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Bundestrainer Marco Sturm äußert sich zu NHL Themen

Der ehemalige NHL-Stürmer schreibt in seiner exklusiven Kolumne über die NHL, Teams und Spieler

von Marco Sturm / exklusiv für NHL.com/de

Marco Sturm hat zwar nie den Stanley Cup gewinnen können, aber er hat als Deutscher in der NHL die meisten Spiele absolviert und Punkte geholt. Von 1997 bis 2012 war er in der NHL für sechs Mannschaften aktiv und hat 938 Spiele in der regulären Saison und 68 Playoffspiele gespielt. Der heutige deutsche Bundestrainer mit festen Wohnsitz in Florida wird in einer regelmäßigen Kolumne exklusiv für NHL.com/de seine Ansichten zu Teams, Spielern und brennenden Fragen teilen.

Hier die nächste Ausgabe:

Zuletzt ist die NHL in Deutschland wieder einmal größer in den Fokus geraten, als die engere Kooperation zwischen den Eisbären Berlin und den Los Angeles Kings durch Veröffentlichung in der Presse bekannt wurde. Zu diesem Thema kann ich nicht so viel sagen, weil ich die internen Details nicht kenne, aber ich gehe davon aus, dass die Anschütz-Gruppe unbedingt will, dass die Eisbären wieder oben in der DEL mitspielen und in naher Zukunft wieder Deutsche Meisterschaften feiern können. Das könnte ein wichtiger Schritt dazu sein.

Die Trading Deadline war in dieser Woche ein großes Thema. Allerdings haben sich die Mannschaften doch sehr zurückgehalten. Der Trade von Torhüter Ben Bishop von den Tampa Bay Lightning zu den Kings war für mich die größte Überraschung. Nun gut, Jonathan Quick war zwar lange Zeit verletzt, aber trotzdem haben sie in ihm einen guten Torhüter und dass sie jetzt noch einmal eine neue Nummer Eins verpflichten, war sicher nicht zu erwarten.

Ein Sieger der Trading Deadline sind für mich die Washington Capitals. Sie waren schon vor der Trading Deadline die beste Mannschaft und haben jetzt mit Kevin Shattenkirk von den St. Louis Blues noch einen der besten Offensiv-Verteidiger der Liga geholt. Mit ihnen ist in den Playoffs dieses Jahr definitiv wieder zu rechnen und es sollte ihnen die Erfahrung des letzten Jahres, als sie gegen die Pittsburgh Penguins ausschieden, weil sie nicht ihr bestes Eishockey spielten, zugutekommen.

Die Verlierer der Trading Deadline sind wie meistens diejenigen, die zu diesem Zeitpunkt schon so ziemlich aus dem Play-Off-Rennen heraus sind. Das heißt die Vancouver Canucks zum Beispiel oder die Arizona Coyotes. Für sie ist es sehr negativ, weil sie ihre Spieler zur Trading Deadline schon für Draft-Picks oder junge Spieler hergeben.

Apropos junge Spieler. Connor McDavid von den Edmonton Oilers führt die NHL nach Punkten an, Patrik Laine von den Winnipeg Jets und Auston Matthews von den Toronto Maple Leafs sind Superstar Sidney Crosby bei den Toren auf den Fersen. Alle drei sind absolut die kommenden Stars der NHL. Laine und Matthews haben bisher überraschender Weise schon in ihrer ersten Saison absolut überzeugt. Wir werden hier in der NHL in den nächsten Jahren noch viel Freude mit den Jungs haben.

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