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Boston muss abhaken und durchstarten

Die Leistungen der Bruins waren bisher zu schwankend, um gegen Ottawa bestehen zu können

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Die Voraussetzungen für die Ottawa Senators waren gut, zumindest, wenn die Statistik ihrer letzten Spiele bei den Boston Bruins Aussagekraft hat. Mit 1-1 ging die Serie der ersten Runde in der Eastern Conference nach den beiden Spielen in der kanadischen Hauptstadt nach Boston in den TD Garden.

Zurückblickend waren beide Spiele in Ottawa hart umkämpft, wobei das jeweils nach zwei Drittel führende Team am Ende unterlag, in Spiel 1 die Senators und in Spiel 2 die Bruins.  

Den Gästen musste vor ihrem Auftritt in Boston gar nicht bange sein, hatten sie doch fünf der letzten sechs Partien dort gewinnen können, allerdings vier davon mit nur einem Tor Unterschied.

In diese Serie schloss sich Spiel 3 am Montag nahtlos ein. Durch einen Treffer von Bobby Ryan nach 5:43 Minuten in der Verlängerung gewannen die Senators mit 4-3 und führen jetzt in der Serie mit 2-1.

Video: OTT@BOS, Sp3: Bobby Ryan erzielt OT-Siegtreffer

Erneut gab es ein Comeback einer Mannschaft, doch dieses Mal ohne Happy End. Mike Hoffman traf doppelt und Derick Brassard fügte ein weiteres zur 3-0 Führung von Ottawa bis zur 24. Minute hinzu. Die Zuschauer im TD Garden waren offensichtlich geschockt.

"Es war definitiv ein schrecklicher Start von uns", sagte Bruins Stürmer Patrice Bergeron. "Das darf zu dieser Zeit des Jahres nicht passieren. Sie haben uns den Vorteil genommen, das erste Drittel so zu spielen, wie wir es wollten und wir liefen nur hinterher, aber haben eine großartige Arbeit verrichtet, um zurückzukommen."

Innerhalb von 42 Sekunden in der 27. Minute verkürzten Noel Acciari und David Backes den Rückstand auf 2-3 und brachten die hörbare Hoffnung der Bruins Fans zurück. Die Ekstase breitete sich im weiten Runde der Arena noch weiter aus, als David Pastrnak in der 44. Minute in Überzahl mit einer Direktabnahme zum 3-3 ausgleichen konnte.

Die Bruins, denen weiterhin vier ihrer etatmäßigen Verteidiger wegen Verletzungen fehlen und deswegen der 27-jährige Tommy Carlo zum seinem NHL Playoff Debüt kam, waren zurück im Spiel, hatten aber das bessere Ende dieses Mal nicht für sich.

Video: OTT@BOS, Sp3: Hoffman schießt ein schönes Kontertor

"Es ist ein mentaler Kampf mit dir selbst", sagte Senators Torhüter Craig Anderson über das Auf und Ab während des Spiels. "Das ist alles, was es ist. Will sicher gehen, dass die Jungs eine Gelegenheit haben. Ich denke, es ist eines dieser Dinge, wenn du damit haderst, was in der Vergangenheit passiert ist, dann kannst du in der Gegenwart nicht besonders gut sein."

Eine Devise, die auch auf die Bruins für das kommende Spiel zutreffender kaum sein könnte. Spiel 4 findet am Mittwoch (7:30 p.m. ET; USA, SN, TVA Sports, NESN) erneut in Boston statt.

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