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Bruins setzten voll auf Kontinuität

NHL.com/de 31 in 31: Boston geht personell nahezu unverändert in die neue Saison

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de

Ab dem 1. August nimmt NHL.com/de mit seiner 31 in 31 Serie jedes Team genauer unter die Lupe. Von den wichtigsten Geschehnissen und Spielern bis hin zu Stärken und Schwächen, bieten wir eine umfassende Bestandsaufnahme der Klubs in der Liga.

In dieser Ausgabe geht es um die Boston Bruins.

Bilanz 2018/19: 49-24-9, 2. Platz in der Eastern Conference
Playoffs 2019: Stanley-Cup-Finale, 3:4 gegen die St. Louis Blues
Trainer: Bruce Cassidy, 5. Saison
Zugänge: S Brett Ritchie (Dallas Stars), S Par Lindholm (Winnipeg Jets)
Abgänge: S Marcus Johansson (Buffalo Sabres), S Noel Acciari (Florida Panthers)

 

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Mit einer Hand waren die Boston Bruins in der abgelaufenen Saison 2018/19 bereits am Stanley Cup. Nur ein einziger Sieg fehlte den B's zum ultimativen Triumph. Im alles entscheidenden Spiel 7 der Final-Serie gegen die St. Louis Blues aber zogen sie im heimischen TD Garden mit 1:4 den Kürzeren. Mit viel Qualität in der Spitze, aber auch mit viel Tiefe im Kader marschierte Boston erst in der regulären Saison (49-24-9, zweitbeste Mannschaft der Eastern Conference) und dann auch in den Playoffs (15-9). Für General Manager Don Sweeney gab es im Sommer also wenig Grund für personelle Veränderungen. Allerdings galt es, die Gehaltsobergrenze im Auge zu behalten.

Die Bruins schafften es, ihre Mannschaft weitestgehend zusammenzuhalten. Lediglich zwei Bottom-Six-Stürmer verabschiedeten sich als Unrestriced Free Agents zu anderen Teams: Flügelspieler Marcus Johansson unterschrieb für 4,5 Millionen US-Dollar pro Jahr (9 Millionen Dollar Gesamtvolumen für zwei Jahre) bei den Buffalo Sabres. Der physisch starke Noel Accari schloss sich für 1,667 Millionen per Annum (5 Millionen Dollar Gesamtvolumen für drei Jahre) den Florida Panthers an.

Video: CBJ@BOS, Sp1: Acciaris Shorthander bei einem Konter

Um die entstandenen Lücken in der Tiefe zu schließen, akquirierte Boston Brett Ritchie von den Dallas Stars sowie Par Lindholm von den Winnipeg Jets - zwei deutlich preisgünstigere Alternativen: Der 26-jährige Flügelstürmer Ritchie unterschrieb einen mit einer Million Dollar dotierten Einjahresvertrag. Der als Center und auf Außen einsetzbare Lindholm (27) wurde für zwei Jahre und 850.000 Dollar p.a. ebenfalls als Free Agent verpflichtet.

Ob das Duo die Abgänge eins-zu-eins ersetzen wird, ist noch offen, denn der Vize-Champion kann auch noch auf viele Talente zurückgreifen: Allen voran Karson Kuhlman. Dem 23-Jährigen wird sogar der Sprung in die zweite Reihe zugetraut. Jack Studnicka (20) im Angriff, sowie Urho Vaakanainen (20) in der Verteidigung, erweitern die Optionen für Trainer Bruce Cassidy.

Cassidy geht in seine 5. Saison als Bostons Chefcoach. Der 54-Jährige ist allerdings schon seit 2008 in der Bruins-Organisation aktiv und arbeitete daher schon mit vielen seiner Spieler in der AHL in Providence zusammen. Dazu zählt Verteidiger Brandon Carlo (22), der genauso wie Abwehrmann Charlie McAvoy (21) noch ohne Vertrag für die neue Saison ist. Allerdings ist davon auszugehen, dass beide Restricted Free Agents in den nächsten Tagen verlängern werden. Vor allem die Verhandlungen mit McAvoy dürften auf Bostons Prioritätenliste ganz oben stehen. Er bildete zusammen mit Kapitän und Routinier Zdeno Chara (42) das Top-Verteidigerpaar, wird also kein Schnäppchen werden (zuvor 916.667 Dollar p.a.).  

Video: STL@BOS, Sp1: McAvoy bezwingt Binnington im PP

Im Sturm verfügen die Bruins sowohl über Tiefe als auch über Qualität in der Spitze. Die erste Linie mit Brad Marchand, Patrice Bergeron und David Pastrnak dürfte zu den besten Angriffsreihen der Liga zählen. Vor allem auf der Center-Position sind die B's dank Bergeron, David Krejci, Charlie Coyle und Sean Kuraly gut besetzt. Hinzu kommen vielversprechende Akteure wie Jake DeBrusk (22), Danton Heinen (24) oder Kuhlman (23), die erst in den nächsten Jahren ins beste Stürmer-Alter kommen. Ohnehin ist die Altersstruktur in Boston interessant und mit einer guten Mischung aus erfahrenen Stützen, hoffnungsvollen Talenten und mittelalten Leistungsträgern ausgewogen zusammengestellt. Gut möglich, dass die Verantwortlichen noch Ausschau nach einem neuen Power-Forward halten, um eine zusätzliche physische Komponente zu integrieren.

 

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Viel Klasse ist auch auf der Goalie-Position vorhanden: Mit Tuukka Rask (32) als Starter sowie Jaroslav Halak als Backup (34) haben die Bruins eines der besten Torwart-Tandems der Liga. Schon im Vorjahr erhielten beide Keeper recht ausgeglichene Einsatzzeiten (Rask: 45 Starts, Halak 37 Starts), blieben somit bis zum Saisonende frisch und pushten sich zu starken Leistungen. In den Playoffs war Rask dann auf dem Zenit und beeindruckte mit einer Fangquote von 93,4 Prozent.

Boston ist in der Spitze und in der Tiefe gut besetzt. Mit GM Sweeney und Trainer Cassidy herrscht Konstanz in der sportlichen Leitung, die zuletzt gute Entscheidungen in Sachen Trades und Talente-Einbau getroffen hatte. Die Bruins zählen auch in der Saison 2019/20

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