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Lundqvist könnte für die Rangers Spiel 2 bestreiten

NHL.com @NHL

PITTSBURGH -- Ein positives Zeichen für die New York Rangers ist, dass Torwart Henrik Lundqvist am Freitagstraining teilgenommen hat und keine Probleme mit den Augen hatte. Nun müssen die Rangers noch abwarten, ob sein verletztes rechte Auge 100 Prozent in Ordnung ist, bevor sie entscheiden, ob er bei Spiel 2 der Eastern Conference Erstrundenserie gegen die Pittsburgh Penguins am Samstag (3 p.m. ET; NBC, CBC, TVA Sports) von Beginn an im Tor stehen kann.

Lundqvist war bei 111 Stanley Cup Playoff Spiele der Rangers in Folge im Kasten gestanden.

Pittsburgh führt in der Best-of-7 Serie mit 1-0. Sie bezwangen die Rangers mit 5-2 Toren in Spiel 1.

"[Lundqvist] konnte trainieren [Freitag]. Seine Situation entscheiden wir am Spieltag [Samstag]", sagte Vigneault. "Jeder wollte sehen wie er mit der Belastung im Training zurechtkommt und die Entscheidung wird am Spieltag fallen."

Lundqvist, dessen rechtes Auge leicht geschwollen und schwarz unterlaufen war, sprach davon, dass er sich während des Trainings gut gefühlt habe und erfreut war, wie gut es gelaufen sei. Er erzählte, dass am Donnerstag beim Besuch eines Augenspezialisten keine Beschädigung des Auges festgestellt wurde.

"Die Schwellung ist das eher unangenehme", sagte Lundqvist. "Wir werden das von Tag zu Tag weiterverfolgen. Das Training verlief gut und ich hatte keine Sichtprobleme."

Lundqvist verletzte sich am Mittwoch in Spiel 1, als im ersten Drittel noch 48,2 Sekunden zu spielen waren. Die Kelle von Verteidiger Marc Staal war durch seine Torwartmaske gedrungen und hatte ihn am rechten Auge getroffen.

Lundqvist blieb bis zum Ende des ersten Drittels im Tor, kassierte einen Treffer von Patric Hornqvist und wurde zu Beginn des Mittelabschnitts durch Antti Raanta ersetzt. Raanta, der bei der 2-5 Niederlage 16 Saves verbuchen konnte, wird am Samstag starten, sollte Lundqvist nicht spielen können. Magnus Hellberg wurde von Hartford aus der American Hockey League in den Kader als Backup, so Lundqvist nicht zur Verfügung stünde, berufen.

"Es ist schon deutlich besser", sagte Lundqvist. "Nach dem Schlag sah ich alles sehr verschwommen und das fokussieren fiel mir schwer. Darum habe ich das Spiel verlassen. Über die Nacht wurde es schon besser, dementsprechend hatte ich ein gutes Gefühl [Donnerstag]. Doch selbstverständlich wollte ich zu einem Spezialisten gehen, um mir versichern zu lassen, dass das Auge nicht verletzt ist. So wie mich der Schläger traf, kann ich froh sein, dass nicht mehr passiert ist. Nachdem es geschehen war, gingen mir für 20 bis 30 Sekunden richtig schlechte Gedanken durch den Kopf. Die Art und Weise wie es passiert ist, war wirklich sehr beängstigend."

Lundqvist erzählte, dass er große Schmerzen hatte und benommen wurde.

"Bevor du nicht deine Augen aufmachst, weist du nicht was tatsächlich sein wird. Genau das waren diese 20 bis 30 beängstigende Sekunden", sagte er. "Ich war mir nicht sicher. Doch dann öffnest du die Augen und langsam fühlt sich alles wieder normal an."

Lundqvist sagte, dass es seine Entscheidung war bis zum Ende des ersten Drittels im Tor zu bleiben. Er wollte nicht, dass Raanta in die schwierige Situation kommt, spät im Drittel kalt ins Tor zu müssen. Auch durch die Behandlung von Trainer Jim Ramsay, unter anderem mit Augentropfen, hat sich sein Zustand schnell verbessert.

Lundqvist glaubt nicht, dass er das Tor von Hornqvist, ein Schuss vom Slot durch die Schoner, auch nicht hätte verhindern können, wenn sein Auge 100 Prozent gewesen wäre.

"Es war schwierig, es waren auch schreckliche Minuten für mich", sagte Lundqvist. "Doch es war meine Entscheidung. Als ich mit dem Trainer sprach, glaubte ich, dass es richtig ist im Spiel zu bleiben. Ich habe das wirklich geglaubt. Als es ins zweite Drittel ging, war ich der Meinung, dass es vor allem für die Mannschaft besser wäre, wenn Antti spielt. Es ist wichtig, dass man sich nicht vor die Mannschaft stellt. In diesem Moment, als noch eine Minute zu spielen war, dachte ich es wäre das Beste im Spiel zu bleiben. Ich weiß nicht, ob ich den Puck gehalten hätte, wenn nichts passiert gewesen wäre, doch es ist einfach hier zu sitzen und die Antworten darauf zu finden."

Lundqvist erzählte, dass er während der Pause versucht habe sich fürs Spiel vorzubereiten, doch dann nahm die Schwellung zu und er konnte nicht mehr klar sehen.

"Für einen Torwart ist das wichtig", sagte er. "Du musst schnell bewegende Objekte fokussieren können. Also habe ich wenige Minuten vor dem zweiten Drittel versucht zu fokussieren, was aber für einen Einsatz nicht ausreichend möglich war."

Am Freitag konnte er trainieren und seine Teamkollegen hatten den Eindruck, dass er scharf sah.

"Er wirkte normal", sagte Center Derick Brassard. "Für ihn war es ein normales Training."

Es ist die zweite eigenartige Verletzung von Lundqvist in den vergangenen 15 Monaten und beide stehen im Zusammenhang mit seiner Maske.

Am 31. Januar 2015 hatte er sich in einem Spiel gegen die Carolina Hurricanes verletzt, nachdem ihn ein Schuss am Hals getroffen hatte. Zuvor hatte Rangers Verteidiger Ryan McDonagh mit dem Schläger Lundqvist's Maske angehoben, so dass sein Nacken ungeschützt war. Lundqvist blieb im Spiel, bestritt auch das nächste, doch die hinzugezogenen Ärzte bekundeten ihm, dass bei einem weiteren Schlag, das Risiko eines Blutgerinsels bestünde.

Er verpasste 25 Spiele.

Lundqvist sagte, dass er noch nie einen solchen Unfall wie am Mittwoch gehabt habe, dass ein Schläger durch seine Maske kam. Er sagte auch, dass er wegen seiner Ausrüstung nicht beunruhigt sei, da die Verletzungen unglückliche Zufälle waren.

"Über die ganzen Jahre hinweg, habe ich nicht viele solcher Unfälle gesehen", sagte er. "Unfälle passieren. Verletzungen passieren. Ich fühle mich als Torwart sehr gut geschützt. Für mich ist das kein Thema. Natürlich hat es mich innerhalb eines Jahres so verrückt getroffen, doch ich empfinde meine Ausrüstung immer noch als gut und es gibt daran nichts zu verändern."

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