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Mirco Müller will nach Comeback durchstarten

Der Schweizer Verteidiger der Devils kehrt nach seinem Schlüsselbeinbruch früher zurück und steht unter Druck

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Die Karriere des Mirco Mueller in der NHL ist bisher nicht gerade mit einem guten Verlauf gesegnet. Der Schweizer Verteidiger wurde im NHL Draft 2013 von den San Jose Sharks in der ersten Runde an Nummer 18 gedraftet und vieles deutete zu diesem Zeitpunkt darauf hin, dass Müller durchstarten würde.

Zum Saisonbeginn 2014/15 schaffte der Winterhurer trotz der großen Konkurrenz in der Defensive den Sprung in den Kader der Sharks, konnte sich aber nicht dauerhaft durchsetzen und wurde ab Dezember häufiger gestrichen, ehe ihn eine erste Verletzung außer Gefecht setzte.

 

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Gerade die Anfälligkeit seines Körpers stellte Müller in den ersten drei Jahren NHL immer wieder vor Probleme, den Anschluss zu halten und sich dauerhaft für einen Stammplatz in San Jose zu empfehlen. Insofern kam es nicht ungelegen, dass ihn die Sharks zusammen mit einem Draft-Zug der fünften Runde am 17. Juni 2017 im Austausch für jeweils einen Draft-Zug der zweiten und der vierten Runde zu den New Jersey Devils abgaben. Es sollte ein Neubeginn werden.

New Jersey und ihr Trainer John Hynes verdeutlichten, dass sie das Potenzial von Müller erkannt haben und auf seine Dienste setzen wollen - alleine durch die Tatsache, dass der 22-Jährige im ersten Saisonspiel am 7. Oktober gegen die Colorado Avalanche fast 22 Minuten Eiszeit erhielt. Es sollte aber sein Höchstwert bleiben.

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Der erneute Rückschlag kam dann am 12. November in der Partie bei den Chicago Blackhawks. Beim ersten Einsatz nach 18 Sekunden Eiszeit wurde Müller von Gegenspieler John Hayden fatal gecheckt. Er verließ selbstständig das Eis, allerdings war deutlich zu sehen, dass er sich unter Schmerzen den linken Arm hielt. Die bittere Diagnose: Schlüsselbeinbruch und notwendige Operation ein paar Tage später.

Die positive Nachricht folgte in dieser Woche. Trotz ursprünglich prognostizierter Ausfallzeit bis Mitte Februar kehrte Müller ins Training zurück und es könnte sein, dass schon bald sein Comeback erfolgt. Hynes dämpfte jedoch allzu optimistische Erwartungen.

"Er braucht noch Trainingseinheiten, er war zu lange weg", machte der Trainer klar. "Dann muss man sehen, wie es läuft, wie er sich fühlt. Aber es dürfte nicht mehr viel fehlen. Wir nehmen es von Tag zu Tag."

Müller selbst, der weiß, wie eine Rückkehr mit einer Verletzung dieser Art erfolgt, nachdem er sich bereits mit zehn Jahren denselben Knochen gebrochen hatte, ist nicht ungeduldig. "Ich denke, physisch ist soweit alles klar", betonte er am Mittwoch. "Ich wäre nach der Verletzung bereit zu spielen, es ist alles verheilt. Doch ich habe lange Zeit nicht mit anderen trainiert oder gespielt, das fehlt noch."

Aus diesem Grund haben die Devils Müller für mindestens ein oder zwei Testspiele am Freitag und Samstag ins Farmteam nach Binghamton geschickt. Aber spätestens in der kommenden Woche wird er in der NHL wieder auf dem Eis stehen.

Wenn Müller einsatzbereit ist, muss New Jersey reagieren. Denn sie haben dann acht Verteidiger und 24 Spieler im Kader, so dass sie einen anderen streichen müssen.

Der Druck für Müller ist aus diesem Grund sofort hoch, denn die Plätze im Kader sind heiß begehrt. Hier zählt nur Leistung und es gibt keine Eingewöhnungszeit, zumal für das Team jeder Punkt im Rennen um die beste Platzierung in der Tabelle von Bedeutung ist.

Müller will dabei sein und die Devils bauen anscheinend weiterhin auf ihn. Doch er benötigt weniger Pech mit Verletzungen und konstante gute Leistungen, um sich endlich auf Dauer durchzusetzen. Das Potenzial dazu hat er allemal.

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