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Larsson trumpft gegen seinen Ex-Club auf

Oilers-Verteidiger machte beim 6:3 Sieg gegen die Devils deutlich, wie wichtig er für Edmonton ist

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

"Das ist ein unglaublicher Wert, ich konnte es gar nicht glauben, als ich es sah", zeigte sich Edmonton Oilers Kapitän Connor McDavid völlig verdutzt über die Check-Bilanz seines Teamkollegen Adam Larsson.

Am Freitag setzten sich die Oilers im heimischen Rogers Place mit 6:3 Toren gegen die bis Dato auf fremden Eis ungeschlagenen New Jersey Devils durch. Während Sturm-Star McDavid drei Treffer vorbereitete, teilte Blueliner Larsson 13 Checks gegen die Devils aus.

"Er ist ein Junge, der ein richtig physisches Spiel spielt, der hart spielt und auch das Talent hat, sich immer wieder in die Offensive einzuschalten. Er ist ein ganz besonderer Spieler", fasste McDavid den Wert von Larsson für die Oilers zusammen.

Am 30. Juni 2016 verpflichteten die Oilers Verteidiger Larsson von New Jersey. Sie zahlten einen hohen Preis für den schnellen, technisch versierten Rechtsschützen. Keinen geringeren als ihren Nummer 1 Pick vom NHL Draft 2010, Linksaußen Taylor Hall, schickten sie in die US-amerikanische Metropole.

Video: NJD@EDM: Hall erzielt erstes Tor gegen Ex-Team

Sechs Jahre lang spielte der damals 24 Jahre junge Hall in Edmonton, wo er 132 Tore und 328 Punkte erzielte. Hall sollte der Ankerstein der neuen Oilers werden, doch letztendlich konnte das Team aus dem Nordwesten Kanadas mit seiner Mithilfe nie an die alten Erfolge anknüpfen. Mit Hall schafften die Oilers kein einziges Mal den Einzug in die Stanley Cup Playoffs und ganz im Gegenteil waren sie Dauergast im Tabellenkeller.

Larsson hingegen konnte die in ihn gesetzten Erwartungen voll und ganz erfüllen. Auch dank seiner Mithilfe legten die Oilers in der Vorsaison einen verblüffenden Marsch hin und erreichten zum ersten Mal seit 2006 die Stanley Cup Playoffs, wo sie in der zweiten Runde gegen die Anaheim Ducks ausschieden. In 79 Hauptrundenspielen im orange-weißen Dress teilte der Schwede durchschnittlich 3,2 Checks aus, erreichte eine Plus-21 Statistik und erzielte 19 Punkte.

Video: NJD@EDM: Strome erzielt Tor durch glücklichen Umstand

Ohne lang nachzudenken, hätte nach der Vorsaison so ziemlich jeder die Oilers zum eindeutigen Sieger des spektakulären Trades mit den Devils gekürt. Larsson machte deutlich, dass er hervorragend in das System von Edmonton passt und das lange vermisste Mosaiksteinchen für den Erfolg verkörpert. Auf der anderen Seite fand sich Hall bei seinem neuen Arbeitgeber nicht wirklich zurecht. Auch weil ihn eine Meniskusverletzung im Herbst 2016 für mehrere Wochen zurückwarf, lief es beim Kanadier nicht richtig rund.

In der noch jungen Spielzeit 2017/18 zeigt sich hingegen ein ganz anderes Bild. Bei den Oilers steckt mächtig Sand im Getriebe und die aktuelle Bilanz von 4-7-1 kann so wirklich keinem in der Mannschaft ein Grinsen ins Gesicht zaubern. Gleichzeitig surfen die Devils auf einer Erfolgswelle, die auch nach der jüngsten Niederlage noch nicht gebrochen ist. Hall spielte sich in den vergangenen Wochen in einen Rausch und sammelte die Punkte, die ihm im Vorjahr nicht gelingen wollten.

Am Freitag war es jedoch der nimmermüde Larsson, der gegen seinen Ex-Club auftrumpfte und aus dem vielfach beäugten Duell mit Hall als knapper Sieger hervorging. Larsson war neben Topscorer McDavid erneut einer der wichtigsten Edmonton-Spieler auf dem Eis und knüpfte da an, wo er in der Vorsaison aufgehört hatte. Wie Hall auf der Gegenseite, erhielt Larsson die meiste Eiszeit seines Teams. Doch während der Devils-Stürmer das Spiel mit einer Minus-2 Statistik beendete obwohl er ein Tor erzielte, landete Larsson bei Plus-2.

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