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Letztes Saisonspiel in Buffalo

Jack Eichel war nach dem Heimsieg enttäuscht über die Entwicklung, muss er aber nicht sein

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag präsentierten sich die Buffalo Sabres zum 41. und letzten Mal in dieser Saison ihren Fans. Im KeyBank Center konnten sie die Montreal Canadiens mit 2-1 Toren bezwingen und nach drei Niederlagen hintereinander für einen versöhnlichen Saisonabschluss vor heimischer Kulisse sorgen. Auch wenn sich die Canadiens als Tabellenführer der Atlantic Division schon vor der Partie für die Stanley Cup Playoffs qualifiziert hatten, sich vermutlich nicht mehr voll ins Zeug legten, ein Selbstläufer war Buffalos 20. Heimsieg keineswegs.

Sabres Trainer Dan Bylsma war gegenüber NHL.com nicht nur vom Sieg angetan: "Natürlich freut mich das Ergebnis, doch ich fand auch 60 Minuten lang Gefallen an unserer Spielweise. Wir traten genauso auf, wie wir auftreten müssen. Wir waren besser als sie. Sie kamen zu einigen Chancen, doch so wie unsere Jungs aufgetreten sind, hat mir das 60 Minuten gefallen."

Im sechsten Jahr in Folge verabschieden sich die Spieler der Sabres von ihren Anhängern bereits Anfang/Mitte April nach verpasster Playoffqualifikation - auf ein Wiedersehen im Oktober! Die Ungeduldigen unter den Fans, werden sich immer wieder die Frage stellen: "Sollte nicht in diesem Jahr alles besser werden?" Trost dürfte sie spenden, dass es tatsächlich bei den Sabres gegenüber den vergangenen Jahren voran ging, nur eben nicht so schnell wie von ihnen erwartet, und es ist auch nicht direkt an der Tabellenplatzierung der Sabres oder von derer Punktausbeute abzulesen.

Video: TOR@BUF: Eichel trifft per Rückhand

Auch die Spieler der Sabres haben es sich nach Jahren des Neuaufbaus gewünscht, dass so langsam die Früchte, in Form einer Playoffteilnahme, geerntet werden können. Vor allem die jungen, aufstrebenden Talente, wie die beiden Center Jack Eichel und Sam Reinhart oder Verteidiger Rasmus Ristolainen, hätten gerne zum ersten Mal in ihrer Karriere Stanley Cup Playoff-Luft geschnuppert.

Gegenüber der Buffalo News zeigte sich Eichel sehr enttäuscht über das Abschneiden: "Das war unser letztes Spiel in dieser Arena, das ärgert mich. Es ist ein weiteres Jahr, das nicht so verlaufen ist, wie wir es uns gewünscht hätten. Ich wette, wir haben vor genau einem Jahr genau das Gleiche gesagt wie jetzt. 'Oh, es wird schon werden' ... Wir haben uns gegenüber dem Vorjahr überhaupt nicht weiterentwickelt. Meiner Meinung nach war es eine verlorene Saison."

An der Aussage erkennt man zum einen, über welchen enormen Ehrgeiz der 20-jährige Center verfügt, aber auch, dass es ihm noch an Geduld mangelt.

Video: MTL@BUF: Ristolainen trifft den Pfosten und das Tor

Gerade die drei Jungstars der Sabres lieferten eine klasse Spielzeit ab und stellten persönliche Bestleistungen auf. Im Spiel gegen die Canadiens assistierte Eichel bei Ristolainens Treffer zum 1-0 nach gut sechs Spielminuten. Obwohl Eichel verletzungsbedingt bisher nur 59 Spiele bestreiten konnte, überbot er mit nun 33 Assists und 57 Scorerpunkten seine Werte aus der Vorsaison. Center Sam Reinhart schoss zwar etwas weniger Tore (17 im Vergleich zu 23 in 2015/16), legte dafür aber bei den Assists, um 11 auf 30, und bei den Scorerpunkten von 40 auf 47 zu und der finnische Verteidiger Ristolainen schraubte seine Punktausbeute mit sechs Toren und 39 Vorlagen auf 45 Zähler in 77 Partien. Ihm waren 2015/16 neun Tore und 32 Assists in 82 Spielen gelungen.

Wer solche begnadeten Nachwuchsspieler im Kader hat, dem muss nicht bange sein, wenn er in die Zukunft blickt.

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