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Kings krönen ihren Road-Trip

Zurück zu alter Stärke: Los Angeles beeindruckt auswärts mit starker Defensive und Goaltending

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

Die Los Angeles Kings sind wieder da: Mitte November hatte L.A. drei Spiele in Folge verloren und die Tabellenführung in der Pacific Division zwischenzeitlich an die Vegas Golden Knights abgetreten. Seitdem hat sich in der "Stadt der Engel" vieles zum Guten gewendet: Die Kalifornier feierten fünf Siege in Serie, holten aus ihrem Vier-Spiele-Roadtrip die Maximalausbeute und grüßen in ihrer Division wieder von ganz oben die Konkurrenz. Für den Aufschwung sorgten dabei vor allem die Alt-Meister der Kings und bewährte Tugenden.

Nach einem 2:1 n.P. gegen den Lokalrivalen Anaheim Ducks begab sich Los Angeles auf einen Vier-Spiele-Roadtrip. Eine Reise mit durchschlagendem Erfolg: Bei den Detroit Red Wings (4:1), Washington Capitals (5:2), St. Louis Blues (4:1) und jüngst auch bei den Chicago Blackhawks (3:1) verließen die Kings das Eis als Sieger und holten die Maximalausbeute von acht Punkten. Mit nun fünf Siegen in Serie ist L.A., zusammen mit den Dallas Stars und den Montreal Canadiens, die heißeste Mannschaft in der NHL.

Die Defensive steht wieder

In dieser erfolgreichen Zeit besannen sich die Kalifornier wieder auf ihre Tugend, die sie schon vor der Durststrecke im November stark gemacht hatte - die Defensive. In den letzten fünf Partien kassierte Los Angeles nur sechs Gegentore (1,2 Gegentreffer pro Spiel) und zeigte sich enorm effektiv beim Penalty Killing: Die Kings überstanden 15 von 16 Unterzahl-Situationen und weisen damit eine überragende PK-Quote von 93,8 Prozent aus.

Video: LAK@CHI: Quick entschärft den Versuch von Forsling

Viel Hilfe von den Goalies

Eine entscheidende Rolle bei den Erfolgserlebnissen spielten auch die Torhüter. Jonathan Quick hat zurück zu alter Stärke gefunden und ist wieder zum großen Sieggaranten in L.A. avanciert. Der 31-jährige US-Amerikaner startete in vier der fünf Spiele, bekam in diesen 104 Schüsse auf sein Tor und parierte 99 davon (95,2 Prozent Fangquote). Sein Backup, Darcy Kuemper, stand dem Stammkeeper in Nichts nach: Der 27-jährige Kanadier, der im Sommer von den Minnesota Wild kam, durfte in St. Louis beginnen und verblüffte mit 39 Saves und einer Fangquote von 97,5 Prozent. Während der Siegesserie war bei den Kings also auf beide Goalies voll Verlass.

Doughty, Kopitar, Brown: Die Alt-Meister drehen auf

Neben Quick wussten auch drei weitere Alt-Meister zu glänzen, die in den Jahren 2012 und 2014 den Stanley Cup gemeinsam nach Los Angeles gebracht hatten: Verteidiger Drew Doughty (27) sowie die Stürmer Anze Kopitar (30) und Dustin Brown (33).

Doughty ist der große Stabilisator in der Defensive, er erhielt in den letzten fünf Partien durchschnittlich 27:18 Minuten Eiszeit, kam auf einen Plus-Minus-Wert von +8 und lieferte zudem vier Torvorlagen ab.

Video: LAK@DET: Kopitar schließt im PP tolles Passspiel ab

Kopitar, einer der besten Mittelstürmer der Liga, sammelte in diesem Zeitraum vier Treffer, zwei Assists und bringt es auf eine Plus-Minus-Bilanz von +6.

Der physisch starke Flügelangreifer Dustin Brown - mit insgesamt schon 76 Hits der checkfreudigste Spieler bei L.A. - trat mit drei Toren einem Assist und +5 in Erscheinung. Beim jüngsten Sieg in Chicago gelang Brown zum fünften Mal in dieser Saison mehr als ein Scorerpunkt pro Spiel und zudem auch noch der Siegtreffer - der perfekte Abschluss eines erfolgreichen Roadtrips.

Große Playoff-Sehnsucht

Die jüngsten Auftritte der Kings wecken große Hoffnungen, den Playoff-Durst in dieser Saison stillen zu können. Seit dem Stanley-Cup-Sieg 2014 konnte Los Angeles keine einzige Playoff-Runde mehr für sich entscheiden und scheiterte in zwei der letzten drei Spielzeiten an der Qualifikation für die Endrunde. Die wiedererlangte Defensivpower (61 Gegentore, zweitbeste Abwehr der NHL), die neue Auswärtsstärke (10-3-1, kein Team feierte mehr Siege auf fremdem Eis) und die aufdrehenden Alt-Meister haben Los Angeles wieder auf den Spitzenplatz in der Pacific Division gehoben. Und das, trotz des Fehlens von Vorjahres-Top-Scorer Jeff Carter (32, Knöchelverletzung seit dem 18. Oktober). 

Setzten sich die Kings am Ende wieder die Krone auf?

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