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Islanders und Capitals sammeln weiter Punkte

Sowohl New York, als auch Washington bauten ihre Serien am Mittwoch weiter aus

von Stefan Herget @nhlde / Freier Chefautor NHL.com/de

Kuznetsovs Shootout-Tor

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Evgeny Kuznetsov zieht im Shootout auf seine Vorhand und bezwingt Carter Hart mit einem Handgelenkschuss zur 2:1-Führung der Capitals

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Ihre langen Punkteserien befeuern weiter die Washington Capitals und New York Islanders in ihrem Bestreben sich an der Spitze der Metropolitan Division und Eastern Conference dauerhaft festzusetzen. Die Capitals führen beide Sektionen mit 32 Punkten aus 20 Spielen (1,6 Punkte pro Spiel) an, gefolgt von den Islanders, die 27 Punkte in 17 Spielen holen konnten und damit vom Schnitt mit 1,59 nur knapp dahinter liegen.

Beide Mannschaften fuhren am Mittwoch einen weiteren Sieg ein und bauten damit ihre Punkteserien auf jeweils 13 Spiele aus. Während die Capitals elf der Partien gewinnen konnten (11-0-2), verbuchten die Islanders sogar zwölf Siege (12-0-1) und mussten sich seit dem 11. Oktober nur am vergangenen Donnerstag den Pittsburgh Penguins mit 3:4 nach Verlängerung geschlagen geben.

Die Islanders waren zuletzt im Jahr 1982 so lange ohne doppelten Punktverlust geblieben und können zum fünften Mal in ihrer Geschichte eine Serie dieser Art vorweisen. Die Capitals waren schon in den vergangenen Jahren diesbezüglich erfolgreicher, unter anderem letztmalig in der Saison 2016/17 mit 14 Spielen und kommen schon zum insgesamt sechsten Mal in den Genuss.

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Seit der Saison 1972/73 (der ersten der Islanders) konnten nur die Montreal Canadiens (13 Mal), Philadelphia Flyers (9), Boston Bruins (8), Pittsburgh (7) und New Jersey Devils (6) häufiger bzw. in der gleichen Anzahl eine Punkteserie von mindestens 13 Spielen liefern. Den Rekord halten übrigens die Flyers mit 35 Spielen vom 14. Oktober 1979 bis 6. Januar 1980, gefolgt von den Canadiens mit 28 Spielen vom 18. Dezember 1977 bis 23. Februar 1978 sowie den Chicago Blackhawks mit 24 Spielen vom 19. Januar 2013 bis 6. März 2013.

Die Islanders gewannen am Mittwoch zu Hause im Nassau Coliseum gegen die Toronto Maple Leafs bei der Rückkehr ihres langjährigen Kapitäns John Tavares mit 5:4. Es sah schon alles nach einem sicheren Erfolg der New Yorker aus, als Casey Cizikas mit seinem dritten Saisontor in der 58. Minute mit einem Schuss ins bereits verwaiste Tor der Maple Leafs auf 5:2 für die Gastgeber erhöhte, doch Justin Holl nur 41 Sekunden später und der bereits erwähnte Tavares zum Anschlusstreffer machten die letzten 38 Sekunden noch einmal spannend.

 

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"Das 6 gegen 5 am Ende müssen wir besser klären, das wird ein Thema unserer Sitzung morgen sein", kündigte der akribisch arbeitende Islanders-Trainer Barry Trotz eine gründliche Aufarbeitung des Vorgangs an.

Ansonsten herrschte im weiten Rund der altehrwürdigen Arena nur eine gelöste Stimmung. "Die Fans haben heute Vollgas geben", betonte Stürmer Cizikas im Hinblick auf die Stimmung im Coliseum. "Ich selbst habe mich davon heute tragen lassen. Es war ein Erfolg des Coliseums. Ich finde, dass sich jede einzelne Person hier den Sieg heute verdient hat."

Auf die Unterstützung ihrer Fans, zumindest waren sie im Wells Fargo Center der Flyers in der Minderzahl, konnten die Capitals nicht zählen und gewannen trotzdem dieses heiß umkämpfte Divisionsduell mit 2:1 nach Penaltyschießen.

Die Capitals verloren in der Saison erst zwei Spiele nach regulärer Spielzeit (14-2-4) und können 32 Punkte vorweisen, eine Marke, die für sie in ihrer Geschichte eine neue Bestleistung in den ersten 20 Spielen einer Saison bedeutet. Herausragend ist auch ihre Bilanz von 9-1-1 in fremden Arenen. In ihrer aktuellen Punkteserie fehlen nur noch zwei Spiele, um ihren Rekord von 15 Spielen (14-0-1) vom 13. Januar bis 10. Februar 2010 einzustellen.

Ungewöhnlich war die schlechte Offensivausbeute von Washington in Philadelphia, denn nur ein erzieltes Tor in 65 Minuten bedeutete für sie Minusrekord in dieser Saison. "Wir waren in dieser Saison noch nicht in der Situation, dass wir mit einem 1:0 ins dritte Drittel gingen", sagte Capitals-Trainer Todd Reirden. "Dann haben sie im Powerplay ausgeglichen, doch in der zweiten Hälfte des dritten Drittels hatten wir mehr vom Spiel. Das ist das Gute an unserem Team, wir geben alles. Wir hatten gute Chancen, doch sie zeigten starke Saves. Wir waren in der Lage, den Zusatzpunkt im Shootout zu holen."

In bestechender Form ist Verteidiger John Carlson, der den Führungstreffer von Brendan Leipsic im ersten Drittel vorbereitete und damit in 16 der 20 Spiele in dieser Saison gepunktet hat. Er wurde zum sechsten verschiedenen Verteidiger und dem ersten seit Al MacInnis in der Saison 1990/91 mit den Calgary Flames, der nur 20 Partien oder weniger benötigte, um 30 Punkte zu erreichen. Carlson hat aktuell eine Punkteserie von vier Spielen (ein Tor, sechs Assists) vorzuweisen sowie acht Tore und 22 Assists insgesamt.  

Erst am 31. Dezember werden die Islanders und Capitals wieder in Washington aufeinandertreffen. Bis dahin werden ihre Serien wohl schon vorher enden, doch wann wird sich zeigen.

Für Washington geht es am Freitag mit einem Heimspiel gegen die Canadiens (Sa. 1 Uhr MEZ; NHL.tv) weiter, ehe die Serie, falls noch bestehend, am Samstag (So. 1 Uhr MEZ; NHL.tv) bei den heimstarken Boston Bruins auf dem ultimativen Prüfstein stehen wird.

Die Islanders müssen als nächstes am Samstag dorthin, wo die Capitals gewannen und treten in Philadelphia an (So. 1 Uhr MEZ; NHL.tv). Sollten sie diese Begegnung schadlos überstehen, dann wartet am Dienstag (Mi. 1 Uhr MEZ; NHL.tv) mit den Penguins die Mannschaft, die den New Yorkern die letzte Niederlage beibrachte.

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