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Luongo inspiriert die Panthers auch nach seinem Karriereende

Die Zeremonie zur Ehrung der Torhüterlegende trieb Florida am Samstag zum Sieg und näher an Playoffs

von Alexander Gammel @nhlde / NHL.com/de Freier Autor

Luongos Nr. 1 unters Dach gezogen

MTL@FLA: Panthers sperren Luongos Nr. 1

Roberto Luongo ist der erste Panthers-Spieler, dessen Nummer gesperrt ist; sein Trikot mit der Nr. 1 wird vor dem Spiel unters Dach gehievt

  • 05:30 •

Am Samstag ehrten die Florida Panthers einen legendären Spieler, der wohl für immer einen wichtigen Platz in der Franchise-Geschichte und der gesamten NHL-Historie einnehmen wird. Die Nummer eins von Torwart Roberto Luongo wurde in einer Zeremonie vor dem Spiel gegen die Montreal Canadiens unter das Hallendach des BB&T Centers gezogen und wird in Zukunft nicht mehr vergeben. Luongo war über Jahre hinweg eine prägende Figur für die Panthers und scheint am Samstag einmal mehr seine Magie für die Panthers zum Einsatz gebracht zu haben.

"Ihr Jungs seid eine großartige Truppe und ich bin stolz auf euch und ich denke, dass wir gerade jetzt an uns glauben und das Spiel genießen müssen", wandte er sich an die Mannschaft der Panthers.

Luongo beendete im Sommer nach 20 Saisons in der NHL seine Karriere. Elf dieser 20 Spielzeiten verbrachte er im Trikot der Panthers. Er ist der Torwart mit den zweitmeisten Spielen (1044) nach Martin Brodeur, den drittmeisten Siegen (489) und den neuntmeisten Shutouts der NHL-Geschichte.

Seine Worte zeigten offenbar Wirkung. Die Panthers beendeten eine Serie von vier Spielen ohne Sieg und sammelten mit einem 4:1 gegen die Canadiens wichtige Punkte im Rennen um die Stanley Cup Playoffs. Angespornt von Luongos Zeremonie kämpften sich die Panthers mit dem Sieg bis auf drei Punkte an die zweite Wildcard der Eastern Conference heran.

Es war ein ausgeglichenes Spiel und ein hartes Stück Arbeit für die Panthers, am Ende stehen aber zwei Punkte. Nach 30 torlosen Minuten traf Lucas Wallmark zum 1:0, MacKenzie Weegar und Jonathan Huberdeau erhöhten zu Beginn des dritten Drittels und Mike Hoffman traf nach einem Tor von Jake Evans für die Canadiens das leere Tor. Zwischen den Pfosten, auf Luongos alter Position, trug Chris Driedger mit 33 Saves zum Erfolg seiner Mannschaft bei.

"Wir haben immer wieder gesagt: Lasst es uns für Roberto tun", betonte Verteidiger Aaron Ekblad die Bedeutung von Luongos Zeremonie für das Spiel. "Driedger hatte natürlich einen genialen Abend, einige Jungs haben wichtige Tore geschossen und wir haben bei doppelter Unterzahl entscheidende Schüsse geblockt. Daraus können wir die ganze Saison Energie ziehen.

"Roberto bedeutet hier in Florida allen sehr viel", betonte Panthers-Trainer Joel Quenneville vor dem Spiel. "Er hat im Laufe seiner Karriere großartige Arbeit geleistet. Er ist großartig für unseren Sport. Er ist großartig für die Liga und für die Gemeinschaft der Torhüter. Er hat diese Ehre verdient."

 

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Die Feierlichkeiten zu seinen Ehren könnten sich nun als Wendepunkt in der Saison der Panthers erweisen. Das Team trudelte durch die jüngste Negativserie einer frühen Sommerpause entgegen. Durch den Sieg gegen die Canadiens, einen direkten Konkurrenten um die Playoffs, sind sie wieder mitten im Playoff-Kampf.

"Dieses Momentum müssen wir jetzt nutzen, um wieder einen positiven Kurs einzuschlagen", erklärte Quenneville nach dem Spiel. "Vor uns liegt eine großartige Gelegenheit, die müssen wir jetzt nutzen."

Die Panthers bewiesen diese Saison bereits phasenweise, dass sie ein ernstzunehmender Kandidat für die Endrunde sind. Zwischenzeitlich stellten sie die beste Offensive der Liga und erkämpften sich einen Platz unter den drei besten Teams der Atlantic Division. Mit 76 Punkten aus 68 Spielen (34-26-8) liegen sie nun auf Rang elf der Eastern Conference und Rang vier der Division. Sie sind nicht nur drei Punkte von der Wildcard entfernt, sondern auch von den Toronto Maple Leafs, die den dritten Platz der Division belegen. Die Playoffs sind 14 Spiele vor Ende der regulären Saison also definitiv noch in Reichweite.

Für die Panthers wäre es die erste Teilnahme an den Playoffs seit der Saison 2015/16 und erst die dritte seit der Saison 2000/2001. 1995/96 feierten sie ihren größten Erfolg, als sie in das Stanley Cup Finale einzogen, das sie allerdings in vier Spielen gegen die Colorado Avalanche verloren. Es war das einzige Mal, dass sie über die erste Runde hinauskamen.

Nun haben sie eine echte Chance sich erneut an dem harten Weg zum Stanley Cup zu versuchen. Mit Spitzenspielern wie Mike Hoffman, Jonathan Huberdeau und Aleksander Barkov gehören sie zu den torgefährlichsten Teams der Liga, in der Abwehr stehen große Namen wie Keith Yandle, Aaron Ekblad und Anton Stralman und im Tor hat Luongo im derzeit verletzten Sergei Bobrovsky einen würdigen Erben. Die Panthers haben ihren stärksten Kader seit langem und eine echte Chance, die Energie aus Luongos Abend zu nutzen und mit diesem Schwung in die Playoffs zu ziehen.

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