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Das Leben nach der NHL-Karriere

Was tun nach der Hockey-Rente? Spieler sprechen über ihre Pläne und Gedanken…

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

NHL.com/de hat sich kürzlich mit einigen Spielern aus der Liga unterhalten, um einen Einblick in breit gefächerte Themen zu bekommen. In dieser Ausgabe schreibt Christian Rupp über die Pläne der NHL-Spieler fürs Karriereende.

Matt Cullen (41, Pittsburgh Penguins), Zdeno Chara (41), Roberto Luongo (39, Florida Panthers), Joe Thornton (39, San Jose Sharks) und Patrick Marleau (39, Toronto Maple Leafs) sind die ältesten aktiven Spieler in der NHL. In der Vorsaison machte Jaromir Jagr im Alter von 45 Jahren, zehn Monaten und 17 Tagen sein bislang letztes NHL-Spiel für die Calgary Flames. Nicht nur diese Beispiele zeigen, dass eine Eishockey-Karriere länger als zwei Jahrzehnte andauern kann. Gedanken über die Zeit danach machen sich die Spieler trotzdem schon früher und verraten ihre Pläne.

Soziales Engagement oder etwas mit Eishockey.

Video: STL@MIN: Staal mit Hattrick in 5-Punkte-Spiel

NHL-Spieler haben das geschafft, wovon viele nur träumen: Ihr Hobby und ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Doch wie geht es nach dem Karriere-Ende weiter? "Ich habe noch nicht allzu sehr darüber nachgedacht", sagt Eric Staal. Der Center von den Minnesota Wild, der im Oktober 34 Jahre alt wird, möchte vor allem seine Familie in die Zukunftsplanungen mit einbeziehen: "Viel wird von meinen Kindern und meiner Frau abhängen und was sie darüber denken. Höchstwahrscheinlich werde ich aber irgendwie dem Eishockey verbunden bleiben."

Verteidiger Oliver Ekman-Larsson unterzeichnete erst im Sommer einen "Rentenvertrag" bei den Arizona Coyotes. Der heute 27-Jährige unterschrieb bis 2027 und wird bei Vertragsende fast 36 Jahre alt sein. Ob der Schwede dann seine Karriere beenden wird ist offen - sicher ist sich der Yotes-Kapitän aber, dass er sich sozial engagieren wird. "Ich werde etwas machen, womit ich der Gemeinde etwas zurückgeben kann - egal ob in Arizona oder in der Heimat. Ich denke, ich kann in der Gemeinschaft in Arizona etwas bewegen, ein bisschen was von meiner Zeit abgeben und helfen, wo ich kann. Wenn mir das gelingt, dann bin ich glücklich. Ich habe noch nicht wirklich darüber nachgedacht, aber etwas zurückgeben möchte ich auf jeden Fall, wenn ich mit Eishockeyspielen fertig bin."

Landeskog voll konzentriert, Hertl vernünftig.

Video: COL@TBL: Landeskog mit Rückhand aus spitzem Winkel

Für den 25-jährigen Colorado-Avalanche-Kapitän Gabriel Landeskog wird die Zeit nach der Karriere immer mehr zum Thema: "Jedes Jahr denkst du häufiger darüber nach. Aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mich schon darauf vorbereitet habe oder weiß, was ich mal machen möchte.", verrät der Stürmer, der auf dem Eis noch sehr viel zu geben hat: "Jetzt im Moment liegt der Fokus darauf, sich als Spieler zu entwickeln, besser und stärker zu werden und am gemeinsamen Ziel, den Stanley Cup zu gewinnen, zu arbeiten."

Bei Tomas Hertl, Stürmer der San Jose Sharks, haben veränderte Lebensumstände zu einer langfristigeren Planung geführt. "Besonders nachdem ich mich mit meiner Freundin verlobt habe und wir heiraten werden, denke ich auch über Kinder nach. Also kannst du dich nicht nur mit Eishockey beschäftigen. Das ist ganz schön hart, denn du willst den Eishockeysport nicht verlieren, denn er war dein ganzes Leben lang ein Teil von dir." Trotzdem bereitet sich auch Hertl schon auf die Zeit nach dem Eishockey vor - vor allem in finanzieller Hinsicht. "Du musst als Spieler so hart arbeiten und willst nicht dein ganzes Geld ausgeben, sonst hast du nach der Karriere fast gar nichts mehr."

 

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Auch junge Spieler machen sich Gedanken.

Noch weit entfernt vom Karriereende sind der 22-jährige Dylan Larkin von den Detroit Red Wings sowie der gleichaltrige Adrian Kempe von den Los Angeles Kings. Komplett ausblenden können die beiden Stürmer ihre Zukunftspläne aber nicht. "Ich denke schon ein bisschen darüber nach, ja. Ich denke aber eher daran, eine Familie zu haben, dass meine Tochter oder mein Sohn Eishockey spielen werden und ich sie oder ihn trainieren kann. Ich wünschte, ich wäre unsterblich und könnte für immer spielen, aber realistisch betrachtet wird das nicht passieren", gibt sich Larkin als Realist.

 

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"Manchmal denke ich darüber nach, was ich nach meiner Karriere tun könnte. Es gibt noch ein langes Leben nach dem Eishockey. Gleichzeitig möchte ich aber auch nicht zu sehr in die Zukunft schauen", gibt auch Kempe einen Einblick in seine Gedankenspiele und orientiert sich an anderen: "Du spielst mit vielen Jungs zusammen und kennst Spieler, die ihre Karriere beenden, also schaust du dir an, was sie so machen. Vielleicht mache ich etwas Ähnliches wie sie. Aktuell habe ich aber keine Pläne für die Zeit nach dem Karriereende."

Tipps kann sich der jüngste Spieler im Kings-Kader kurz nach seinem 22. Geburtstag ja von Ilya Kovalchuck holen. Der 35-Jährige ist der Methusalem in L.A. und dürfte schon ein paar mehr Zukunftspläne geschmiedet haben.

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