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Nashville soll weiterfeiern

Auch wenn die Stanley Cup Träume für 2017 zerplatzt sind, es gibt keinen Grund für Music City die Köpfe hängen zu lassen

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

NASHVILLE -- 37 Mal schlichen die Nashville Predators in der Saison 2016-17 als gezeichnete Verlierer vom Eis. Berauschend war die Stimmung in der Kabine nie, doch die letzte Niederlage am Sonntag sollte ein besonders schmerzhafter Stich ins Herz sein.

Die Nashville Predators standen zum ersten Mal in ihrer Franchisegeschichte im Stanley Cup Finale. Sie waren so kurz davor, ihren größten Traum wahr werden zu lassen, wie nie zuvor.

Letztendlich waren es jedoch die Pittsburgh Penguins, die als erste vier Siege in der best-of-7 Serie einstreichen konnten und somit den begehrten Pokal in die Höhe recken durften.

Das Drehbuch für das letzte Saisonspiel war ein besonders martialisches für die Predators. Famos schüttelten sie den in Spiel 5 erlittenen Dämpfer ab, erarbeiteten sich etliche Torchancen und stemmten sich bravourös gegen die drohende Finalniederlage.

Doch der bekannte Eishockeygott sollte ihnen an diesem Juniabend nicht hold sein. Penguinsverteidiger Patric Hornqvist erzielte keine zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit ein regelrechtes Slapsticktor und schoss damit sein Team zur zweiten NHL-Meisterschaft in Folge.

Es war ein Stich ins Herz der Predators. Auch wenn die Fans in der Bridgestone Arena ihrem Team mit tosendem Applaus Tribut zollten, es war noch zu früh für Aufmunterung.

"Puh, zu diesem Zeitpunkt kann ich noch gar nichts sagen", erzählte ein sichtlich geknickter Roman Josi. "Ich denke, jetzt gerade ist wirklich jeder enttäuscht."

Auch wenn die Enttäuschung im Lager der Penguins unermesslich groß ist, sie wissen, dass sie Großes geleistet haben.

"Sicherlich können wir auf unser Team stolz sein", sagte Josi. "Es ist toll, wie wir das ganze Jahr gearbeitet haben. Ich bin stolz, ein Teil dieses Teams zu sein."

Letztendlich wurde die ganze Arbeit der Predators nicht belohnt.

"Es war wirklich ein enges Spiel, wir hatten bis zum Ende viele Chancen, aber sie haben eben eine ihrer reingemacht", sagte Josi.

Arenaorganist und Publikumsliebling Krazy Kyle setzte schon bevor der Puck zum ersten Bully fiel, ein besonderes Zeichen an die Fans. Mit dem Beatlesklassiker "Let it be" machte er deutlich, dass egal wie Spiel 6 ausgehen sollte, niemand die Köpfe hängen lassen sollte.

Auch wenn ob des Spielausgangs hängende Köpfe nicht zu vermeiden waren, die Predators haben Großartiges geleistet. Nachdem sie sich gerade eben in die Playoffs geschoben hatten, bescherten sie ihren Fans eine wochenlange Party.

In der ersten Runde sweepten sie gegen die Chicago Blackhawks, in der zweiten Runde rangen sie die St. Louis Blues nieder und im Conference Finale ließen sie die Anaheim Ducks hinter sich.

Nun zogen sie im Stanley Cup Finale gegen die hochfavorisierten Pittsburgh Penguins denkbar knapp den Kürzeren.

"Niemand weiß, wann wir wieder eine solche Chance bekommen", sagte Josi.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass die Predators schon bald wieder ein gehöriges Wörtchen um den Stanley Cup mitreden werden.

Ihre Abwehr um Josi, P.K. Subban, Ryan Ellis und Mattias Ekholm ist eine der stärksten der Liga. Mit Pekka Rinne haben sie einen Meister seines Fachs im Kasten und ihr Sturm ist jung und hochtalentiert.

Auch wenn ihnen der Cup so knapp vor der Nase weggeschnappt wurde, sie haben in den Stanley Cup Playoffs 2017 wertvolle Erfahrungen gesammelt, die ihnen niemand nehmen kann.

"Wir haben uns als sechzehnte qualifiziert und haben in der ersten Runde gesweept", erzählte Verteidiger Ellis. "Jeder hatte uns bereits abgeschrieben, aber diese Truppe hat in den ganzen Playoffs an sich geglaubt, egal an wen wir spielten.

"Wir haben nicht nur unseren Fans gezeigt, zu was wir imstande sind. Wir haben auch viel über uns selbst gelernt und darüber, zu was wir zu leisten imstande sind."

Und die Predators sind zu einigem imstande.

"Wir erwarten im nächsten Jahr viel von unserer Gruppe", sagte Ellis.

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