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Lidström trainiert Söhne, berät Team Schweden

von Cutler Klein / NHL.com

In NHL.com's Serie "Catching Up With" sprechen bekannte ehemalige NHL Spieler über ihre Karriere und ihr leben nach dem Eishockey.

Nachdem Nicklas Lidström sich nach einer ereignisreichen Karriere, zu deren Höhepunkten die vier Stanley Cups mit den Detroit Red Wings, sieben Norris Trophys und zwölf Teilnahmen am NHL All-Star Game zählen, wusste er, er muss sich an ein leben ohne Eishockey gewöhnen.

Dafür brauchte er eine Weile.

„Ich glaube in den ersten paar Monaten ist man erleichtert, dass man sich nicht auf die nächste Saison vorbereiten muss und nicht mehr so hart trainieren muss, wie sonst im Sommer", erklärte Lidström NHL.com. „Das war ganz nett, aber wenn dann der Herbst kommt, fehlt einem etwas. Ich glaube das liegt daran, dass man es schon so lange gewöhnt ist Eishockey zu spielen, ins Trainingslager zu gehen und Teil einer neuen Saison zu sein. Die ersten paar Jahre hatte ich das Gefühl das etwas fehlte wenn der Herbst kam."

Lidström, 46, hat sich mittlerweile an seine neue Lebensweise gewöhnt. Er lebt mit seiner Frau und seinen vier Söhnen in seinem Heimatland Schweden. Seine ältesten beiden Söhne, Kevin und Adam, spielen beide in Eishockey auf Spitzenniveau, aber keiner der beiden will den Vater auf dem Eis nachahmen.  

"Ich glaube sie wollen ihren eigenen Stil entwickeln", sagte Lidström. "Ich habe vier Söhne und der älteste, Kevin, ist Verteidiger, aber die anderen sind Stürmer. Sie spielen auf verschiedenen Positionen und ich glaube sie wollen auf ihre Art spielen und nicht unbedingt so wie ich."

Der ehemalige Verteidiger wird als einer der besten Spieler aller Zeiten auf dieser Position angesehen und kann das mit Zahlen untermauern. Er ist auf Rang fünf der ewigen Liste der Verteidiger nach Spielen (1.564) und sechs nach Punkten (1.142), hinter Ray Bourque, Paul Coffey, Al MacInnis, Phil Housley und Larry Murphy, alle Hockey Hall of Famers.

Lidström wurde 2015 in die Hockey Hall of Fame aufgenommen. Im Rückblick auf seine 20-jährige Karriere, komplett bei den Red Wings, sind seine liebsten Erinnerungen die vier Stanley Cup Siege.

"Da sind die Titelgewinne ganz oben, besonders die letzten Sekunden auf dem Eis und der Jubel", sagte er. "Das sind großartige Erinnerungen und die, die herausstechen, besonders an den Paraden in Detroit teilzunehmen und zu sehen, wie glücklich die Fans waren, als sie die Gelegenheit hatten mit uns zu feiern." Er sagte auch, dass sein erster Stanley Cup 1997 etwas besonderes war, weil es Detroits erster Titel seit 42 Jahren war.

"Ich war Teil von vier Meistermannschaften und sie waren alle auf ihre Art anders", sagte er. Die erste war etwas besonderes, weil der letzte Titel über 40 Jahre zurücklag. 2002 war auch etwas besonderes, weil ich die Conn Smythe Trophy und die Norris Trophy im gleichen Jahr gewann. Genauso 2008, als ich der erste Europäische Kapitän war, der den Stanley Cup stemmen durfte. Es war jedes Mal ein bisschen anders, aber jedes Mal etwas besonderes."

Seit Lidströms Ruhestand hat sich seine ehemalige Position verändert. 2011-12, in Lidströms letzter Saison lag der Schnitt der fünf besten Verteidiger 57,4 Punkten. Letzte Saison bei 68,6.

elektrisierende Spieler wie P.K. Subban von den Nashville Predators und Erik Karlsson von den Ottawa Senators haben unglaubliches offensives Talent und geben der Mannschaft von der blauen Linie einen Schub. In der neuen Ära der Analysen und Monsteroffensiven, sagte Lidström, müssen Verteidiger extrem gute Fähigkeiten haben.

"Ich denke die Position geht her zu Gunsten von Spielmachern in der Defensive, die einen guten öffnenden Pass spielen können, aber sich auch mit in den Angriff einschalten", sagte er. "Ich glaube um ein Eliteverteidiger zu sein, muss man läuferisch stark sein und sehr wendig. Ich denke das sieht man bei den Eliteverteidigern im heutigen Eishockey."  

Im Ruhestand verbringt Lidström seine Zeit damit seine Kinder zu trainieren, arbeitet für eine Anlagemanagementfirma, an der er Teilhaber ist und ist in ein Immobilienunternehmen involviert. Dieses Jahr hat er als Berater für Team Schweden gearbeitet, das sich auf den World Cup of Hockey 2016 vorbereitet. Er spielte bei den World Cups 1996 und 2004 für Schweden und freut sich darauf wieder damit zu Tun zu haben.

"Ich freue mich darauf", sagte er. "Es wird anders sein wenn man in der Pressebox sitzt und nicht auf dem Eis ist und auf diese Art teilnimmt. Es wird ein unglaubliches Turnier. Die besten Spieler der Welt werden teilnehmen, daher wird es wirklich Spaß machen ein Teil davon zu sein."

Diesen Sommer beendete Lidströms ehemaliger Teamkollege Pavel Datsyuk seine NHL Karriere um näher an seiner Heimat in der Kontinental Hockey League zu spielen. Lidström respektiert diese Entscheidung und sagt, dass Datsyuk auch eine andere Seite als seine"Magic Man" Fähigkeiten hat. .

"Es war toll mit ihm zu spielen", erinnert sich Lidström. "Er war so talentiert und hat so hart gearbeitet. Das vergisst man manchmal, aber er war ein harter Arbeiter mit weltklasse Talent und hatte all diese Moves drauf und konnte ein quirliger Spieler sein, aber auch ein harter Arbeiter. Ich bin mir sicher, dass er in seiner weiteren Karriere in Russland Erfolg haben wird."

Außerdem wird das die letzte Saison der Red Wings in der Joe Louis Arena sein, die Lidström seine ganze Karriere über seine Heimat nannte. Er wird das alte Stadion vermisse, hofft aber, dass die neue Little Caesars Arena die gleiche Intensität und die Stimmung von The Joe übernehmen wird.

"Es war immer eine besondere Atmosphäre im Joe Louis", sagte Lidström. "Ich habe in einigen alten Stadien gespielt, in Chicago, St. Louis und Toronto und ich denke The Joe hat die gleiche Atmosphäre. Wenn das die Heimarena ist ist es natürlich dein Lieblingsstadion, weil man so an alles gewohnt ist. Ich habe gern im Joe gespielt. Wir werden ihn vermissen. Ich weiß, die neue Arena wird ein schönes neues Gebäude sein und ich hoffe sie können die Stimmung aus dem Joe heraufbeschwören."

Obwohl sich Lidström jeden Tag durch seine Kinder und Team Schweden mit Eishockey umgibt, aIst es nicht das gleiche wie selbst die Ausrüstung anzulegen und um die Ultimative Trophäe zu kämpfen.

"Manchmal merke ich noch, dass ich es vermisse Teil des Teams zu sein und an Spielsituationen mitzuwirken, die entscheidend sind", sagte er. "Ich weiß noch wie viel Spaß es gemacht hat daran teilzunehmen."

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