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Tampa Bay Lightning lassen Rekorde purzeln

Mit 62 Saisonsiegen erreichen sie einen historischen Wert; Kucherovs 128-Punkte-Saison ist die erfolgreichste eines russischen Spielers

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Zum Abschluss der Hauptrunde wuchsen die Tampa Bay Lightning ein weiteres Mal über sich hinaus. Sie schlossen die Saison so ab, wie sie sie auch begonnen hatten: Mit einem Sieg. 

Am Samstag setzten sie sich im TD Garden mit 6:3 gegen die Boston Bruins durch. Zwischen diesem und dem 2:1-Erfolg nach Penaltyschießen am 6. Oktober gegen die Florida Panthers stehen für die Lightning 60 weitere Siege zu Buche.

 

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Erst zum zweiten Mal in der Ligageschichte gelangen einem Team 62-Hauptrundensiege in nur einer Saison. Damit stellten die Lightning mit ihrer Sensations-Hauptrunde den Rekord, den die Detroit Red Wings in der Spielzeit 1995/96 aufgestellt hatten, ein.

"Ja, wir haben es schon die ganze Zeit gesagt. Wir schreiten einfach so durch die Saison", erzählte Tampa Bays Kapitän Steven Stamkos. "Das ist einfach das Ergebnis unserer Arbeit. Es zeigt, dass wir richtig spielen und Eishockeyspiele gewinnen. Heutzutage ist das in der NHL gar nicht so einfach. Wir haben eine enorm ausgeglichene Liga. Das ist meiner Meinung nach einmalig im Sport. Wir haben eine großartige Hauptrunde gespielt, aber diese Mannschaft ist noch nicht zufrieden."

62 Siege haben die Lightning in dieser Saison schon eingefahren. 16 weitere sollen jetzt noch kommen. Dass die Lightning (62-16-4) in den gesamten Stanley Cup Playoffs den Heimvorteil genießen dürfen, sollte da nicht zum Nachteil werden.

Video: TBL@BOS: Kucherov setzt Bestmarke mit 128 Punkten

"Es ist ein gutes Zeichen, dass wir sehr konstant waren und häufig einen Weg gefunden haben, zu gewinnen", erklärte Lightning-Verteidiger Ryan McDonagh.

Einen solchen haben sie auch beim Hauptrundenfinale gegen die Bruins gefunden. Nach dem ersten Drittel lagen die Lightning bereits mit zwei Toren gegen ihre Atlantic-Division-Rivalen hinten. David Krejci und Danton Heinen hatten die Hausherren, die die reguläre Saison auf dem zweiten Rang hinter den Lightning abgeschlossen haben, in Front gebracht. Eingeknickt sind die Lightning nicht.

"Wir haben kein gutes erstes Drittel gespielt", führte McDonagh aus. "Aber dann haben wir die Dinge vereinfacht. Eddie [Pasquale] hat uns im ganzen Spiel eine Chance gegeben. Es fühlt sich jetzt richtig gut an. Diese Konstanz und das Selbstbewusstsein in unserem Team sollten uns bei dem helfen, was noch vor uns steht."

Mit einer beeindruckenden Teamleistung drehten die Lightning am Samstag die Partie. Neben Stamkos, Erik Cernak, Anthony Cirelli, Matt Grzelcyk, Braydon Coburn und Tyler Johnson traf auch Nikita Kucherov. Der Russe schoss in der 41. Minute den Treffer zum 4:2 und legte Johnsons Tor zum Endstand auf.

Durch seine Zwei-Punkte-Vorstellung ließ Kucherov den zweiten Rekord an diesem Abend purzeln. In der Saison 1992/93 hatte Alexander Mogilny 127 Punkte für die Buffalo Sabres erzielt. Kucherov setzte da noch einen drauf und erreichte 128 Punkte. So viele erreichte in der Geschichte der NHL noch nie zuvor ein russischer Spieler.

 

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"Das ist definitiv ein ganz besonderer Moment", freute sich Kucherov. "Ich muss mich vor allem bei all den Jungs hier in der Kabine für ihre Unterstützung bedanken. Ohne sie würde ich jetzt nicht hier stehen. Es ist eine Teamleistung."

Kucherov stellte in dieser Saison ein ums andere Mal die Feuerkraft der Lightning unter Beweis. Insgesamt erzielte Tampa Bay 319 Saisontore. So viele, wie noch nie einer Mannschaft seit der Einführung des Salary Cap gelangen.

Trainer John Cooper unterstrich die Saison-Leistung seines Teams: "Wenn man daran denkt, was hier mit unserem Team abgeht, dann muss man den Spielern größten Respekt zollen. 62 ist eine Zahl, die bislang nur ein einziges Mal erreicht wurde", sagte er. "Für ein Team, das schon seit geraumer Zeit fest für die Playoffs qualifiziert ist, ist es enorm. Es ist großartig, jeden Abend diese Leistung abzurufen. Es waren nicht alle Spiele gut aber trotzdem weiterzumachen und einen Weg zu finden, diese Zahl zu erreichen, ist etwas Besonderes. Es ist der Verdienst der Spieler, des Teams, des Trainerstabs und der Betreuer."

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