das vom ersten Tag an erreichen. Wir haben uns eine gute Ausgangsposition verschafft, um nach vorne zu schauen, haben aber erst die halbe Wegstrecke hinter uns gebracht."

Es gibt noch keine Krönung. die Blues haben noch eine weitere Serie in der Western Conference vor sich und noch eine folgende ehe sie ihre Namen auf den Cup gravieren können, aber es ist etwas Besonderes. Etwas das St. Louis 15 Jahre lang nicht gekannt hat und auch die 15 Jahre zuvor nicht.

Es war eine lange Zeit. Die Zukunft ist Zukunftsmusik und für St. Louis zählt momentan die Gegenwart.

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