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Auf und ab in L. A.

Die Leistung der Los Angeles Kings schwankt in der bisherigen Saison stark, doch jüngst kletterten sie auf Platz 3 der Division

NHL.com @NHL

Die Los Angeles Kings starteten mit großen Erfolgen in dieses Jahrzehnt. In den Saison 2011-12 und 2013-14 holten sie zwei Mal den Stanley Cup und erreichten in der Saison zwischen ihren beiden Titeln das Conference Finale, das sie schließlich gegen die Chicago Blackhawks, den späteren Stanley Cup Sieger, verloren. Doch in den letzten beiden Saisons schwächelten sie.

In der Saison nach ihrem letzten Titel konnten sie sich nicht qualifizieren, letzte Saison schafften sie zwar den Sprung in die Playoffs, scheiterten dort aber bereits in der ersten Runde gegen die San Jose Sharks, die es bis ins Finale schaffen sollten.

Die bisherige Saison 2016-17 war für die Kings ein ständiges Auf und Ab. Sie starteten mit drei Niederlagen, gefolgt von vier Siegen. Darauf folgten zwei weitere Serien von je drei Niederlagen und Siegen. Seit dem 10. November schien es wieder bergab zu gehen, mit vier Niederlagen in Folge, ihrer schlechtesten Serie der Saison. Doch in letzter Zeit scheinen sie sich wieder zu erholen, immerhin kletterten sie mit drei Siegen auf Platz drei der Pacific Division.

Das ist umso beachtlicher, wenn man bedenkt, dass sie in den letzten fünf Spielen ohne ihren Kapitän Anze Kopitar auskommen mussten, der unter einer Oberkörperverletzung leidet. "Er fehlt uns wirklich. Ohne ihn haben wir keinen linkshändigen Center", stellte Trainer Darryl Sutter fest. Außerdem mussten sie die gesamte Saison auf Marian Gaborik verzichten, der im Halbfinale des World Cup of Hockey 2016 von einem Schuss seines damaligen Teamkollegen Mats Zuccarello am Fuß getroffen wurde und seitdem verletzt ist. Doch sie haben einige Spieler, die diese Ausfälle in der Offensive kompensieren. Der 24-jährige Tanner Pearson ist mit sieben Toren und vier Assists auf dem Weg zu seiner besten Saison, genau wie Alec Martinez mit drei Toren und zwölf Punkten.

Jeff Carter ist erwartet stark und führt das Team mit neun Toren und 17 Punkten an. "Er trug das ganze Team auf seinen Schultern", erklärte Trainer Darryl Sutter nach dem Sieg gegen die New Jersey Devils. "Er zeigt echte Führungsqualitäten und tut uns wirklich gut."

Peter Budaj leistet im Tor einen soliden Rückhalt für sein Team, wobei er auch dadurch unterstützt wurde, dass lediglich die San Jose Sharks weniger Schüsse kassieren. Allerdings stand er bei 18 der 20 Spiele der Kings auf dem Eis. Ob er diese Belastung über eine volle Saison aushält, ist zumindest fraglich. Schließlich trug er noch nie mehr als 57 Partien in einer Saison aus und liegt derzeit nur hinter Cam Talbot von den Edmonton Oilers, was die Einsatzzeit angeht. Eine weitere Stärke des Teams aus Los Angeles ist ihr physisches Spiel. Kein Team der Liga teilt mehr Checks aus.

Video: LAK@ANA: Budaj ist bei einem Onetimer zur Stelle

Können sie die Form ihrer Siegesserie auch über mehr als drei Spiele halten, dann haben sie gute Chancen diese Saison wieder in die Playoffs zu kommen und möglicherweise an ihre Erfolge der jüngeren Vergangenheit anknüpfen, doch gerade das scheint sie in dieser Saison vor Probleme zu stellen. Die Formschwankungen, die sie bisher zeigten, könnten sie auch dieses Jahr wieder die Playoffs kosten, besonders, wenn sie ihren ersten Torwart überlasten.

 

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