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Lightning fahren trotz Verletzte Siege ein

von Brian Compton / NHL.com

PITTSBURGH -- Auf der Gästebank im Consol Energy Center stehend, konnte Tampa Bay Lightning Coach Jon Cooper nichts anderes tun, als zuzusehen, wie sein erster Torwart, Vezina Trophy Finalist Ben Bishop, wegen einer Verletzung am linken Knie auf einer Trage vom Eis getragen wurde.

Es war ein Gefühl der Hilflosigkeit und einer jener Momente, wo Eishockey nur zweitrangig ist, auch wenn es um den Stanley Cup geht. Alles, wofür Cooper seit dem Trainingcamp gearbeitet hatte, wurde nebensächlich.

Doch als es wieder hieß, zur Arbeit zurückzukommen, sich auf die Aufgaben zu konzentrieren, waren die Lightning bereit. Genauso bereit wie am 25. März als sich ihr Top-Verteidiger Anton Stralman sein Bein gebrochen hatte und so bereit, wie eine Woche später, als sie erfuhren, dass ihr Kapitän Steven Stamkos wegen einer Gefäßoperation aufgrund eines Blutgerinnsels für 1-3 Monate ausfallen wird.

"Als sie mit der Trage auf Eis kamen, war ich natürlich besorgt", sagte Cooper bei einer Telefonkonferenz am Samstag, einen Tag nachdem die Lightning einen Weg gefunden hatten die Pittsburgh Penguins in Spiel 1 des Eastern Conference Finales mit 3-1 zu bezwingen. "Irgendwie wiederholt es sich, 'Meine Güte. Das ist ernst.'"

"Ich glaube es gab einen Moment, da gingen diese Bedenken jedem durch den Kopf. Die Unterbrechung dauerte etwas länger als jeder von uns erwartet hatte. Die Haltung und die Gelassenheit auf der Bank ist ein wichtiger Grund warum wir da stehen, wo wir sind - in den Playoffs und in der Saison. Hätte ich vor zwei Jahren sagen können, dass wir uns so verhalten als gegen Toronto [2014] Ben da lag? Sicherlich nicht."

"Doch in diesem Jahr sind sie ein Team. Niemand sieht gerne, wenn Ben so etwas passiert, doch alle blieben gelassen, 'Hey, wir schaffen das.' Wir haben vollstes Vertrauen in [Backup Andrei] Vasilevskiy, darum wankten die Jungs nicht. Wenn wir uns Sorgen machten, dann um die Gesundheit von Ben. Es gab kein 'Meine Güte, dieses Spiel ist in Gefahr.' Ich meine, das ist ein wichtiger Grund, warum wir es bis hierher geschafft haben."

Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Stralman und Stamkos war zu erwarten gewesen, dass die Stanley Cup Playoffs für die Lightning nicht lange dauern würden. Stattdessen eliminierten sie die Detroit Red Wings nach fünf Spielen in der ersten Runde der Eastern Conference. Nach der Niederlage in Spiel 1 der zweiten Runde gegen die New York Islanders, gewann Tampa Bay vier Partien in Folge. Nichts kann diese Lightning entmutigen, was auch am Freitag bestätigt wurde, als sich ihr Nummer 1 Torhüter verletzte.

Gute Nachrichten gab es für Tampa Bay am Samstag als Lightning General Manager Steve Yzerman der Tampa Bay Times erzählte, dass Bishop aufgrund einer Verletzung im unteren Körperbereich kurzfristig wieder zur Verfügung stehen wird. Eine bemerkenswerte Wendung, nachdem es am Abend zuvor so schlecht ausgesehen hatte. Selbst wenn Bishop am Freitag sein letztes Saisonspiel bestritten hätte, das Ziel für Spiel 2 am Montag wäre das gleiche geblieben (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVA Sports).

"Das ist irgendwie der rote Faden, der sich durch Postseason zieht", sagte Cooper. "Anton Stralman verletzte sich zum Saisonende hin, danach fiel Steven Stamkos und in der Detroit-Serie J.T. Brown aus. Matt Carle war verletzt … Ich glaube wir hatten neun oder zehn verschiedene Verteidiger in diesen Playoffs im Einsatz. Beide Torhüter haben gespielt. Man hat den Eindruck, dass das Verletzungspech uns verfolgt, doch unseren Drive und unserer Einstellung haben diese ganzen Verletzungen bisher nichts anhaben können"

"Wir wünschen uns, dass das nun ein Ende hat [die Verletzungen] und dass wir mit allen Jungs wieder rechnen können 'OK, es ist nicht Stralman's letztes Spiel oder Stamkos' letztes Spiel oder das von [J.T.] Brown oder von Bishop oder von iregndeinem dieser Jungs. Wenn wir rausgehen, dann gehen wir alle zusammen raus. Wir bleiben zusammen. Es ist nicht ideal, wenn so etwas passiert, aber unsere Jungs haben einen ziemlichen Antrieb."

Die Niederlage in Spiel 6 des Stanley Cup Finales gegen die Chicago Blackhawks fühlt sich an, als läge sie schon Ewigkeiten zurück, doch die Erinnerung daran, wie die Blackhawks feierten, ist noch frisch. Sie möchten das nicht noch einmal erleben.

Die Saison 2015/16 ist erneut eine lange für Tampa Bay. Doch in der Art wie sich Vasilevskiy in Spiel 1 präsentiert hat, als er mit 16 Saves die Führung retten konnte, und wie sich die Mitspieler vor ihm ins Zeug geworfen haben, könnte das Ganze zu einem Happy End führen.

"Ich glaube das haben alle verinnerlicht und ich glaube, dass wir hierhergekommen sind hängt damit zusammen, was wir im vergangenen Jahr durchgemacht haben", sagte Cooper. "Du denkst an sieben Vorbereitungsspiele, an 82 reguläre Saisonspiele und an 11 Playoffpartien, die wir bestritten haben. Dann schaust du ein Jahr zurück, merkst, dass wir in der genau gleichen Situation waren, wie wir damals damit umgegangen sind und weißt dann, wie du mit allem was passieren kann umgehen musst."

"Ich glaube unsere Jungs haben jeden Test bestanden. Unglücklicherweise fehlten uns im vergangenen Jahr zwei Siege, doch diese Erfahrungen haben unsere Mannschaft ein Stück zusammenwachsen lassen. Es bereitet einen wirklich Freude diesen Jungs zuzusehen. Ich fühle mich glücklich dabei ihr Trainer zu sein."

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