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Murray erlaubt drei Tore bei Großchancen

von Wes Crosby / NHL.com

PITTSBURGH -- Pittsburgh Penguins Rookie Torwart Matt Murray schien am Freitag einen Schritt rückwärts gemacht zu haben, doch es waren keinesfalls seine Fehler.

Murray ließ im Consol Energy Center, bei Pittsburghs 1-3 Niederlage in Spiel 1 des Eastern Conference Finals gegen die Tampa Bay Lightning, drei Gegentore bei 20 Schüssen zu. In fünf seiner ersten sieben Stanley Cup Playoffauftritte hatte er weniger als drei Gegentore kassiert, in den letzten drei Spielen, zwei davon gingen verloren, bekam er jeweils drei Treffer eingeschenkt.

Doch die Penguins zeigen sich nicht beunruhigt über das Spiel des 21-Jährigen. Stattdessen glauben sie, dass es ihre Fehler waren, die Murray in diese schwierige Position gebracht haben.

"Ich glaube, dass er gut gespielt hat. Als Mannschaft müssen wir vor seinem Tor einen besseren Job verrichten", sagte Verteidiger Ian Cole. "Wir haben sie eine Zeitlang beherrscht und ihnen dann eine erstklassige Chance ermöglicht. Es gab Zeiten, da hat er sechs Minuten lang keinen Schuss bekommen und dann läuft einer geradewegs alleine auf ihn zu. Ich bin der Meinung, dass wir wesentlich besser vor ihm spielen müssen, wir müssen die Pucks nach außen schießen und ihnen möglichst wenige Großchancen einräumen."

Jedes Tor von Tampa Bay entsprang aus einer.

Stürmer Alex Killorn erzielte das 1-0, als im ersten Drittel noch 1:14 Minuten zu spielen waren und nachdem Pittsburghs Verteidiger Olli Maatta, beim Versuch den Pass von Victor Hedman zu erreichen, gestolpert und gefallen war. Killorn stand somit völlig alleine, konnte sich den Puck von der Vor- auf die Rückhand spielen und durch die Schoner von Murray schieben.

Ondrej Palat traf im Powerplay nachdem die Penguins den Rebound nicht hatten klären können. Zuvor hatte Murray den Schlagschuss von Valtteri Filppula noch abgewehrt. Den Lightning gelang das 3-0 bei einem 3-gegen-1 Konter als Verteidiger Brian Dumoulin nicht in der Lage war, den Pass von Palat auf Jonathan Drouin zu unterbinden. Drouin nahm die Scheibe direkt an und schoss sie, am ausgestreckten linkem Arm von Murray vorbei, rein.

"Wir wussten, dass sie ein schnelles, gutes Umschaltspiel haben", sagte Murray. "Sie sind richtig gut beim Ausnutzen von Torchancen. Wir haben nicht viele zugelassen, es waren, glaube ich, nur 20 Schüsse, doch wir ließen mehr Hochkaräter zu, als wir es uns vorgestellt hatten. Ich glaube, dass alle Gegentreffer aus erstklassigen Torchancen entsprungen sind. Definitiv dürfen wir nicht mehr so viele zulassen."

Murray stand in Pittsburghs letzten zehn Playoffpartien von Beginn an im Tor. Er kam mit einem Gegentrefferschnitt von 2,15 und einer Fangquote von 92,9 Prozent auf eine Bilanz von 7-3, doch er kann erst auf die Erfahrung von 23 NHL-Spielen, reguläre Saison plus Playoffs, zurückgreifen.

Seit dem 2. Mai heißt Murray's Backup Marc-Andre Fleury, der die Penguins zu ihrem Stanley Cup Sieg 2009 verholfen hatte. Seitdem er von seiner zweiten Gehirnerschütterung in dieser Saison, die er sich am 31. März zugezogen hatte, genesen ist, hat Fleury nicht mehr gespielt.

Die Niederlage in Spiel 1 gegen die Lightning feuert die Diskussion darüber an, ob Fleury am Montag in Spiel 2 Murray ersetzen sollte (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVA Sports). Im Gespräch über die Leistung des Rookie-Torwarts am Freitag bestreitet Penguins Coach Mike Sullivan, dass es darüber eine Debatte gab: Die Fehler wurden vor ihm gemacht.

"Ich glaube nicht, dass sie uns in unserer Bestform gesehen haben", sagte Sullivan. "Wir müssen uns sicher sein, dass wir am Puck und in den 50-50 Zweikämpfen sorgfältig unsere Entscheidungen treffen, dann lassen wir auch keine Konter zu. Sobald die Qualität der Torchancen, die wir zulassen, abnimmt, steigt unsere Chance auf einen Sieg."

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