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Patrik Laine macht mit seinem Tor Hoffnung

Der 20-jährige Finne der Jets beendet seine Torflaute und lässt die Jets auf weitere Tore ihrer Stars hoffen

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Für die Winnipeg Jets geht es nun um den großen Traum. In der letzten Saison konnten sie sich nicht für die Stanley Cup Playoffs qualifizieren. Sie hatten in ihrer Franchise-Geschichte noch nie ein KO-Spiel gewonnen. Doch diese Saison sollte alles anders werden.

Die Jets spielten eine überragende reguläre Saison und schlossen nach 82 Spielen als zweitbestes Team der Hauptrunde ab. Nun geht es in Spiel 5 der Serie der zweiten Runde in der Western Conference in den Stanley Cup Playoffs gegen die Nashville Predators um die Vorentscheidung. Die Jets verloren Spiel 4 zu Hause mit 1:2. Nun ist die Serie beim Stand von 2:2 ausgeglichen.

"Es gibt viele Dinge an unserem Spiel, die wir verändern können", erklärte Topscorer Mark Scheifele. "Wichtig ist, dass wir in der neutralen Zone die Gefahr neutralisieren müssen. Da müssen wir klüger sein. Wir sind in der Abwehr zu oft in Unterzahl geraten, müssen das ganze Spiel konzentriert sein. Wir haben ihnen zu viele Chancen gegeben, die wir gerne zurücknehmen würden. Morgen müssen wir besser sein."  

Video: NSH@WPG, Sp4: Laine aus dem Handgelenk zum PPG

Doch Sorgen müssen sich die Jets deshalb noch nicht machen. Sie stellen ein starkes und ausgeglichenes Team und man hat den Eindruck, dass immer mehr ihrer Schlüsselspieler in den Rhythmus der Playoffs finden.

Scheifele gab von Beginn an alles und führt das Team nach wie vor nach Toren und Punkten an (acht Tore, zwölf Punkte). In Spiel 3 traf er ausnahmsweise nicht, dafür sprangen die Veteranen Dustin Byfuglien, Paul Stastny und Kapitän Blake Wheeler ein.

"Wir sind gut in das Spiel gestartet, wir hatten ein paar Chancen, Rinne hat gut gehalten", analysierte der verletzt fehlende Jets Stürmer Mathieu Perreault die jüngste Partie. "Sie hatten Glück nach dem Bully, haben sich dann zurückgenommen. Wir haben nicht die gleiche Energie auf das Eis gebracht, wie in den Spielen davor."

In Spiel 4 meldete sich nun aber ein weiterer wichtiger Akteur mit einem Tor zu Wort. Patrik Laine übernahm beim Stand von 2:0 für die Predators viel Verantwortung und spielte sich in den Vordergrund.

 

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In der letzten Spielminute klappte es für den 20-jährigen Finnen dann auch endlich wieder mit einem Tor. Der sonst so erfolgreiche Torjäger der Jets traf erst zum dritten Mal in neun Playoff-Spielen und zum ersten Mal seit Spiel 2 der ersten Runde gegen die Minnesota Wild. Für gewöhnlich trifft Laine im Schnitt in jedem zweiten Spiel (80 Tore in 155 regulären Saisonspielen).

"Es ist immer schön zu treffen, es war nur ein wenig zu spät", sagte Laine nach dem Spiel. "Das Tor hat uns wenigstens eine Chance zum Ausgleich gegeben. Wir konnten sie nur nicht nutzen. Wir müssen einfach viel schießen und und für freie Pucks sorgen."

Ist das nun der Befreiungsschlag für ihn gewesen, ist der Knoten geplatzt? Für die Jets wäre das von enormer Bedeutung, gerade in dieser Phase der Playoffs brauchen sie ihre großen Scorer.

Video: NSH@WPG,Sp4: Rinne kommt rüber und ist gegen Laine da

Dieses eine Tor könnte den Funken in ihm wieder entfacht haben. Er wirkte schon vor dem Tor hungrig. Spieler seines Kalibers können durch einen einzelnen Treffer durchaus eine Serie starten, die unter Umständen eine gesamte Playoff-Serie entscheidend beeinflussen kann. Das wird besonders Auswärts in Nashville wichtig sein.

"Man will jedes Spiel gewinnen", betonte auch Scheifele. "Das wird natürlich ein wichtiges Spiel. Beide Teams werden alles geben, da wird der Wille entscheiden."

Laines Tor macht auch für andere Spieler Hoffnung. Nikolaj Ehlers und Kyle Connor etwa, haben stark gearbeitet und viel Einsatz gezeigt. Doch die Punkte wollen bei den beiden nicht kommen. Beide konnten in den Playoffs bisher lediglich drei Assists verzeichnen. Auf ein Tor warten sie bislang vergeblich. Die Formkurve der Jets zeigt generell nach oben, auch wenn die wechselnden Ergebnisse das nicht unbedingt widerspiegeln.

 

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"Es gibt immer Tore die fallen oder eben auch nicht fallen, glückliche Pucks und auch Pech", erklärte der Spieler der Jets "Man muss das einfach abhaken. Wir haben gut genug gespielt. Wenn die ein oder andere Situation anders endet, dann ist das Ergebnis eventuell ganz anders. Wir werden in Spiel 5 besser sein."

Die Jets treten am Samstag erneut in Nashville an. Es wird noch maximal drei Spiele in der Serie geben. Das nächste und das eventuelle letzte siebte Spiel werden in Nashville stattfinden.

Umso wichtiger wäre es, nun für die Kanadier einen Sieg aus 'Smashville' zu entführen. Dafür brauchen die Jets aber mehr als nur einen Scheifele, dazu müssen auch die anderen Stars, die während der regulären Saison Torhüter und Verteidiger in der gesamten NHL das fürchten gelehrt haben, wieder einen Weg finden, den Puck im Tor unterzubringen.

Laines Tor in Spiel 4 war ein Anfang, auf den sie nun aufbauen müssen.

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