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Moritz Seider und seine Eindrücke (5. Ausgabe)

Der junge deutsche Verteidiger erzählt in dieser Ausgabe unter anderem wie er den All-Star Break verbringt

von Moritz Seider @NHLde / exklusiv für NHL.com/de

Moritz Seider war selbst überrascht, als er beim NHL Draft 2019 schon an sechster Stelle von den Detroit Red Wings gedraftet wurde. Deren General Manager Steve Yzerman wollte sich die Dienste des deutschen Verteidigers unbedingt sichern. Seitdem versucht Seider, der in der vergangenen Saison mit den Adlern Mannheim die deutsche Meisterschaft feierte, sein Glück in Nordamerika, musste allerdings nach den Trainingscamps zunächst ins Farmteam zu den Grand Rapids Griffins. In einer regelmäßigen Kolumne wird Seider exklusiv für NHL.com/de über seine erste Saison in Nordamerika berichten.

Hier die fünfte Ausgabe:

Nicht nur in der NHL gibt es einen All-Star Break. Auch in der AHL haben wir eine Pause, weil am Sonntag die Skills und am Montag das AHL All-Star Game ausgetragen wurde. Dementsprechend hatten wir unser letztes Spiel vor der Pause am Samstag. Wenn diese Zeilen am Mittwoch veröffentlicht werden, dann sind wir den ganzen Tag gerade unterwegs zum Auswärtsspiel nach Iowa, eine zehn- bis elfstündige Busfahrt, die um acht Uhr beginnt. Das erste Training haben wir dann am Donnerstag und Freitag ist das Spiel, doch Samstag, wenn wir früh wieder zurück sind, und Sonntag haben wir frei, so dass es ein relativ entspannter Start sein wird.

Wir müssen schauen, dass wir weiter fleißig Punkte sammeln. Wir haben uns durch sechs Siege und 14 Punkte in den letzten neun Spielen an die Schwelle zu den Playoff-Plätzen herangekämpft. In der AHL gibt es keine Wildcards wie in der NHL, sondern wir müssen in unserer Central Division mindestens Vierter werden, um den Einzug zu schaffen. Derzeit sind wir Fünfter punktgleich mit dem Vierten. Leider haben wir am Samstag das zweite Spiel am Stück gegen die San Diego Gulls mit 1:3 verloren, sonst wären wir schon vorne. Im Spiel am Freitag konnten wir sie noch mit 4:3 nach Verlängerung bezwingen.

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Wir haben viele Spieler, die zurückgekommen sind oder Verletzungen vollständig auskuriert haben. Das verleiht uns schon Rückenwind und neue Energie, was zuletzt am Eis zu spüren war. Unser klares Ziel sind die Playoffs zu erreichen und dafür haben wir immer noch 30 Spiele Zeit. Jetzt geht es halt um alles. Das ist der große Unterschied zur DEL, die derzeit schon in der Endphase der regulären Saison ist. Wir haben noch viel vor uns und müssen dort so viel wie möglich punkten, um nicht nur in die Playoffs zu kommen, sondern auch eine gute Ausgangslage zu haben.

 

[Ähnliches: Moritz Seider berichtet über seine Eindrücke (4. Ausgabe)]

 

Insgesamt denke ich aber, dass sich die Mannschaft immer besser findet und wir im Januar einen Schritt nach vorne gemacht haben. Das gilt auch für mich persönlich, weil ich sehr viel Eiszeit bekomme und dabei viel Erfahrung sammeln kann.

Natürlich würde ich lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht schon gerne jetzt in der besten Liga der Welt spielen würde, aber ich bin realistisch genug, um zu wissen, dass man auch Geduld braucht und nicht immer alles sofort geht. Ich denke, dass es für mich einfach perfekt ist, in dieser Saison in der AHL Fuß zu fassen und noch möglichst viel Praxiserfahrung zu sammeln und mehr heranzureifen. Ich bin mit meiner Situation unheimlich zufrieden und glücklich und freue mich riesig auf die zweite Hälfte der Saison in der AHL.

Die Atmosphäre bei den Red Wings in der NHL ist nicht gerade berauschend, wie sich jeder denken kann, wenn man abgeschlagen Letzter ist. Wir kriegen durch die Spieler die hoch- und wieder runtergeschickt werden, schon so einiges mit, aber zu intensiv sind die Gespräche dann auch nicht. Wir konzentrieren uns sehr stark auf unsere Truppe, die unheimlich super und intakt ist. Von daher liegt auch mein Fokus nur auf Grand Rapids und weniger auf Detroit. 

Es war schön, dass ich zuletzt dreieinhalb Wochen daheim sein konnte ohne irgendwo hinzureisen, weil wir nur Heimspiele hatten. Und während dem Break konnten wir etwas abschalten und neue Energie für den Endspurt sammeln. Ich bin in Grand Rapids geblieben. Viele der Jungs sind nach Hause gefahren, aber das macht für mich wenig Sinn irgendwo hinzufliegen. Wir sind hier noch vier bis fünf Jungs, mit denen ich einiges an Zeit verbracht habe. Wir haben etwas Basketball gespielt, sind ins Kino gegangen, haben zusammen gekocht und die Zeit miteinander echt genossen. Es ist auch mal schön über ein paar andere Dinge als immer über Eishockey zu reden. Es war sehr entspannend.

Wenn ich essen gehe, dann sehr gerne zum Italiener für eine gute Pasta. Ganz oben auf der Liste steht bei mir allerdings Sushi. Ich bin in den letzten Jahren ein großer Fan von Sushi geworden. Aber ein schönes Steak oder ein Burger darf natürlich auch nicht fehlen. Das kann man sich schon auch mal erlauben.

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