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Bundestrainer Marco Sturm äußert sich zu NHL Themen

Der ehemalige NHL-Stürmer schreibt in seiner exklusiven Kolumne über die NHL, Teams und Spieler

von Marco Sturm / exklusiv für NHL.com/de

Marco Sturm hat zwar nie den Stanley Cup gewinnen können, aber er hat als Deutscher in der NHL die meisten Spiele absolviert und Punkte geholt. Von 1997 bis 2012 war er in der NHL für sechs Mannschaften aktiv und hat 938 Spiele in der regulären Saison und 68 Playoffspiele gespielt. Der heutige deutsche Bundestrainer mit festen Wohnsitz in Florida wird in einer regelmäßigen Kolumne exklusiv für NHL.com/de seine Ansichten zu Teams, Spielern und brennenden Fragen teilen.

Hier die erste Ausgabe:

Bedeutend für das deutsche Eishockey war Ende Januar die Vertragsverlängerung von Thomas Greiss bei den New York Islanders um drei Jahre. Für ihn ist es eine Bestätigung seiner guten und soliden Leistungen in den beiden letzten Jahren und davor. Ich denke, dass sie also mit ihm als neue Nummer eins planen und wie er es auch diese und letzte Saison bewiesen hat, hat er absolut das Zeug dazu. Und wir alle sind sehr zuversichtlich, dass er das auch schaffen kann.

Dass Jaroslav Halak ins Farmteam heruntergeschickt wurde war eher überraschend und ich denke nicht, dass jemand vor der Saison damit gerechnet hat, zumal er beim World Cup of Hockey für Team Europa so stark gehalten hatte. Aber ich die Hintergründe der Entscheidung werden der Öffentlichkeit wohl verwehrt bleiben.

Den Islanders traue ich durchaus zu, dass sie mit ihrem Lauf die Playoffs noch erreichen. Das ist sehr gut möglich, ich glaube aber bis jetzt haben noch alle Mannschaften bis auf die Colorado Avalanche und die Arizona Coyotes die Möglichkeit die Playoffs zu erreichen, denn es sind auch noch sehr viele Spiele zu absolvieren. Die Islanders sind seit dem Trainerwechsel gut in Form und haben sicherlich das Zeug dazu dass sie unter die ersten Acht kommen.

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Die Situation von Tom Kühnhackl bei den Pittsburgh Penguins ist derzeit schwierig. Es ist sicherlich keine einfache Situation für Tom. Durch den Gewinn des Stanley Cups und viel Eiszeit in der letzten Saison ist es nun genau umgekehrt. Es ist ein hartes Geschäft und man muss sich immer beweisen und das muss Tom jetzt leider auch miterleben. Aber er wird hart arbeiten und ich denke auch, dass ein Tom Kühnhackl in der Zukunft wieder eine große Rolle in Pittsburgh spielen wird.

Mit Markus Eisenschmid hat ein weiterer Deutscher bei den Montreal Canadiens einen
NHL-Vertrag unterzeichnet. Seine Entwicklung schätze ich sehr sehr positiv ein. Er war schon einer der besseren Junioren-Nationalspieler und wir freuen uns über seine tolle Entwicklung hier in Nordamerika. Er hat sich mit einem Vertrag dafür belohnt. Ich werde ihn hier weiter verfolgen und hoffe, dass er eines Tages auch für A-Nationalmannschaft zur Verfügung steht.

Erwartungsgemäß hat es für einen deutschen Spieler nicht für einen Platz unter den 100 großartigsten NHL-Spielern gereicht. Unter den Top 100 zu sein, ist eine tolle Sache und eine große Ehre. Vor allem wenn man bedenkt, dass es dabei um die 100 besten Spieler der NHL geht.

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