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Matt Murray überzeugt mit Marc-Andre Fleury im Rücken

von Stefan Herget / NHL.com

Es hätte keinen besseren Zeitpunkt für den Auftritt von Matt Murray geben können, als in Spiel 3 der Eastern Conference Zweitrundenserie seiner Pittsburgh Penguins gegen die Washington Capitals. Der 21-jährige Torhüter liefert mit 47 Saves ein tolles Spiel ab und sorgte dafür, dass die Capitals lediglich zwei Mal trafen und so mit 2-3 den Kürzeren zogen. Die Penguins führen deshalb in der Best-of-7 Serie mit 2-1 nach Spielen.

Dass Murray Talent hat und Großes auch in schwierigen Situationen leisten kann, war vorher schon klar, doch mit der Leistung vom Montag, just in dem Moment, als sich die etatmäßige Nummer 1 Marc-Andre Fleury von seiner Gehirnerschütterung zurückmeldete, setzte er noch die Krone auf.

Mit seiner Leistung setzte er ein deutliches Zeichen nicht gewillt zu sein, den Platz zwischen den Pfosten freiwillig wieder herzugeben. Für Penguins Trainer Mike Sullivan ist die komfortable Situation entstanden, einen Torhüter mit einem Lauf zu haben, aber gleichzeitig zu wissen, große Qualität als Backup auf der Bank sitzen zu haben.

"Ich denke [Murray] war überragend und die Mehrzahl der Schüsse kamen zustande, weil sie die ganze Zeit den Puck hatten und wir nicht", sagte Sullivan. In der Tat war Washington nahezu die gesamte Partie am Drücker, doch es dauerte bis zur 49. Minute, ehe Capitals Superstar Alex Ovechkin sein erstes Tor der Serie zum 1-3 Anschlusstreffer mit einen Schlagschuss erzielen konnte.

Es war verzeihlich, dass Murray bei dem ohne Zweifel platzierten Schuss, aber mit freier Sicht und aus größerer Distanz die Fanghand nicht schnell genug hochbrachte, um den Einschlag zu verhindern.

"[Murray] war den ganzen Abend fantastisch", musste auch Fleury anerkennen, der erstmals seit seiner am 31. März erlittenen zweiten Gehirnerschütterung innerhalb dieser Saison wieder auf der Ersatzbank Platz nahm. "Er hielt uns im Spiel, so viel ist sicher."

Der 31-jährige Kanadier ist fit, muss sich jedoch wohl weiterhin mit der Zuschauerrolle begnügen. Dabei sah es schon so aus, als ob er in der ersten Runde gegen die New York Rangers in Spiel 1 hätte auflaufen können, als Murray ebenfalls außer Gefecht war.

Am Ende des Tages durfte Jeff Zatkoff ins Tor und zeigte 35 Saves in einem 5-2 Sieg mit Tristan Jarry als sein Backup. Fleury sagte später, er wäre frustriert gewesen, dass er nicht spielen konnte, weil er das Gefühl hatte, seine Regeneration würde ewig dauern.

Fleury stellte das Training zu seiner Schonung wieder ein und Murray kehrte von seiner Gehirnerschütterung zurück, wurde ab Spiel 3 der Starter und die Penguins eliminierten die Rangers in fünf Spielen.

Nun hat Murray eine Bilanz von 5-1 in den Stanley Cup Playoffs und erlaubte weniger als drei Gegentreffer in vier von seinen sechs Playoff Starts. Mit der Performance in Spiel 3 schraubte er seine Werte in den Playoffs auf einen Gegentorschnitt pro Spiel von 1,74 und 94,4 Prozent Fangquote.

Selbst Gästetrainer Barry Trotz musste eingestehen, dass Murray ein Klassespiel abgeliefert hatte: "Ich denke Murray war richtig gut im Ersten. Ich denke er war das ganze Spiel gut, da gibt es keine Frage. Er ist der Grund, warum sie erfolgreich sind."

Schwer vorstellbar, dass Sullivan ohne Not nun seinen Torhüter wechselt. Fleury wird sich zunächst mit dem zweiten Glied zufrieden geben müssen. Allerdings gut möglich, dass er schon bald zum Einsatz kommen wird.

"Die letzten paar Tage lief es immer besser", sagte Fleury über seinen Fortschritt. "Ich fühle mich jetzt gut." Er betonte, dass die Penguins auf ihn zählen könnten, wenn sie ihn benötigen würden. Seine Rolle derzeit sieht er pragmatisch: "Nur einfach trainieren mit den Jungs und sie anfeuern."

Die Zeit von Fleury in den Playoffs wird sicher noch kommen.

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