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Kevin Fiala ist auf dem Weg zurück zu alter Form

Der Schweizer trifft für die Minnesota Wild im zweiten Spiel in Folge und lässt für die Zukunft hoffen

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Freier Autor

Fiala schießt direkt ins Tor

MIN@ANA: Fiala schießt den Puck direkt ins Netz

Ryan Suter spielt Kevin Fiala quer über das Eis an und der schießt direkt im 2. Drittel zum ersten Tor der Wild ein

  • 00:54 •

Er hat erneut zugeschlagen! Nachdem der Schweizer Kevin Fiala erst am 2. November im Spiel auf heimischem Eis im Xcel Energy Center gegen die St. Louis Blues sein erstes Saisontor (das zwischenzeitliche 2:2 bei der 3:4-Niederlage nach Verlängerung) erzielt hatte, war der 23-Jährige auch am Dienstag, beim 4:2-Erfolg seiner Minnesota Wild gegen die Anaheim Ducks im Honda Center wieder unter den Torschützen.

Zwei Treffer in zwei Spielen hintereinander, das hat es seit Dezember 2018 für Fiala nicht mehr gegeben. Damals war der Eidgenosse für die Nashville Predators aktiv. 

Hinter dem St. Galler liegen schwierige Zeiten. Seit seinem Wechsel zur NHL Trade Deadline von den Predators zu den Wild in der vergangenen Saison, wollte es für ihn nicht mehr so wirklich gut laufen. In den 19 Einsätzen für sein neues Team bis zum Saisonende, brachte es Fiala lediglich auf sieben Zähler (drei Tore, vier Assists). 

Auch der Saisonstart 2019/20 verlief für ihn zunächst schleppend. Nach acht Einsätzen stand Fiala noch immer torlos dar, wurde zwischenzeitlich sogar fünf Mal vom Trainer gar nicht für den NHL-Kader berücksichtigt, was allerdings zum Teil einer Verletzung an der unteren Körperhälfte geschuldet war. 

Jetzt durfte er sich, endlich wieder komplett ohne körperliche Beschwerden, gleich über zwei Treffer innerhalb weniger Tage freuen und steht damit zumindest schon einmal wieder bei drei Scorerpunkten aus zehn Spielen. 

Fiala weckte mit seinen beiden Treffern nicht nur Erinnerungen an seine erfolgreiche Spielzeit 2017/18, als ihm für die Predators in 80 Spielen 23 Tore und 25 Assists gelangen, sondern machte seinem neuen Team zugleich Hoffnungen auf eine sportlich erfolgreichere Zukunft. Die hatten ihn im Sommer immerhin mit einem Zwei-Jahres-Vertrag und einem jährlichen Verdienst von drei Millionen US-Dollar ausgestattet und hoffen auf eine entsprechende Rendite.

Am Dienstag waren es neben Fiala in erster Linie seine Mitspieler Mats Zuccarello, Eric Staal und Zach Parise, die aus einem anfänglichen 0:2-Rückstand bei den Ducks einen Auswärtssieg machten und die Saisonausbeute des Teams auf 5-9-1 zu verbessern halfen. 
Es war der zugleich erste Erfolg in der Fremde für die Mannschaft aus dem 'State of Hockey' nach zuvor fünf Pleiten auf fremdem Eis hintereinander und der erst zweite in dieser Saison. 

"In den vergangenen fünf oder sechs Spielen haben wir ebenfalls schon wirklich gutes Eishockey gespielt", befand Zuccarello nach dem Erfolg in Südkalifornien. "Wir waren eigentlich immer gut dabei, haben aber einfach nicht die entsprechenden Punkte für unsere Leistungen eingefahren."

Video: STL@MIN: Fiala zieht ab und überwindet Allen

Die Wild, die in den beiden letzten Spielen gegen Anaheim in der vergangenen Spielzeit ohne einen Treffer blieben, taten sich zu Beginn dieses Duells erneut eine lange Zeit schwer.

Es dauerte immerhin bis zur Spielmitte, bis Fiala den Tor-Bann gegen die Ducks durchbrechen konnte. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gäste bereits mit 0:2 im Hintertreffen, so dass dem Anschlusstreffer eine große Bedeutung in dieser Begegnung zukam. Fiala profitierte bei seinem Erfolgserlebnis von der schönen Vorarbeit durch Ryan Suter, der ihm den Puck gekonnt quer über das Eis hatte zukommen lassen. 

"Der Treffer hat uns ein Stück weit befreit", lobte anschließend Torhüter Alex Stalock, der am Ende des Abends mit 29 Paraden ebenfalls zu überzeugen vermochte, die Arbeit der Offensivkräfte. "Das war dann der Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Aufholjagd. Ab da hatten wir das Momentum eindeutig auf unserer Seite."

Zwischen der 5. und 18. Spielminute waren die Wild in diesem Duell komplett ohne einen Torschuss geblieben, was den moralischen Matchwinner Fiala im Nachgang beschäftigte. "Das hat uns verrückt gemacht. Erst als wir unser Spiel vereinfacht haben, lief es wieder besser und wir haben mehr Pucks auf das Tor gebracht. Nach dem Anschlusstreffer sind wir dann zum Glück richtig ins Laufen gekommen."

Das kann man sagen, denn es gelang den Wild der erste Sieg nach einem zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand seit dem 3. Januar, als Minnesota die Toronto Maple Leafs ähnlich spektakulär mit 4:3 bezwingen konnte.

Zu verdanken hatten sie dies an diesem Tag zu einem nicht unerheblichen Teil Fiala, der dem Team nach für ihn eher harten Zeiten, zurück auf die Erfolgsspur half. Mit seinen beiden Toren in zwei aufeinander folgenden Partien dürfte er jede Menge frisches Selbstvertrauen getankt haben.

Die nächste Gelegenheit dies zu zeigen und die persönliche, aber auch die Teamstatistik weiter zu verbessern, die bietet sich am Donnerstag, wenn die Wild die San Jose Sharks in deren SAP Center besuchen werden (Fr. 4.30 MEZ; NHL.tv). Vielleicht kann Fiala dann wieder zuschlagen?

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