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Top-Duo führt Oilers zu historischem Saisonstart

Connor McDavid und Leon Draisaitl setzen sich früh an die Spitze der Scorerwertung

von Christian Treptow @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Draisaitl mit der Rückhand

EDM@NYR: Draisaitl überwindet Lundqvist

Leon Draisaitl verlädt Henrik Lundqvist per Rückhand und baut die Führung der Oilers auf 3:1 aus

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Eines der Überraschungsteams zum Saisonstart in der NHL sind die Edmonton Oilers. Fünf Siege zum Auftakt der Runde lassen die die Oilers-Fans rund um den Globus feiern. Und mit der Siegesserie kommen natürlich fast automatisch neue Einträge in die Rekordbücher. 

So sind fünf Erfolge zum Start einer Spielzeit mit die zweitlängste Siegesserie in der Franchisegeschichte. Fünf Siege zum Auftakt gab es zuletzt 1985/86. Und mehr Siege (sieben) nur einmal - 1983/84. 

Damals hieß das dynamische Duo der Oilers Wayne Gretzky und Jari Kurri. Von diesen Dimensionen sind Connor McDavid und Leon Draisaitl natürlich noch weit entfernt. Die beiden tragen mit ihren Offensivleistungen das Team gerade auf ihren Schultern. McDavid hat schon zwölf Scorerpunkte auf dem Konto, Draisaitl nur einen weniger. 

 

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Teamgefährten mit elf Punkten oder mehr nach fünf Spielen, das gab es in den vergangenen 30 Spielzeiten nicht sehr häufig. Und auch hier reihen sich McDavid/Draisaitl in eine illustre Runde ein. Kevin Stevens (14)/John Mullen (12, Pittsburgh Penguins 90/91), Mario Lemieux (17)/Kevin Stevens (11, Pittsburgh Penguins 92/93), Mario Lemieux (13)/Jaromir Jagr (11, Pittsburgh Penguins 95/96), Patrick Marleau (13)/Joe Thornton (13, San Jose Sharks, 12/13) und Auston Matthews (12)/Morgan Rielly (12, Toronto Maple Leafs 18/19) brachten dieses Kunststück vorher zustande. 

Und auch was die Rekorde für einzelne Spieler angeht, setzt McDavid Maßstäbe. Er ist seit 1996/97 erst der siebte Spieler, der mindestens zwölf Scorerpunkte in den ersten fünf Partien verbucht. Auch hier ist die Liste der Vorgänger durchaus namhaft. Patrick Marleau (13, 2012/13), Joe Thornton (13, 12/13), Martin Havlat (12, 06/07), Phil Kessel (12, 2011/12), Auston Matthews (12, 18/19) und Morgan Rielly (12, 18/19) haben diese Marke erreicht. McDavid führt mit diesen zwölf Punkten auch die Scorerwertung der NHL vor Draisaitl an. 

Video: EDM@NJD: McDavid gleicht spät im Powerplay aus

Klar, dass bei solchen Scoringwerten auch das Team profitiert. So gelang den Oilers zum ersten Mal ein Sweep ein einer Serie von drei Spielen bei den drei Teams, die im Großraum New York angesiedelt sind: Ein 5:2 bei den New York Islanders am Dienstag, ein 4:3 nach Penaltyschießen bei den New Jersey Devils am Donnerstag und zum Abschluss ein 4:1 bei den New York Rangers am Samstag.

"Es zeigt, was wir für Jungs im Kader haben", meinte Torwart Mike Smith nach dem Sieg gegen die Rangers, bei dem er selbst 20 Paraden verbuchte. "Wir lassen uns nicht verunsichern. Wir finden verschiedene Wege, Spiele zu gewinnen. Jeder spielt beim Gewinnen eine große Rolle. So früh in der Saison ist das wichtig, dass das Team, die Organisation und die Jungs in der Umkleidekabine wissen, dass wir in engen Spielen bestehen können und dass wir zurückkommen können."

Doch Coach Dave Tippett legt Wert darauf, dass es nicht nur darum geht, Tore zu schießen. "Nachdem wir das dritte Tor geschossen hatten, haben wir nicht mehr viel zugelassen", sagte Tippett nach dem Erfolg bei den Rangers. "Die Jungs merken, was wir tun müssen, um zu gewinnen. Nur weil man 3:1 vorne liegt, muss man nicht auf ein 5:1 aus sein. Wir müssen einfach sicherstellen, dass das 3:1 bestehen bleibt. Es geht nur darum, Spiele zu gewinnen. Die zwei Punkte sind wichtiger, als wie viele Tore man schießt."

Ein wichtiger Baustein für den Erfolg der Oilers ist auch das Powerplay. Bei 17 Möglichkeiten hat Edmonton schon siebenmal getroffen. Das entspricht einer Quote von 41,2 Prozent, der zweitbeste Wert in der Liga.

Video: EDM@NYI: Neal schießt vier Tore gegen Islanders

Da gehört auch ein bisschen Glück dazu. Wie beim Treffer von McDavid im Madison Square Garden. Sein Schuss von hinter der Torlinie prallte von Rangers-Verteidiger Jacob Trouba ab ins Tor. Doch dieses Glück muss man sich verdienen. 

Ein weiterer Faktor ist James Neal. Der Stürmer hat mit sieben Toren in fünf Spielen jetzt schon genau so viele Treffer auf dem Konto wie in der vergangenen Saison in 63 Spielen mit Calgary.

Die Oilers haben in diesen fünf Siegen nicht immer von der ersten bis zur letzten Minute überzeugt. "Es ist schön, dass wir noch ungeschlagen sind. Aber da waren auch ein paar Partien dabei, in denen wir schlampig gespielt haben. Vielleicht haben wir den einen oder anderen Sieg auch nicht verdient. Aber wir haben Wege gefunden, zu gewinnen. Wir müssen weiter besser werden und zu unserem Spiel finden", meinte McDavid. Vor allem bei den zwei Heimspielen zum Auftakt - 3:2 gegen die Vancouver Canucks und 6:5 gegen die Los Angeles Kings - war die Verteidigung nicht immer sattelfest.

 

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Aber die Oilers haben in den bisherigen fünf Spielen auch gezeigt, dass sie sich von Rückständen nicht unterkriegen lassen. Denn in jeder Partie lag Edmonton in dieser Spielzeit 0:1 zurück. Und dass sie das jedes Mal gedreht haben, ist ein weiterer NHL-Startrekord. Viermal hatten das zuvor die Los Angeles Kings (88/89) und die Nashville Predators (05/06) geschafft. 

"Wir sind früh in Rückstand geraten. Aber es war noch viel Zeit übrig", meinte Tippett nach dem 4:1 gegen die Rangers. "Wir machen uns da keine großen Gedanken. Wir schauen nur, dass wir gut spielen. Wir haben unseren Job gemacht und einen Weg gefunden zu gewinnen." 

Doch die Oilers wissen auch, dass sie sich für die Rekorde am Anfang der Saison nichts kaufen können. "Der Start ist eine Sache, aber wir wollen uns mit diesen Rekorden am Ende der Saison messen", sagte McDavid. 

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