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Der Hoffnungsträger heißt Sidney Crosby

Die Pittsburgh Penguins können nach einer spektakulären Rückkehr ihres Teamkapitäns wieder träumen

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Drei Spiele lang fehlte er verletzungsbedingt. Kaum kehrte Kapitän Sidney Crosby für die Pittsburgh Penguins auf das Eis zurück, endete die jüngste Pleitenserie für den Stanley Cup-Champion der Jahre 2016 und 2017 auf beeindruckende Art und Weise.

Mit 5:1 fertigten die Penguins am Mittwochabend die Dallas Stars in der heimischen PPG Paints Arena ab. Das erste Erfolgserlebnis nach zuvor vier Niederlagen hintereinander. Doch alleine die Tatsache, dass Pittsburgh in die Erfolgsspur zurückkehrte, war nicht genug, denn es war ausgerechnet Kapitän Crosby, der durch einen außergewöhnlichen Auftritt seinen Männern den Weg zum Heimsieg wies.

Der Routinier lieferte nach überstandener Verletzung an der oberen Körperhälfte eine Drei-Punkte-Nacht ab (1 Tor, 2 Assists) und schrieb dadurch zugleich Penguins-Geschichte. Mit seinem 129. Spiel, in dem er drei oder mehr Punkte markieren konnte, zog er in der ewigen Bestenliste des Klubs mit Jaromir Jagr auf dem zweiten Platz gleich. Mehr Spiele dieser Kategorie kann für Pittsburgh lediglich Mario Lemieux aufweisen, der diese Leistung 272 Mal bejubeln durfte.

Crosby assistierte gegen Dallas beim ersten Treffer durch Jake Guentzel, traf dann selber und war auch beim Tor von Patric Hornqvist zum 4:0 im Mitteldrittel mit einem Assist zur Stelle, was den besonderen Abend für ihn endgültig abrundete.

"Es ist einfach toll wieder mit den Jungs auf dem Eis stehen zu können", verdeutlichte Crosby nach dem wichtigen Heimerfolg für den vorherigen Letzten der Eastern Conference. "Wir brauchten den Sieg, wir wollten die Punkte. Unsere Leistung war in Ordnung, denke ich. Casey DeSmith hat uns mit schönen Paraden geholfen. Er war da, wenn es darauf ankam. Jeder im Kader hat seine Leistung gebracht. Das war schön mitanzusehen."

Video: DAL@PIT: Crosby trifft nach toller Einzelleistung

So bescheiden sich Crosby auch gab, ohne ihn belief sich die magere Ausbeute auf lediglich einen Punkt. Doch selbst mit ihm lief es zuvor schon nicht, denn in sieben Partien vor seiner Verletzung sprang nur ein Sieg heraus (1-5-1).

Trotzdem war es die Rückkehr von Crosby, die Spieler und Fans jetzt mit neuem Selbstvertrauen ausstattete und die Penguins optimistischer in die sportliche Zukunft blicken lässt, als dies zuvor der Fall war.
"Wir haben heute von Beginn an alles gegeben. Das war wichtig", freute sich Torhüter DeSmith. "Wichtig war auch, dass wir eine deutliche Führung herausgespielt haben. Das Momentum in einer Begegnung hatten wir schon länger nicht mehr."

Die große sportliche und psychologische Bedeutung von Crosby für das Team wurde den Zuschauern schon in der Anfangsphase des Spiels eindrucksvoll vor Augen geführt. Der Kanadier spielte die Scheibe beim 1:0 von Guentzel in der vierten Minute mit der Rückhand sehenswert zum Kollegen, so dass dieser keine Mühe hatte, den Puck durch die Beine des Torhüters in die Maschen zu setzen.

Nachdem Evgeni Malkin nur gut zwei Minuten später, mit seinem ersten Tor nach zuvor acht Spielen ohne eigenen Treffer, auf 2:0 für die Gastgeber erhöht hatte, ließ Crosby in der elften Minute das beruhigende 3:0 für Pittsburgh folgen. Dabei hielt er sich zunächst gekonnt Esa Lindell vom Hals und verwertete den eigenen Nachschuss mit der Rückhand über den Schoner von Stars-Torhüter Anton Khudobin hinweg in das Tor.

 

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Die Penguins agierten in dieser Phase längst wieder mit einem Selbstverständnis, das sie schon Wochen nicht mehr gezeigt hatten. Crosby führte die Mannschaft ohne Anlaufschwierigkeiten nach seiner Auszeit, als wäre er nie weg gewesen.

Die weiteren Treffer durch Hornqvist und Tanner Pearson beruhigten die zuletzt schwachen Nerven der Penguins zusätzlich. Der Treffer der Stars zum 1:5 in der achten Minute des Schlussdrittels durch Roope Hintz konnte nicht mehr wirklich verunsichern und war am Ende nicht mehr als ein Ehrentreffer.

Dementsprechend fiel nach der Schlusssirene auch die Analyse von Trainer Mike Sullivan im Hinblick auf die Leistung seines zurückgekehrten verlängerten Arms auf dem Eis aus: "Es machte wirklich den Eindruck, dass unsere Jungs ein Stück größer sind, wenn Crosby auf dem Eis steht. Das konnte man heute sehr gut sehen. Dazu ist er ein toller Teamspieler, ihm sind die Penguins eine echte Herzensangelegenheit. Er war heute eine große Inspiration für meine Mannschaft."

 

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Torschütze Hornqvist sah in Crosby ebenfalls einen entscheidenden Grund für den Sieg. "Er (Crosby) ist ohne Zweifel einer der besten Spieler der Welt. Klar, dass es ein Faktor ist, wenn so jemand zurück in das Team kommt. Wir haben direkt ein Erfolgserlebnis gehabt. Das war sehr wichtig. Jetzt wollen wir daran anknüpfen."

Mit dieser ermutigenden Erkenntnis gehen die, in der Tabelle nach wie vor weit hinter ihren Erwartungen stehenden Pinguine mit frischem Mut in die kommenden Aufgaben. Die nächste Bewährungschance bietet sich am Freitag, wenn Pittsburgh bei den Boston Bruins zu Gast ist (7:30 p.m. ET/ Samstag 1.30 Uhr MEZ; SN360, SNE, SNO, TVAS, NESN, ATTSN-PT, NHL.TV).

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