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Jubel über 300. Tor hielt sich in Grenzen

Der Meilenstein von Wild Stürmer Zach Parise rückte aufgrund der Niederlage bei den Islanders in Hintergrund

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Es gibt kaum etwas blöderes für einen Spieler mit einem Tor unter einer Einhundert-Marke die Saison zu beenden. Den ganzen Sommer über steht eine 99 in den Büchern und schon zu Beginn des Training Camp mehreren sich die Fragen, wann es denn soweit sein werde.

So erging es auch Zach Parise, seines Zeichens Stürmer der Minnesota Wild, der die Saison 2015-16 mit insgesamt genau 299 Toren in der regulären Saison beendet hatte. Es kann von Glück reden, wenn der erste Saisontreffer dann zeitig fällt. Tut er es aber nicht, fängt es an zu nerven.

Insofern dürfte die Erlösung bei Parise beim Spiel seiner Wild gegen die New York Islanders am Sonntag in der 22. Minute groß gewesen sein, als er einen Pass von Verteidiger Matt Dumba annahm und Islanders Torhüter Thomas Greiss mit einem Handgelenkschuss vom linken Kreis zum 1-0 bezwingen konnte. Nummer 300 war endlich im sechsten Saisonspiel gefallen.

Video: MIN@NYI: Parise schießt gegen Greiss sein 300. Tor

"Vielleicht können wir jetzt aufhören darüber zu reden", sagte Parise dem Sender Fox Sport North danach im Interview amüsant, aber möglicherweise auch leicht genervt. "Ich fühle mich wie jedes Spiel, seit dem Beginn dieser Saison hatte ich jedes Spiel zwei, drei, vier gute Möglichkeiten und einige gute Abfälscher, aber er ging aus irgendwelchen Gründen nicht rein, [aber] heute schon."

Es war Parises 106. Tor für Minnesota, wo er vor der Saison 2012-13 als Free Agent hinwechselte. Zuvor erzielte der heute 32-jährige US-Amerikaner 194 Tore für die New Jersey Devils, für die er 767 NHL-Spiele absolvierte. Er wurde der 196. Spieler in der Geschichte der NHL, der 300 Tore erzielen konnte.

Wie es so häufig ist, wenn der Knoten einmal platzt, dann folgt ein weiteres Erfolgserlebnis nicht lange darauf. Tor 301 fiel in der 33. Minute, allerdings war es nur der Anschlusstreffer zum 2-3, weil die Islanders zuvor drei Mal zuschlugen.

Kurios war, dass keiner so recht wusste, ob der Puck hinter der Linie war oder nicht. "Ich hatte wirklich keine Ahnung", sagte Parise. "Wir haben uns schon für das Bully aufgestellt. Ich stand hinter dem Tor und ein Assistent fragte mich, ob er drin war und ich sagte 'Nein, ich denke nicht.'"

Doch der Videobeweis zeigte, dass er es doch war. Trotzdem wollte bei Parise nach der Partie keine rechte Freude über die zwei Treffer und seinen 300. aufkommen. Verständlich, denn die Begegnung ging am Ende mit 6-3 deutlich verloren.

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