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Michael Raffl hofft auf baldigen Blockadelöser

Der Kärntner Stürmer in Reihen der Philadelphia Flyers ist seit neun Spielen ohne Scorerpunkt

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Mit einem feinen Handgelenkschuss in den Torwinkel stellte Michael Raffl seine Qualitäten als Vollstrecker eindrucksvoll unter Beweis. Anschließend legte er eine elegante Drehung im Bullykreis hin und ließ sich für seinen Treffer feiern. Der Haken an der Sache: Die beschriebene Szene liegt schon eine ganze Weile zurück, genauer gesagt seit 10. Februar. Beim 4:3 nach Penaltyschießen bei den Arizona Coyotes erzielte der Stürmer der Philadelphia Flyers seinen bis dato letzten Treffer. Drei Tage später bei der 4:5-Niederlage im Shootout gegen die New Jersey Devils steuerte er noch einen Assist bei. In den vergangenen neun Spielen tauchte der Name des 29-jährigen Kärntners dagegen weder als Torschütze noch als Vorlagengeber auf dem Spielberichtsbogen auf.

Dabei surften die Flyers zwischenzeitlich auf einer Erfolgswelle und übernahmen sogar kurzzeitig die Tabellenführung in der Metropolitan Division. Raffl selbst konnte daraus allerdings kein Kapital schlagen, zumindest was seine persönliche Scorerpunktzahl anbelangt.

Damit setzte sich das Auf und Ab für den Villacher in dieser Saison fort. Bereits zu Beginn der Spielzeit 2017/18 machte er eine schwierige Phase durch. In den ersten 21 Begegnungen ging er komplett leer aus. Nach einer Umstellung der Flyers-Angriffsformationen platzte bei Raffl der Knoten. Coach Dave Hakstol hatte ihn in die zweite Sturmreihe zu Jakub Voracek und Valtteri Filppula beordert. Zwischen 22. November und 28. Dezember schoss er sechs Tore und bereitete fünf Treffer vor. Im neuen Jahr sind bislang sieben Punkte (vier Tore, drei Assists) hinzugekommen. Damit steht nun er bei insgesamt 18 Punkten aus 66 Einsätzen.

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Nach der Genesung einiger verletzter Stürmer modifizierte Hakstol seine Offensive erneut. Philadelphias Aufschwung tat das keinen Abbruch - ganz im Gegenteil. Die Mannschaft wurde dadurch noch einmal schlagkräftiger. Allerdings bedeutete das für Raffl die Versetzung in die dritte Reihe. Derzeit agiert er dort auf dem rechten Flügel, zusammen mit Center Scott Laughton und Linksaußen Taylor Leier. Laughton und Raffl weisen in der laufenden Hauptrunde übrigens exakt die gleiche Zahl an Einsätzen, Toren und Vorlagen auf.

Raffl spielt mittlerweile die fünfte Saison für den zweifachen Stanley-Cup-Champion. Seine Premiere feierte er am 12. Oktober 2013 im Match gegen die Detroit Red Wings. Seitdem absolvierte er 335 Begegnungen in der Hauptrunde und brachte es dabei auf 110 Zähler (61 Tore, 49 Vorlagen). In den Playoffs stehen für ihn weitere 13 Einsätze mit einem Tor und einem Assist zu Buche.

 

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Am Donnerstag kassierten die Flyers etwas überraschend die erste Niederlage in der regulären Spielzeit seit dem 1. Februar. Sie unterlagen im heimischen Wells Fargo Center den Carolina Hurricanes mit 1:4. Wenig erfolgreich verliefen auch die beiden anschließenden Partien am Wochenende. Am Samstag zog Philadelphia bei den Tampa Bay Lightning mit 6:7 nach Penaltyschießen den Kürzeren. Tags darauf verlor das Team bei den Florida Panthers mit 1:4.

Raffl blieb dabei trotz engagierter Leistung erneut ohne Scorerpunkt. Die nächste Gelegenheit, seine Blockade im Abschluss zu überwinden, hat er am Mittwoch im Heimspiel gegen die Pittsburgh Penguins. Manchmal genügt dafür ja ein einziger platzierter Handgelenkschuss.

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