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Kings feiern gegen Sharks 7. Sieg in Serie

von Stefan Herget / NHL.com

Im Levis Stadion der San Francisco 49ers aus der NFL trafen die heimischen San Jose Sharks auf die Los Angeles Kings im Rahmen der NHL Coors Light Stadium Series.

Vor über 55.000 Zuschauer ging es in diesem Freiluftspiel nicht nur um die besondere Atmosphäre eines solchen Events, sondern aufgrund des Kampfes um einen Playoffplatzes beider Mannschaften um zwei eminent wichtige Punkte.

Diese holten am Ende die Kings mit einem knappen 2-1 Erfolg und verbesserten damit ihre Ausgangsposition gegen den direkten Konkurrenten enorm. Beide Mannschaften sind nun mit den Calgary Flames punktgleich, aber die Sharks haben schon drei Spiele mehr auf dem Konto.

Die Gäste hatten den besseren Auftakt. Nicht nur, weil sie bereits in der 3. Minute die Führung erzielten, sondern sie setzten insgesamt mehr Akzente. Kyle Clifford hatte einen Schlenzer von Jake Muzzin von der Blauen Linie perfekt vor dem Tor abgefälscht.

Los Angeles verpasste mehrmals nachzulegen, u.a. in einer Überzahlsituation zeigten sie deutlich ihre Schwächen in dieser besonderen Spielphase. Sharks Trainer Todd McLellan zeigte sich im kurzen Fernsehinterview zu Recht unzufrieden mit dem Auftreten seiner Männer.

Es dauerte bis zur 16. Minute, ehe sie erstmals etwas Druck auf Jonathan Quick ausüben konnten. Ausgangspunkt war Joe Thornton, der seine körperliche Präsenz nutzte, das Spiel zu gestalten. Tomas Hertl und Patrick Marleau hatten erste richtig gute Einschussmöglichkeiten, ehe Brent Burns nach gewonnenem Bully von Tommy Wingels aus spitzen Winkel Quick zum 1-1 64 Sekunden vor Drittelende überraschte.

Nach der ersten Pause wirkten die Hausherren zunächst etwas präsenter. Sie versuchten die Partie etwas besser in den Griff zu bekommen und ihrerseits mehr Offensivaktionen zu setzen. Vieles blieb jedoch Stückwerk.

In der 28. Minute das erste Powerplay für die Sharks. Robyn Regehr hatte gegen Thornton den Stock einen Tick zu viel eingesetzt. In dieser Phase hatte San Jose zwei gute Chancen zur Führung, doch Quick war einmal auf dem Posten und im anderen Fall rettete Matt Greene mit seinem Schläger gegen Logan Couture.

Richtig gute Einschusschancen blieben ansonsten eher Mangelware, weil sich die Defensivreihen gut präsentierten. Die Kings machten ihrer schlechten Bilanz im Powerplay aller Ehre, indem sie sich in der zweiten Überzahl nach Strafzeit gegen Matt Irwin wenig effektiv zeigten.

Die Hausherren machten es ihrerseits besser, als Jake Muzzin in der 37. Minute wegen Spielverzögerung in die Kühlbox musste. Doch Quick zeigte sich präsent und wehrte alles ab, was auf sein Tor kam.

27 Sekunden vor der Sirene hatte der Torhüter Glück, als ihm bei einem Schuss von Couture die Latte zu Hilfe kam. So ging es weiter mit einem 1-1 in die Kabinen.

Die Kings waren es, die den besseren Einstieg ins dritte Drittel fanden. Nach einem schlechten Wechsel tauchte Dwight King alleine vor Antti Niemi auf, doch der Finne blieb mit seinem Schoner Sieger.

In der 45. Minute kam der Augenblick des Marian Gaborik. Er kam gerade nach einem Wechsel auf das Eis und überraschte so den Puck führenden Burns, nahm ihm die Scheibe ab, drang ins Drittel ein und ließ Niemi mit einem trockenen Schuss keine Chance.

Die Kings führten 2-1 und Tyler Toffoli, sowie erneut Gaborik hatten gute Gelegenheiten nachzulegen. Die Sharks indes taten sich schwer gegen die gut agierende Abwehr um Drew Doughty Akzente zu setzen.

So verstrich Sekunde um Sekunde. San Jose bemühte sich zwar, insbesondere während einem Powerplay nach Strafzeit gegen Dustin Brown, doch Quick war nicht mehr zu überwinden. Selbst die Herausnahme von Niemi zu Gunsten eines sechsten Feldspielers bereits 93 Sekunden vor dem Ende verpuffte.

So feierten die Kings zwei wichtige Punkte und den siebten Sieg in Folge, was natürlich auf die Stimmung in der großen Arena drückte. Die Fans von San Jose müssen sich derzeit berechtigte Sorgen um die Playoff-Qualifikation ihrer Mannschaft machen.

Für Quick war es der 200. Sieg seiner NHL-Karriere.

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