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Lightning sammeln Kräfte fürs Conference-Finale

Der frühzeitige Erfolg gegen die Bruins verschafft dem Team eine wertvolle Ruhepause

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

Am Ende ging alles ganz schnell: Nach der Auftaktniederlage in der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs gegen die Boston Bruins gewannen die Tampa Bay Lightning die folgenden vier Begegnungen und zogen souverän in die Endspielserie der Eastern Conference ein. Damit kämpft das Team aus Florida zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren um den Titel im Osten. Insgesamt mussten die Schützlinge von Coach Jon Cooper auf ihrem Weg ins Conference-Finale lediglich zehn Begegnungen bestreiten - zwei mehr als das absolute Minimum. In der ersten Runde hatten sie die New Jersey Devils ebenfalls nach fünf Partien ausgeschaltet.

Lightning Kapitän Steven Stamkos zeigte sich überrascht vom deutlichen 4:1-Gesamtergebnis in der Best-of-Seven-Serie gegen die Bruins. "Kein Team erwartet zu Beginn einer zweiten Runde, dass man sich dort bereits nach fünf Spielen durchsetzt. Aber wir haben uns letztlich für unsere starken Auftritte belohnt", meinte er.

 

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Nach dem 2:6 in Spiel 1 in der Amalie Arena deutete zunächst nichts auf einen Durchmarsch der Lightning hin. Doch bereits beim zweiten Heimauftritt bewies die Belegschaft aus Tampa, dass der Weckruf seine Wirkung nicht verfehlte hatte. Diesmal behielten die Lightning mit 4:2 die Oberhand. Den vorentscheidenden Punch versetzten sie ihrem Kontrahenten bei ihren Gastspielen Massachusetts. Sie gewannen beide Begegnungen im TD Garden in Boston (4:1, 4:3 n. V.) und erkämpften sich dadurch den ersten Matchball. Diese Gelegenheit vor eigenem Publikum ließ sich der Stanley-Cup-Champion von 2004 nicht entgehen und setzte mit einem 3:1 in Spiel 5 den Schlusspunkt.

Was den klaren Erfolg in Runde 2 noch bemerkenswerter macht ist die Tatsache, dass er ohne herausragende Offensivleistungen der beiden Top-Scorer Stamkos und Nikita Kucherov zustande kam. Das Duo verbuchte zusammen sechs Punkte (drei Tore, drei Vorlagen) und hatte damit zusammengerechnet einen Zähler weniger auf dem Konto als Brayden Point allein. Er schoss drei Tore und bereitete vier Treffer vor. Mit seinen sieben Punkten war er erfolgreichster Angreifer der Lightning in der Serie gegen die Bruins. Auf dem zweiten Platz der Scorerwertung folgte Verteidiger Victor Hedman mit sechs Punkten, die allesamt aus Assists resultierten. Für die 17 Treffer Tampas in den fünf Vergleichen gegen die Bruins zeichneten elf verschiedene Torschützen verantwortlich.

Point glänzte nicht nur im Spiel nach vorne, sondern leistete mit seinen Reihenkollegen Ondrej Palat und Tyler Johnson überdies wertvolle Dienste in der Defensivarbeit. Die drei machten ihrem Ruf als Shutdown-Spezialisten alle Ehre. Mit Ausnahme des ersten Matches gelang es ihnen, Bostons brandgefährliche Angriffsformation Patrice Bergeron, Brad Marchand und David Pastrnak weitgehend zu neutralisieren. "Die Art und Weise, wie sie auf die Auftaktpleite reagiert haben, hat die gesamte Mannschaft im weiteren Verlauf der Serie mitgerissen", würdigte Stamkos.

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Großen Anteil am Vorstoß ins Conference-Finale besitzt zudem Schlussmann Andrei Vasilevskiy. Er steigerte seine überzeugende Fangquote von 92 Prozent aus der regulären Saison in den Playoffs auf 92,7 Prozent und bewies damit einmal mehr, dass er völlig zurecht zum Kandidatenkreis für die Vezina Trophy als bester NHL-Torhüter in dieser Spielzeit gehört. Darüber hinaus fiel auch Vasilevskiys Gegentorschnitt in den zehn Endrunden-Spielen mit 2,20 ein ganzes Stück besser aus als in der Hauptrunde (2,62).

Trotz des Finaleinzuges im Osten hält sich die Euphorie im Lager der Lightning in Grenzen. "Das ist schön und natürlich freuen wir uns darüber. Noch lieber wäre mir allerdings, wenn wir noch zwei weitere Serien für uns entscheiden könnten", sagte beispielsweise Ryan Callahan. Der Stürmer ist sich bewusst, dass dies kein leichtes Unterfangen sein wird, egal wie der Gegner heißt. "Vor uns liegt eine Menge Arbeit. Deswegen werden wir die kommenden Tage erst einmal ein wenig genießen und neue Kräfte sammeln", fügte er hinzu.

 

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Verteidiger Ryan McDonagh freut sich ebenfalls auf die bevorstehende Pause bis zum Conference-Finale. "Wir werden die Zeit nutzen und uns so gut es geht erholen", kündigte er an. Zugleich richtet der Defensivspezialist den Blick bereits auf die bevorstehenden Aufgaben. "Wir müssen die Serie gegen die Bruins genau analysieren und aus den Fehlern, die wir trotz alledem gemacht haben, die nötigen Schlüsse ziehen. Vor allem aus dem völlig misslungenen Start, der uns ein Spiel gekostet hat. Ich bin sicher, dass uns dies gelingt."

Coach Cooper sieht es als unschätzbaren Vorteil an, dass sich die Mannschaft ein paar Tage länger ausruhen kann, als ursprünglich gedacht. "Einige Spieler sind ziemlich ausgepowert. Das betrifft nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Von daher ist es gut, dass wir jetzt die Gelegenheit zum Auftanken haben", sagte er.

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