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Oilers rühren die Werbetrommel für Draisaitl

Edmontons Angreifer hofft bei Fan-Abstimmung noch einen Platz beim NHL All-Star Game 2019 zu bekommen

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

Seit Mitte dieser Woche sind fast alle Namen der Spieler für das Honda NHL All-Star Game 2019 am 26. Januar (20 Uhr ET, NBC, CBC, SN, TVAS) im SAP Center in San Jose bekannt. Leon Draisaitl zählte bisher nicht zu den Auserwählten. Trotzdem hat der 23 Jahre alte Stürmer der Edmonton Oilers noch die Chance, erstmals in seiner Karriere beim jährlichen Stelldichein der NHL-Größen dabei zu sein. Möglich ist dies durch den NHL All-Star Last Man In 2019, einer vom Ligaausrüster Adidas präsentierten Fan-Abstimmung. Neben Draisaitl sind dafür 30 weitere Akteure aus den vier NHL-Divisionen nominiert worden. Derjenige mit den meisten Stimmen in seiner Division erhält ebenfalls die Einladung zum All-Star Game. Auf diese Weise werden die letzten vier Plätze für das prestigeträchtige Event vergeben. Das Online-Voting endet am 10. Januar um 23:59 Uhr Eastern Time.

"Es wäre natürlich eine tolle Sache und eine große Ehre für mich, wenn ich am All-Star Game teilnehmen könnte. Es gibt aber viele Spieler, die es auch verdient hätten. Mal sehen, was am Ende dabei herauskommt.", sagte Draisaitl zu der seit Donnerstag freigeschalteten Abstimmung. Sollte es klappen, würde er zusammen mit seinem Teamkollegen Connor McDavid die Auswahl der Pacific Division vertreten. Das Publikum könnte sich dann auf ein Offensivspektakel gefasst machen. Denn McDavid (23 Tore) und Draisaitl (22) zeichneten für 45 der 113 Oilers-Treffer in dieser Saison verantwortlich.

Video: WPG@EDM: Draisaitl per Rückhand gegen Hellebuyck

Hinzu kommt, dass die Duelle zwischen den Divisionsteams beim All-Star Game im Modus 3 gegen 3 ausgetragen werden. Diese Spielweise beherrschen die beiden in Perfektion, was sie in der laufenden Hauptrunde mehrfach unter Beweis gestellt haben. "Ich mag das Spiel 3 gegen 3. Es ist immer aufregend, in dieser Konstellation auf dem Eis zu stehen", betonte Draisaitl.

Der Kölner befindet sich die gesamte Spielzeit über in bestechender Form. Allein in den vergangenen fünf Spielen verbuchte er neun Scorerpunkte (sechs Tore, drei Assists). 51 Zähler (22 Tore, 29 Vorlagen) sind es insgesamt nach 40 Auftritten. In den zurückliegenden fünf Partien trug er sich zudem jedes Mal in die Torschützenliste ein. Mit dieser Trefferserie stellte er eine persönliche Bestleistung auf. "Im Moment läuft es fast wie von selbst. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man so einen Streak hinlegt", sagte Draisaitl nach dem 3:1-Erfolg am Mittwoch gegen die Arizona Coyotes, bei dem er den 1:1-Ausgleich erzielte und das 2:1 vorbereitete.

 

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Mit der derzeitigen Abschlussfrequenz ist Draisaitl auf dem sicheren Weg, zum alleinigen deutschen Rekordtorschützen in einer NHL-Hauptrunde zu avancieren. Die bestehende Bestmarke von 29 Toren muss sich Draisaitl bislang mit Marco Sturm teilen. Der frühere Bundestrainer und jetzige Assistenz-Coach der Los Angeles Kings erreichte diesen Wert 2005/06, der Oilers-Angreifer folgte ihm 2016/17. In jener Runde verbesserte Draisaitl zugleich den deutschen Scorer-Rekord auf 77 Zähler. Den könnte er dieses Jahr übertreffen. Selbst eine 100-Punkte-Saison stellt für ihn keine Utopie mehr dar.

Sollte Draisaitl von langwierigen Verletzungen verschont bleiben, ist es nur eine Frage der Zeit, bis er Sturm auch als erfolgreichsten deutschen NHL-Scorer aller Zeiten ablöst. Der frühere Bundestrainer und jetzige Assistenzcoach der Los Angeles Kings beendete seine Laufbahn nach 14 Spielzeiten mit 487 Punkten aus 938 Begegnungen. Draisaitl steht nach 309 Spielen seit seinem Debüt 2014/15 bei 258 Zählern.

 

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Aufgrund seiner imposanten Leistungsnachweise allein in dieser Saison hätte sich der deutsche Nationalspieler die Berufung ins All-Star Team redlich verdient. Nach McDavid und Johnny Gaudreau von den Calgary Flames, die beide in San Jose auflaufen werden, ist er drittbester Scorer der Pacific Division. Ein weiteres Kriterium, das für Draisaitls Wahl spricht, sind die vier Siegtore, die seit Oktober auf sein Konto gingen.

Doch das letzte Wort haben nicht die Experten, die alles bis ins kleinste Detail sezieren, sondern die Anhänger weltweit. Deren Entscheidung basiert mitunter auf völlig anderen Gesichtspunkten und richtet sich nicht zuletzt nach der Bekanntheit und Beliebtheit einzelner Teams und Akteure. Die Klubs rühren deshalb kräftig die Werbetrommel für ihre Spieler, die beim NHL Last Man In 2019 zur Abstimmung stehen.

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