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Die Minnesota Wild setzen sich hohe Ziele

31 in 31: Der neue General Manager Paul Fenton hat hohe Erwartungen an die vertrauten Schlüsselspieler der Wild

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Die NHL-Saison 2018/19 wirft langsam aber sicher ihre Schatten voraus. Vor dem Start der Trainingslager analysiert NHL.com/de ab dem 5. August die 31 Teams der Liga in 31 Tagen. Zu jeder Mannschaft gibt es in der Serie "31 in 31" zwei Berichte mit interessanten Fakten, Einschätzungen und Einblicken.

In dieser Folge: Minnesota Wild

Bilanz 2017/18: 45-26-11, 3. in der Central Division
Playoffs 2018: 4:1-Niederlage in der ersten Runde der Western Conference gegen die Winnipeg Jets
Trainer: Bruce Boudreau, seit 7. Mai 2016
Neuzugänge: J.T. Brown (Free Agent/ Anaheim Ducks), Greg Pateryn (Free Agent/ Dallas Stars), Mike Liambas (Free Agent/ Anaheim Ducks), Andrew Hammond (Free Agent/Colorado Avalanche), Eric Fehr (Free Agent/ San Jose Sharks), Matt Hendricks (Free Agent/ Winnipeg Jets), Matt Bartkowski (Free Agent/ Calgary Flames), Matt Read (Free Agent/ Philadelphia Flyers)
Abgänge: Matt Cullen (Pittsburgh Penguins), Kurtis Gabriel (New Jersey Devils), Zack Mitchell (Los Angeles Kings), Mike Reilly (Montreal Canadiens), Daniel Winnik (Free Agent), Tyler Ennis (Toronto Maple Leafs)

 

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Die Minnesota Wild setzten ihre Serie als Stammgäste in den Stanley Cup Playoffs in der Saison 2017/18 weiter fort. Das Expansion-Team aus der Saison 2000/01 spielte sich schon zum sechsten Mal in Folge in die Runde der letzten 16. Doch erneut blieb der große Erfolg im Kampf um den wichtigsten Titel im Eishockey aus. Die Wild kamen während ihrer Serie nie über die zweite Runde hinaus, scheiterten gegen die Winnipeg Jets in fünf Spielen zum dritten Mal in Folge in der ersten Runde und warten nun seit 2015 darauf, eine Playoff-Serie zu gewinnen.

Die Wild entschieden sich deshalb für eine Veränderung in der Vereinsführung und ersetzten am 21. May General Manager Chuck Fletcher durch Paul Fenton. Dieser war zuvor 19 Jahre lang in der Organisation der Nashville Predators aktiv, zuletzt gleichzeitig als Assistant General Manager der Predators und General Manager der Milwaukee Admirals in der American Hockey League. Mit den bei den Predators gesammelten Erfahrungen soll er die Wild zum Titelkandidaten machen.

Große Veränderungen am Kader nahm der neue Mann in der Organisation bisher jedoch nicht vor. Der Kern blieb erhalten, die Wild schafften es sämtliche Schlüsselspieler zu halten.

"Sie haben es nun sechs Mal in Folge in die Playoffs geschafft", erklärte Fenton. "Warum sollten wir etwas nur um der Veränderung Willen ändern? Dafür gibt es keinen Grund."

Die Wild wurden am Ende der regulären Saison hinter den Predators und den Jets, den beiden punktbesten Teams der gesamten NHL, das drittbeste Team der Central Division. Das ist eine beachtliche Leistung, vor allem wenn man bedenkt, dass die gesamte Saison über mehrere Leistungsträger ausfielen.

Zach Parise stieg erst im Januar in den Spielbetrieb ein und verletzte sich am 31. März erneut. In 42 Spielen erzielte er dennoch 15 Tore und neun Assists. In den Playoffs fehlte Defensiv-Veteran Ryan Suter, der mit 51 Punkten (sechs Tore, 45 Assists) seine persönliche Bestleistung aus der Saison 2015/16 einstellte. Der Schweizer Nino Niederreiter, eine der zentralen Figuren im Angriff der Wild, musste gleich mehrfach pausieren und kam deshalb nur auf 32 Punkte (18 Tore, 14 Assists) in 63 Einsätzen. Auch diese Ausfälle sind sicherlich ein Grund dafür, dass Fenton wenig Bedarf für Neuzugänge sieht.

Video: WPG@MIN, Sp3: Parise verwertet Zuspiel von Koivu

"Das zeigt, dass er wirklich an unsere Truppe glaubt", freute sich Torgarant Jason Zucker über den Vertrauensbeweis. "Wenn ein neuer Manager kommt und einem dieses Gefühl vermittelt, gibt uns unglaublich viel Selbstvertrauen."

Der größte Abgang der Wild ist Verteidiger Matt Cullen, der zu den Pittsburgh Penguins zurückkehrt. Tyler Ennis ging als Free Agent zu den Toronto Maple Leafs und Daniel Winnik bekam keinen neuen Vertrag und ist derzeit noch vereinslos. Dafür dürfen die Wild auf viel Unterstützung von den jungen Talenten der Organisation hoffen.

Center Joel Eriksson Ek setzte sich vergangene Saison als Stammspieler durch und erzielte in 75 Spielen 16 Punkte (sechs Tore, zehn Assists). Mit seinen 21 Jahren ist von ihm in der kommenden Saison eine Leistungssteigerung zu erwarten. Die Stürmer Luke Kunin, Jordan Greenway und Verteidiger Gustav Olofsson durften sich bereits auf der großen Bühne der NHL beweisen und machten Hoffnung für die Zukunft. Die jungen Spieler könnten den Wild vor allem in der Offensive einen weiteren Schub geben.

 

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Fenton verlässt sich nicht nur auf das Potenzial aus der eigenen Organisation. Mit den Neuzugängen Matt Hendricks, J.T. Brown und Eric Fehr in der Offensive, sowie Greg Pateryn in der Abwehr, sorgt der neue GM für mehr Tiefe und körperliche Präsenz. Der Schlüssel zum Erfolg liegt für Fenton trotzdem in den vertrauten Kräften und einer Saison mit weniger Verletzungspech.

"Nino (Niederreiter) hatte offensichtlich keine ideale Saison und Charlie Coyle hat sicherlich das Potenzial deutlich mehr Punkte zu machen und jeden Abend als Power-Forward auf dem Eis präsent zu sein", machte der neue Manager seine hohen Erwartungen an die Spieler klar. "Für mich sind die beiden zentrale Figuren für unseren Erfolg."

Video: NSH@MIN: Niederreiter netzt den Rebound ein

Fenton bringt eine positive Stimmung und hohe Erwartungen mit, die die Spieler in Minnesota teilen. Das gesamte Team glaubt an den Erfolg und ist fest entschlossen, endlich wieder eine Playoff-Serie für sich zu entscheiden und bei der Vergabe des Stanley Cups ein ernstes Wort mitzureden.

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