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Der World Cup of Hockey, die von der NHL organisierte Weltmeisterschaft, soll laut Ankündigung von NHL Commissioner Gary Bettman Mitte Juni im Februar 2024 zurückkehren. Zuletzt wurde das Turnier im Jahr 2016 in Toronto ausgetragen. Auch wenn es noch rein spekulativ ist, wie und mit welchen Mannschaften das Turnier ausgetragen wird, gibt NHL.com/de einen kleinen Vorgeschmack und zeigt auf wie ein mögliches Team Deutschland und ein Team Schweiz aussehen könnte. Der Austragungsmodus und die -orte sowie die teilnehmenden Teams werden noch festgelegt und zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

In dieser Ausgabe: Die möglichen Torhüter und Verteidiger von Team Schweiz
Torhüter:
Akira Schmid (New Jersey Devils):
In der AHL beim Farmteam der New Jersey Devils, den Utica Comets, überzeugte Schmid mit guten Leistungen, doch seine sechs NHL-Spiele sind ihm nicht so gut bekommen. Er brauche noch etwas Zeit, um sich an das schnellere Spiel in der NHL zu gewöhnen, urteilte der Schweizer Stanley Cup Sieger von 2001 und ehemalige NHL-Torhüter David Aebischer. In spätestens zwei Jahren sollte der 22-Jährige so weit sein, auf Top-Niveau beim World Cup of Hockey spielen zu können.

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Reto Berra (HC Fribourg-Gotteron):
Der mit 35 Jahren und mehreren Jahren in Nordamerika, unter anderem für die Calgary Flames, Colorado Avalanche und Florida Panthers tätig, sehr erfahrene Berra, steht nach seiner Rückkehr aus Nordamerika seit 2018 in Fribourg unter Vertrag. Er hat sich dort als starker Rückhalt etabliert und war deswegen auch in der Nationalmannschaft gefragt. Er könnte es 2024 immer noch sein.
Gilles Senn (HC Davos):
Beim Lehrgang von 23 Nachwuchsleuten für die Schweizer Nationalmannschaft Ende Juli ist Senn eine feste Größe. Der im vergangenen Sommer aus Nordamerika in die Schweiz nach Davos zurückgekehrte Torhüter, hatte den Sprung in die NHL bei den Devils nicht geschafft. Obwohl er in seinem ersten Jahr in der National League mit einem GAA von 3,42 und 89,6 Prozent Fangquote nicht überzeugen konnte, hat der 1,95 Meter große Senn alle Fähigkeiten sich zu steigern.
Verteidiger:
Roman Josi (Nashville Predators):
Einen Werbetext, warum Josi im Kader stehen sollte, kann man sich sparen. Der Kapitän der Predators ist seit Jahren das Aushängeschild der Schweiz und gehört zu den besten Offensiv-Verteidigern der NHL, was sein Gewinn der Norris Trophy als bester Verteidiger in 2020 belegt. Auch in 2022 gehörte er zu den Finalisten für die Auszeichnung und unterlag in der Abstimmung nur denkbar knapp Cale Makar.

COL@NSH, Sp3: Josi zieht ab und trifft

Dean Kukan (ZSC Lions):
Obwohl Kukan solide Leistungen ablieferte, konnte er sich in der NHL in Columbus nicht durchsetzen und entschied sich kürzlich in die Schweiz nach Zürich zurückzukehren. Sieben Jahre war er in Nordamerika tätig und gehörte in den abgelaufenen drei Spielzeiten fast durchgängig zum Kader, erhielt aber nicht die gewünschte Eiszeit. Aufgrund seiner Erfahrung (153 NHL-Spiele) wird der 29-Jährige zukünftig eine gute Rolle im Nationalteam spielen.
Jonas Siegenthaler (New Jersey Devils):
Siegenthaler tat sein Wechsel im Frühjahr 2021 von den Washington Capitals zu den Devils sehr gut. In der vergangenen Saison gehörte der 1,89 Meter große Verteidiger zum Stamm in der NHL und lieferte gute Leistungen ab. Es ist davon auszugehen, dass sie in New Jersey weiter auf seine Dienste zählen und er noch einige Jahre auf dem höchsten Niveau spielen wird.

NJD@CHI: Siegenthaler haut ihn rein

J.J. Moser (Arizona Coyotes):
Der 22-Jährige war die Überraschung aus Schweizer Sicht in der abgelaufenen Saison. In seinem ersten Jahr in Nordamerika wurde Moser Ende 2021 aus dem Farmteam zu den Arizona Coyotes in die NHL hochgezogen und gehörte ab diesem Zeitpunkt zum Stamm. In 43 NHL-Spielen markierte er vier Tore und elf Assists und lieferte damit nicht nur defensiv, sondern auch offensiv ab.
Tobias Geisser (Washington Capitals):
Geisser wartet noch auf seine Chance in der NHL, doch die vergangene AHL-Saison konnte der 1,93 Meter große Blueliner wieder Werbung in eigener Sache machen. Er ist ein Zwei-Wege-Verteidiger mit hervorragender Größe und Beweglichkeit. Darüber hinaus überzeugt er mit einer intelligenten Spielweise. Seine Dienste waren nach dem Ausscheiden der Hershey Bears aus den Playoffs auch bei der Weltmeisterschaft gefragt.
Mirco Müller (HC Lugano):
Von 2012 bis 2020 versuchte Müller sein Glück in Nordamerika und brachte es immerhin auf 185 NHL-Spiele für die San Jose Sharks und Devils. Nach einem Jahr in Schweden, kehrte er 2021 in die Schweiz nach Lugano zurück und überzeugte dort in seiner ersten Saison auch offensiv mit drei Toren und 15 Assists in 50 Spielen. Aufgrund seiner Erfahrung und dem Alter von 27 Jahren sollte er in zwei Jahren eine feste Größe in der Abwehr sein.
Brian Zanetti (Philadelphia Flyers):
Nach seinem Draft in der vierten Runde und an insgesamt 110. Position im Jahr 2021 durch die Philadelphia Flyers suchte Zanetti sofort den Weg nach Nordamerika zu den Peterborough Petes in die OHL und hofft auf einen NHL-Einstiegsvertrag. In seinem ersten Jahr bei den Petes wusste das 19-jährige Talent mit vier Toren und 22 Assists in 56 Spielen durchaus zu überzeugen und wird im Herbst für eine zweite Saison dorthin zurückkehren. Für seine Entwicklung ein guter Schritt, so dass er weiterhin im Fokus der Nationalmannschaft stehen wird.