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Für Tom Kühnhackl geht der Mannschaftserfolg vor

Deutscher Stürmer sieht Nichtberücksichtigung in Spiel 7 unproblematisch und freut sich auf Conference Finale

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

PITTSBURGH - Nach dem gewonnenen Spiel 7 im Eastern Conference Halbfinale der Stanley Cup Playoffs am Mittwoch bei den Washington Capitals begann am Freitag die intensive Vorbereitung der Pittsburgh Penguins auf das Eastern Conference Finale gegen die Ottawa Senators.

Mit dabei im Training natürlich Tom Kuhnhackl, dem in der letzten Partie einmal wieder das Schicksal traf, von der Tribüne aus zusehen zu müssen. Eine Verletzung lag und liegt auf jeden Fall nicht vor.

"Natürlich war es hart", sagte der deutsche Stürmer zu seiner Nichtberücksichtigung gegenüber NHL.com International Mitarbeiter Sergei Feldman und fügte uneigennützig an: "Andererseits denke ich, dass es nicht darum geht, wer im Kader steht und wer nicht. Das Einzige was zählt ist, das wir als Mannschaft gewinnen. Wir sind alle glücklich, dass es geklappt hat und jetzt geht die Reise weiter."

Spiel 1 der Serie findet am Samstag (7 p.m. ET; NBC, CBC, SN, TVA Sports) in der PPG Paints Arena von Pittsburgh statt. Ob Kühnhackl dann wieder dabei sein wird, blieb offen. Eine Nachfrage nach der Einschätzung seiner bisherigen Leistungen in den Playoffs blockte er fast schon gewohnt ab.

"Ich bin jemand, der nicht gerne über sich selbst spricht", sagte Kühnhackl. "Da müssen Sie den Trainer, Manager oder die Mitspieler fragen. Die werden Ihnen bestimmt was dazu sagen."

Video: PIT@CBJ, Sp4: Kühnhackl findet den freien Puck

Trainer Mike Sullivan machte in der anschließenden Pressekonferenz klar, dass es bei Kühnhackl eine Entscheidung der Trainer gewesen zu sein, ihn draußen zu lassen, während Stürmerkollege Carl Hagelin Probleme mit einer Verletzung hat und etwas mehr Ruhe gegönnt wurde.

Generell nahm er auch Stellung zu den Spielern, die derzeit nicht im Kader stehen, wie der Schweizer Verteidiger Mark Streit. "Wir sind froh, dass wir auf genügend gesunde Spieler zurückgreifen können, denn jederzeit kann etwas passieren", sagte Sullivan. "Wir sehen diese Spieler nicht als außen vor, sondern als Teil unserer Mannschaft. Wir kommunizieren fast täglich mit den Spielern, um ihnen zu zeigen, dass sie wichtig sind."

Doch zurück zu Kühnhackl. Er genießt es mit den Penguins erneut in der Runde der letzten Vier zu stehen und doch ist die Situation nicht die Gleiche wie im Vorjahr, denn sie sind nun der Titelverteidiger. "Es ist etwas anderes dieses Jahr, weil wir diejenigen sind, die von den anderen gejagt werden", sagte er. "Alle sind etwas mehr motiviert gegen uns zu spielen, aber auf der anderen Seite wissen wir genau was uns erwartet, weil wir das bereits erlebt haben."

Trotz der Unsicherheit, ob er dabei sein wird, muss sich Kühnhackl mit dem nächsten Gegner beschäftigen und gerüstet sein. "Die ersten beiden Runden waren mit Sicherheit physischer als es in der kommenden gegen Ottawa sein wird", sagte er. "Aber ebenso werden wir geduldig bleiben müssen. Wenn sie keine gute Mannschaft wären, dann wären sie nicht hier. Also müssen wir sicher gehen, dass wir intelligent spielen müssen."

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