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Sturm im Gespräch vor NHL Stadium Series

Kings-Co-Trainer im exklusiven Interview über den Event, die Herausforderung und die großartigen deutschen NHL-Spieler

von Stefan Herget @NHLde / NHL.com/de Freier Chefautor

Die Los Angeles Kings können bei der Navy Federal Credit Union Stadium Series 2020 gegen die Colorado Avalanche im U.S. Air Force Academy's Falcon Stadion von Colorado Springs am Samstag (So. 2 Uhr MESZ; NHL.tv) befreit aufspielen und den Moment uneingeschränkt genießen. Aufgrund der Tabellenkonstellation als Letzter der Western Conference mit 19 Punkten Rückstand haben sie kaum noch Chancen auf das Erreichen der Stanley Cup Playoffs und können ohne Druck antreten.

So sieht es auch Co-Trainer Marco Sturm, wie er im exklusiven Interview mit NHL.com/de am Freitag vor dem Training für den Event verriet. Aber auch andere Themen, wie die Auswirkung der Höhe im 1.836 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Spielort oder seine Meinung über die Entwicklung der deutschen Spieler in der NHL und die Aussicht auf weitere Spieler aus Deutschland waren ein Thema.

Was für ein Gefühl ist es bei einem Spiel im Freien dabei zu sein?

"Es bringt sehr viel Spaß. Ich habe schon ein paar als Spieler mitgemacht und jetzt das erste Mal als Trainer. Es war immer etwas Besonderes. Es ist ein spezieller Moment und ein spezielles Spiel. Früher als Spieler und jetzt als Trainer versucht man nur es so viel zu genießen, wie man kann."

Wie ist die Erfahrung als Spieler und jetzt als Trainer dabei zu sein? Sie sollte etwas anders sein, oder? 

"Die Erfahrung ist eine andere, aber der Tag vorher wie heute, ist ähnlich. Man fährt zur Eisfläche und hat eine Trainingseinheit. Dann das Eislaufen mit der Familie, das ist besonders. Man kann es also nicht nur als Individuum, sondern zusammen mit seiner Familie genießen. Morgen ist es ein anderes Spiel, aber es geht nur darum zwei Punkte zu holen. Klar sind hier viel mehr Zuschauer und ein größeres Interesse, doch am Ende geht es um zwei Punkte. Das ist der Hauptfokus."

 

[Klicke hier für die komplette Berichterstattung der Stadium Series 2020 von NHL.com/de]

 

Die Saison in Los Angeles läuft nicht so, wie ihr euch es vorgestellt habt. Ist das Spiel etwas, das man sich im Kalender angestrichen hat und auf das man sich trotzdem gefreut hat?

"Ich denke schon. Es ist egal, ob man gut oder schlecht steht. Solche Spiele schauen viele Leute auf der ganzen Welt. Besonders wir, die L.A. Kings, können der Welt zeigen, dass wir ein wirklich gutes Eishockeyteam sein können. Wir sollten nicht am Tabellenende stehen, wo wir jetzt stehen. Das ist ein Spiel morgen Abend, um das Gegenteil von dem zu beweisen, was der Tabellenstand aussagt."

Ihr spielt gegen ein starkes Team mit einem starken Torhüter, deinem Landsmann Philipp Grubauer. Ist das eine besondere Herausforderung?

"(lacht) Ja in der Tat ist es eine Herausforderung, soviel ist klar. Wenn man die ganze Mannschaft anschaut, wie sie sich in den vergangenen drei Jahren entwickelt haben. Es ist ein führendes Team und sie haben sich bewiesen und sind jedes Jahr besser geworden. Und dieses Jahr haben sie noch mal einen Schritt nach vorne gemacht. Sie sind eine Mannschaft mit vielen Fähigkeiten. Sie schießen sehr viele Tore und das ist die größte Aufgabe für uns, die Chancen gegen uns zu limitieren. Unser Puckmanagement und das Spielmanagement müssen morgen Abend wirklich gut sein. Wenn sie den Puck bekommen, dann schalten sie unheimlich schnell in die Offensive um. Das müssen wir sicher beachten und unterbinden."

Video: OTT@COL: Grubauer zeigt 34 Saves zum Shutout-Sieg

Die Konditionen bei einem Spiel im Freien sind immer besonders, doch die Höhe hier ist noch einmal ein weiterer Aspekt. Inwieweit war das ein Thema bei Euch?

"Ja es ist hart und man merkt es schon, wenn man im Pepsi Center in Denver spielt, dass die Arena eine Meile (1600 Meter) über dem Meeresspiegel liegt. Jedes Mal, wenn man als Auswärtsmannschaft dort antritt, dann kann man es sofort spüren. Die Einsätze sollten also gerade am Beginn des Spiels kurz sein, doch die Spieler können sich als gut trainierte Athleten auch relativ schnell daran gewöhnen."

Habt Ihr euch besonders darauf vorbereitet?

"Nein, haben wir nicht, auch nicht in der Vergangenheit. Wir schauen, dass sehr viel Wasser getrunken wird, was hilft, und versuchen, wie gesagt, gerade am Anfang die Einsatzzeiten kurz zu halten."

Wir haben über Grubauer gesprochen, aber auch Leon Draisaitl drückt der Liga seinen Stempel auf. Wie besonders ist es, dass die deutschen Spieler in der NHL präsent sind?

"Es ist großartig für das deutsche Eishockey. Ich habe die Entwicklung als deutscher Nationaltrainer in den letzten drei bis vier Jahren gesehen, dass wir einige großartige Talente haben, die den Sprung schaffen können. Im nächsten Draft werden noch ein paar dazu kommen, die hoch gezogen werden. Wir haben noch ein paar Kandidaten, die daheim spielen. Wir haben die richtige Richtung eingeschlagen und es ist natürlich gut, solche Leute wie Grubauer oder Draisaitl hier zu haben, weil das sind die Jungs, auf die die jungen Leute hochschauen. Wie sie hart arbeiten und wie sie sich vorbereiten. Sie spielen jedes Spiel, als wäre es ihr letztes Spiel. Es war in der Vergangenheit schon gut, aber wir hoffen natürlich, dass wir noch weitere Spieler in diese Liga bringen können."

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