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Mirco Müller erlebt ein Wechselbad der Gefühle

Tete-a-Tete: Der Verteidiger der New Jersey Devils im exklusiven Interview mit NHL.com/de

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

Jeden Donnerstag während der Saison 2018/19 wird NHL.com/de in der Rubrik "Tete-a-Tete" ein exklusives Interview mit Spielern oder Persönlichkeiten der NHL zu Themen auf und abseits des Eises präsentieren.

In dieser Ausgabe: Mirco Müller von den New Jersey Devils

Für Mirco Müller ist die erste Hälfte der Hauptrunde 2018/19 ein Wechselbad der Gefühle gewesen. Vom Start weg bis zur letzten November-Woche hatte er einen Stammplatz in der Defensive der New Jersey Devils inne. Dann zog sich der 23-jährige Winterthurer eine Verletzung zu. Obwohl er nur wenige Tage ausfiel, ging sein Spielrhythmus verloren. Nach seinem Comeback wurde er lediglich sporadisch eingesetzt. Bei den sieben Spielen der Devils zwischen dem 18. Dezember und 2. Januar musste Müller sogar durchweg mit einem Platz auf der Tribüne vorliebnehmen. Der Saisonverlauf des Schweizers ist gewissermaßen ein Spiegelbild für den seiner Mannschaft. Die Devils bauten nach gutem Beginn ab und wurden bis ans Tabellenende der Metropolitan Division durchgereicht. Seitdem mühen sie sich redlich, den Anschluss an die Plätze für die Stanley Cup Playoffs wiederherzustellen.

Seine beste Phase hatte Müller Anfang Oktober. In den ersten Pflichtspielen knüpfte er nahtlos an seinen starken Auftritt bei der NHL Global Series Challenge gegen den SC Bern an. In den drei Matches zum Auftakt gegen die Edmonton Oilers, die Washington Capitals und die San Jose Sharks bot er eine glänzende Vorstellung in der Verteidigung und verbuchte zudem jedes Mal einen Assist. Im weiteren Verlauf kamen 23 Spiele und zwei Vorlagen hinzu. Trotz der schwierigen Umstände im Moment will sich Müller nicht entmutigen lassen und alles dafür tun, dass er bald wieder regelmäßig auf dem Eis steht, wie er im Interview mit NHL.com/de betonte.

Wie fällt dein Zwischenfazit für den Saisonverlauf aus?

Mit dem aktuellen Tabellenplatz können wir natürlich nicht zufrieden sein. Dennoch liegen wir immer noch einigermaßen im Rennen, weil alles sehr eng zugeht. Um vorwärts zu kommen, brauchen wir jetzt aber mal fünf oder sechs Siege hintereinander. Für mich persönlich hat die Saison ziemlich gut begonnen. Wir waren vorne dabei und ich habe viel gespielt. Leider hat sich das zuletzt alles ein wenig geändert. Aber ich will mich davon nicht verunsichern lassen. Ich versuche einfach, weiter mein Spiel zu machen, gut zu trainieren, fit zu bleiben und auf meine nächste Chance zu warten.

Braucht man in der langen NHL-Saison als junger Verteidiger zwischendurch mal eine Pause oder wäre es dir lieber, immer aufzulaufen, wenn du einsatzfähig bist?

Als Spieler will man eigentlich immer dabei sein. Aber das ist nicht so einfach. Gerade als junger Verteidiger durchlebt man Höhen und Tiefen während einer Saison. Wichtig ist, dass man diese Schwankungen im Saisonverlauf bestmöglich ausgleicht und am Ende gut dasteht.

 

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Als Team habt ihr bislang auswärts große Schwierigkeiten gehabt, eure Spiele zu gewinnen und wichtige Punkte für die Playoffs einzufahren. Woran liegt das deiner Meinung nach?

Das ist schwer zu sagen. Zu Hause haben wir uns bis jetzt gut geschlagen. Aber in den Auswärtsspielen hat es nicht so geklappt, wie wir das gerne gehabt hätten. Ich denke, dass das zum Teil eine Kopfsache ist. Wenn du auswärts ein paarmal nicht gut gespielt hast, setzt sich das irgendwann fest. Dann passieren dir beim nächsten Mal wieder kleine Flüchtigkeitsfehler, die der Gegner ausnutzt. Und dann geht alles so weiter. Richtig verstehen kann ich das Ganze ehrlich gesagt nicht, da wir ja daheim bewiesen haben, zu welchen Leistungen wir fähig sind.

Darüber hinaus habt ihr vor Kurzem bei den Boston Bruins gezeigt, dass ihr auswärts durchaus überzeugend auftreten und gewinnen könnt.

Das stimmt. Die Weihnachtspause hat uns geholfen, mental und physisch zu regenerieren. Einige Spieler von uns hatten viele Einsätze absolviert. Da tut eine Unterbrechung gut, um wieder die nötige Frische zu bekommen.

Sieben Spiele gingen bis dato in der Verlängerung und nach Penaltyschießen verloren. Fehlt euch in den Zusatzschichten das nötige Quäntchen Glück oder ist das mitunter ebenfalls eine Kopfsache?

Von beidem etwas, würde ich sagen. Das sind ohne Frage wichtige Punkte, die dort vergeben werden und die uns jetzt fehlen. Letzte Saison haben wir oft Spiele in der Verlängerung und im Penaltyschießen für uns entschieden, diese Saison läuft es andersherum. Vielleicht müssen wir in der Overtime geduldiger sein und in Ruhe unsere Chancen kreieren. Bei 3-gegen-3 ist es wichtig, dass du nicht gleich den Abschluss suchst, sondern den Gegner müde machst und auf die optimale Gelegenheit zum Abschluss wartest. Daran müssen wir sicher arbeiten.

 

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Was hast du dir als gute Vorsätze für 2019 vorgenommen?

Oh je, ich weiß gar nicht. Das Wichtigste ist, dass ich gesund bleibe. Wenn das in Erfüllung geht, bin ich schon glücklich und zufrieden. Für uns als Team wünsche ich mir, dass es einige Schritte nach vorne geht und wir uns zurück ins Playoff-Rennen schießen.

Siehst du dich und die Devils im April in den Playoffs?

Alle im Team glauben fest daran, dass es noch mit den Playoffs klappen kann. Unsere Moral ist intakt und die Saison dauert ja noch eine Weile. Aber wir müssen aufpassen, dass uns nicht irgendwann die Zeit davonläuft. Wichtig ist daher, dass wir bald damit anfangen, ein paar Siege aneinanderzureihen.

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