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Langer Weg ins Finale für Penguins and Sharks

von Nicholas Cotsonika / NHL.com

Man sollte das folgende Zitat von Pittsburgh Penguins Kapitän Sidney Crosby lesen und schätzen, wann er es gesagt hat.

"Man hat hohe Erwartungen. Man will jedes Jahr ins Finale kommen. Aber vor allem schätzt man, wie schwer es ist das zu schaffen, was es einen kostet.

Das hat er nicht am Donnerstag gesagt, als die Penguins sich das Recht verdient hatten, am Montag im Consol Energy Center gegen die San Jose Sharks im Finale anzutreten.

Er sagte es im September.

September 2010.

Crosby hatte damals erst eine kleine Enttäuschung erlebt. Nach vier Jahren im Aufwärtstrend – von den verpassten Playoffs zur ersten Runde, zum Finale, zum Titel – hatten die Penguins 2010 in der zweiten Runde der Playoffs verloren. Sie hatten zum ersten Mal einen Rückschlag erlebt.

Wenn er damals bereits dachte, dass er es schätzt wie schwer der Weg ist, wie fühlt er sich dann wohl erst jetzt, nachdem er nicht eine, sondern sieben Saisons darauf gewartet hat wieder ins Finale zu kommen? Jetzt, nachdem er Verletzungen und schwache Phasen erlebt hat?

Wie geht es den Sharks? Sie versuchten nicht nach dem Titelgewinn wieder ins Finale zu kommen. Sie versuchten zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte, nach 25 Jahren ins Finale zu kommen, obwohl sie in den letzten 10 Jahren einige der besten Teams der NHL geschlagen haben.

Patrick Marleau hat alle 18 Jahre seiner Karriere bei den Sharks verbracht, machte 1576 Spiele. Joe Thornton versucht seit 18 Jahren so weit zu kommen, seit 11 Jahren mit den Sharks.

Nur zwei Sharks waren bereits im Finale: Stürmer Dainius Zubrus und Torhüter Martin Jones.

"Man kommt nicht jedes Jahr so weit", sagte Marleau am Mittwoch, nachdem die Sharks sich den Platz im Finale gesichert hatten. "Wir versuchen einfach den Moment zu genießen."

Die NHL ist eine Liga mit 30 Teams und einem Salary Cap. Nicht alle Teams sind gleichstark. Aber sie sind es beinahe, besonders wenn es um die 16 Playoffteilnehmer geht.Es ist schwer genug in die Playoffs zu kommen, geschweige denn ins Finale, obwohl die Chicago Blackhawks und die Los Angeles Kings es einfach aussehen ließen, indem sie fünf der letzten Titel holten.

Aber die Gleichung hat auch eine andere Seite: Obwohl es die Ausgeglichenheit schwierig macht, macht sie es möglich. Die gleichen Kräfte, die gegen die Penguins und Sharks arbeiteten, als sie die Erwartungen nicht erfüllen konnten, halfen ihnen dieses Jahr die Erwartungen zu übertreffen. Wenn der Kern einer Mannschaft stark genug ist, kann sie es schaffen, wenn das Team genug Tiefe, Chemie, Gesundheit und Glück hat. Wenn alles zur richtigen Zeit zusammenkommt, ist alles möglich. Früher haben manche die Penguins und Sharks unerwartet geschlagen. Dieses Mal war es umgekehrt.

Pittsburghs Kernteam ist das gleiche, dass in den letzten sechs Jahren fünf Mal in der ersten oder zweiten Runde Ausschied: Crosby, Evgeni Malkin, Chris Kunitz, Kris Letang, Marc-Andre Fleury. Aber General Manager Jim Rutherford holte im Dezember Mike Sullivan als neuen Trainer und neue Spieler, die zum Kern passen. Sie wurden am Ende der Saison stark und setzten das in den Playoffs fort.

Wer ist der beste Scorer der Penguins? Neuankömmling Phil Kessel. Wer machte die Tore beim 2-1 Sieg gegen die Tampa Bay Lightning in Spiel sieben des Eastern Conference Finales am Donnerstag? Rookie Bryan Rust. Wer war während den Playoffs die meiste Zeit im Tor? Rookie Matt Murray.

"Ich weiß es gibt viele Geschichten über diese Truppe, aber die beste Geschichte ist die Truppe selbst", erklärte Sullivan am Donnerstag. "Und für mich ist das ein besonderes Gefühl Teil so einer großen Sache zu sein und die Jungs sehen das genauso."

San Joses Kern ist der gleiche, der vor zwei Jahren eine 3-0 Führung in der ersten Runde gegen die Kings verschenkte und letztes Jahr die Playoffs verpasste: Marleau, Thornton, Joe Pavelski, Logan Couture, Brent Burns. Aber General Manager Doug Wilson holte Peter DeBoer als neuen Trainer und neue Spieler die zum Kern passen. Die Sharks verbesserten sich im Laufe der Saison und wurden in den Playoffs richtig stark.

Couture, Pavelski und Burns belegen Plätze eins bis drei was Punkte in den Playoffs angeht, Thornton Platz sechs. Der Kern bringt Leistung. Aber die neuen Spieler machen den Unterschied: Jones, Verteidiger Paul Martin und Stürmer Joel Ward und Joonas Donskoi.

"Das braucht man zu dieser Jahreszeit", sagte Couture am Mittwoch. "Das sieht man an den letzten Meistern. Bei denen trifft jede Reihe. Das brauchen wir. Und das haben wir. Deshalb sind wir so weit gekommen."

Crosby, Malkin, Kunitz, Letang und Fleury kamen zurück. Marleau, Thornton, Pavelski, Couture und Burns sind endlich angekommen.

Man merkt, dass sie die Gelegenheit schätzen. Und man weiß, dass sie alles tun werden um das Beste daraus zu machen.

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