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Mike Smith soll den Unterschied machen

Die Calgary Flames setzen beim Kampf um eine sportliche Verbesserung in der neuen Spielzeit auf neue Torhüter

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Der Startschuss zur NHL-Saison 2017-18 steht zwar noch nicht unmittelbar vor der Türe, doch die Nachwuchs-Camps sind geschafft und die Trainingscamps in Sichtweite. Wir denken, dass es das Beste sei, die Sommerhitze im August mit Analysen Eurer Lieblingsteams zu bekämpfen.

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Alle diese Fragen werden in den täglichen Artikeln beantwortet.

Heute analysieren wir die Calgary Flames:

Im Frühjahr war die Saison der Calgary Flames nach einem überraschen klaren 0:4 in der Serie gegen die Anaheim Ducks bereits enttäuschend früh zu Ende. Als Konsequenz setzt die Franchise zur kommenden Spielzeit u.a. auf ein komplett neues Torhütergespann. Mike Smith und Eddie Lack sollen als Tandem hinter den bekannten Abwehrrecken verstärkt durch Neuzugang Travis Hamonic den nächsten sportlichen Schritt ermöglichen.

Doch während die Abwehr allgemein als neuer Trumpf der Franchise aus Alberta angesehen wird, sehen sich die beiden Goalies derzeit noch mit einigen Zweiflern im Umfeld konfrontiert.

Andere wiederum hielten die Verpflichtung von Smith im Juni bereits für die ganz entscheidende Verbesserung der Franchise gegenüber der letzten Runde in der besten Eishockeyliga der Welt.  

Video: COL@ARI: Smith stoppt Beauchemin mit Blocker

Das vorherige Duo Brian Elliott und Chad Johnson konnte den hohen Ansprüchen in Calgary auf Dauer eben nicht genügen.

Beide Vorgänger konnten über zu viele Monate einfach nicht konstant genug das abrufen, was sie eigentlich zu leisten in der Lage sind. Elliott war besonders in der ersten Saisonhälfte ein Schwachpunkt, Johnson wusste vor allem in den Monaten November und Dezember zu überzeugen, wies allerdings in den anderen Phasen des Jahres deutliche Schwächen auf.

Hier soll nun vor allem Routinier Smith für sofortige Abhilfe sorgen. Immerhin gelang es ihm bei einem deutlich schwächeren Team in Arizona durchaus vergleichbare persönliche Werte zu erspielen wie seine Konkurrenten Elliott und Johnson beim Team aus Calgary.

Die Flames landeten mit einer Fangquote von kombinierten 90,7% auf Rang 21 in der NHL. Smith beendete das Jahr in Arizona mit einem Wert von 91,4%.

Mit einer wesentlich stärkeren Abwehr vor sich sollte er diese ohnehin schon leicht besseren Zahlen vermutlich sogar steigern können. Und damit dürften sich die Erfolgschancen des gesamten Teams in Alberta verbessern.

Abzuwarten gilt es natürlich noch, wie er vom Saisonbeginn an mit dem größeren Druck und der höheren Verantwortung zurechtkommen wird, jetzt wo er für die Flames anzutreten hat.

Die Chancen dazu stehen jedoch nicht schlecht, denn Smith hat bei den Coyotes zuletzt bewiesen, dass er mit den Anforderungen einer klaren Nummer Eins durchaus klarkommen kann. Elliott und Johnson blieben dies streng genommen im Verlauf ihrer gesamten Karrieren bisher schuldig.

Seit seiner Ankunft bei den Coyotes absolvierte Smith durchschnittlich 56 Saisonstarteinsätze pro Spielzeit, die verkürzte Saison 2012-13 hierfür einmal auf 58 Einsätze hochgerechnet. Elliott kam in den vergangenen acht Jahren auf einen Durchschnitt von 44, Johnson gar nur auf deren 29 über die letzten vier Spielzeiten. Smith weist also klar bessere Werte auf.

Video: ARI@CGY: Smith rettet großartig gegen Monahan

Kann Smith seine Quote in der kommenden Spielzeit erneut in eine Größenordnung von 55-60 Einsätzen hieven, seine Prozentzahlen auch nur vergleichbar halten, dann war er, trotz seines vielfach kritisierten fortgeschrittenen Alters von bereits 35 Lenzen, die erhoffte Verstärkung, auch wenn es dafür natürlich im Vorfeld keine Garantien geben kann.

Weitere Zuversicht können die Fans der Flames aus der Tatsache ziehen, dass Smith in Arizona stets sehr vielen Torschüssen ausgesetzt war. Durchschnittlich wurde er Arizona mit 34,1 Torschüssen pro 60 Minuten eingedeckt. Das war der zweithöchste Wert der gesamten Liga.

Bei Smith selber waren es deren 33,1 pro Spiel. Selbst in Sachen Torchancen lagen die Coyotes mit zugelassenen 844 Hochkarätern weit hinten im Vergleich. Und in Anbetracht dieser Angaben erscheinen die Statistiken für den erfahrenen Torhüter noch deutlich freundlicher.

Man kommt also zu der Erkenntnis, dass Smith in Arizona eine durchaus gute Spielzeit absolviert hat. Etwas bedenklich könnte die Tatsache stimmen, dass er zuletzt immer mal wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte.

Smith hat trotzdem, im neuen Goalie-Duo mit dem ebenfalls recht erfahrenen neuen Backup Lack, der aus Carolina frisch zum Team stieß, das Potential die Flames im Kasten in Zukunft entscheidend zu stärken.

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