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Karlsson führt Top 10 der NHL-Verteidiger an

von Axel Jeroma / NHL.com

Wer sind die besten Akteure in der NHL? NHL.com/de blickt in fünf Folgen auf die zehn besten Spieler auf jeder Position. Entscheidend ist hierbei, auf welcher Position die Spieler bei der NHL offiziell gelistet sind, nicht auf welcher Position sie in der vergangenen Spielzeit hauptsächlich aktiv waren.

Heute die Top 10 der Verteidiger:

1. Erik Karlsson, Ottawa Senators

Er spielt und spielt und spielt. Zum dritten Mal in Serie absolvierte der Schwede alle 82 Hauptrundenpartien für die Senators. Dabei stand er pro Begegnung im Schnitt 28:58 Minuten auf dem Eis – Spitzenwert der NHL in der Saison 2015-16. Besonders gefragt war seine starke Physis beim Powerplay. Insgesamt 381:81 Minuten vertrat er seine Farben in Überzahl. Karlsson war in der abgelaufenen Saison der Verteidiger mit den meisten Punkten (82) und Vorlagen (66). Die 66 Assists bedeuteten zugleich den Ligabestwert aller Skater in der NHL. Damit ist der Kapitän der Senators der erste Defensivspieler seit Bobby Orr 1974-75, der die Gesamtwertung in diesem Bereich am Ende einer Spielzeit anführt. Seine starken Auftritte brachten ihm völlig zu Recht die Nominierung für die Norris Trophy 2016 ein.

NHL-Karriere: 479 Spiele, 100 Tore, 285 Assists

2. Brent Burns, San Jose Sharks

Der Mann fiel nicht nur durch seine Vorliebe für eine ungewöhnliche Bartmode und exotische Haustiere (Schlangen und Ratten) auf. Mit seinen starken Leistungen hatte er entscheidenden Anteil daran, dass die Sharks erfolgreich durch die Playoffs schwammen und ins Finale um den Stanley Cup einzogen. Einmal mehr fanden vor allem die Offensivqualitäten von Burns reichlich Aufmerksamkeit. Mit 75 Punkten (27 Tore, 48 Assists) in der Hauptrunde stellte Burns eine neue vereinsinterne Bestmarke auf. Kein Verteidiger in der NHL gab mehr Schüsse aufs Tor des Gegners ab (353). Und mit 335:45 Minuten im Powerplay war er diese Saison die Nummer drei bei den Verteidigern.

3. Ryan Suter, Minnesota Wild

An ihm lag es gewiss nicht, dass die Wild ihr Saisonziel – den Einzug in die Playoffs – verfehlten. Nicht nur dieses Jahr zählte er zu den wertvollsten Spielern von Minnesota. Nach Karlsson hatte er im Durchschnitt die meiste Eiszeit in der NHL (28:35 Minuten). Doch er sammelte nicht einfach nur Einsatzminuten oder blockte Schüsse. Gekonnt verstand es Suter, so manchem Top-Stürmer der Liga in den Begegnungen sinnbildlich die Zähne zu ziehen. Daher war es im Nachhinein umso bitterer für ihn, dass er mit seinem Team in den Playoffs zuschauen musste.

NHL-Karriere: 797 Spiele, 141 Tore, 282 Assists

4. Kris Letang, Pittsburgh Penguins

Er war der Spieler für die großen Momente. Er schoss das Tor zum 2-1 im sechsten Final-Match um den Stanley Cup gegen die San Jose Sharks und legte damit den Grundstein für den Titelgewinn der Penguins. Darüber hinaus war er bei allen vier Erfolgen am jeweils entscheidenden Treffer beteiligt. Letang ist erst der vierte Spieler in der Geschichte der NHL, dem dieses Kunststück gelang. In den vergangenen beiden Spielzeiten verbuchte er 121 Scorerpunkte.

NHL-Karriere: 562 Spiele, 82 Tore, 270 Vorlagen

5. Drew Doughty, Los Angeles Kings

Der Gewinner der Norris Trophy 2016 ist für seinen Klub aus Kalifornien in allen Situationen wertvoll. Das zeigt sich unter anderem daran, dass er beim Powerplay und Penalty-Killing fast die gleiche Zeit auf dem Eis stand. Diese Ausgewogenheit kann kein anderer Verteidiger der NHL vorweisen. Er hat zudem sehr hohe Werte beim Puckbesitz und besticht mit Selbstvertrauen sowie seiner Übersicht und Spielkontrolle. Obwohl er von der Punkteausbeute nicht an Karlsson oder Burns herankommt, gehört er aktuell ohne jeden Zweifel zu den besten Verteidigern in der NHL.

NHL-Karriere: 606 Spiele, 80 Tore, 238 Assists

6. Roman Josi, Nashville Predators

Der Schweizer stellte zuletzt zwei Rekorde der Franchise auf. 61 Scorerpunkte in einer Saison hatte vor ihm noch kein Spieler der Predators erzielt. Ebenso wenig die 47 Vorlagen am Ende der Serie, die nun als neue Bestmarke in den Annalen verzeichnet sind. Eine dritte Bestleistung verpasste er nur knapp: die 62 Punkte seines Freundes und Landsmanns Mark Streit aus der Saison 207-08, die immer noch Schweizer Höchstleistung in der NHL darstellen. Josi ruft seit Jahren Top-Leistungen als offensiv ausgerichteter Verteidiger ab. Er war beim NHL Draft 2008 in der zweiten Runde als Nummer 38 ausgewählt worden.

NHL-Karriere: 334 Spiele, 52 Tore, 138 Assists

7. P.K. Subban, Montreal Canadiens

Der Olympia-Sieger, Weltmeister und Norris-Trophy-Sieger von 2013 aus Kanada gehört ebenfalls zu den Dauerbrennern der NHL. 2013-14 und 2014-15 spielte er alle 82 Partien der Hauptrunde. In dieser Saison war er auf dem besten Weg, zum dritten Mal diese Zahl zu erreichen. Doch eine schwere Verletzung stoppte ihn in der Schlussphase der Saison. So verpasste er die letzten 14 Begegnungen und hatte danach Ferien, weil sich die Canadiens wie alle anderen Vereine aus dem Mutterland des Hockey nicht für die Playoffs qualifizierten. Daran hätte aber vermutlich auch ein fitter P.K. Subban nichts geändert. Vor seiner Verletzung brachte er es auf 51 Punkte (6 Tore, 45 Assists). In der neuen Saison streift er das Trikot der Nashville Predators über.

NHL-Karriere: 434 Spiele, 63 Tore, 215 Assists

8. John Klingberg, Dallas Stars

Der 23-Jährige setzt die große Tradition schwedischer Top-Verteidiger in der NHL fort. Er debütierte in der Saison 2014-15 und schaffte es mit gelungenen Darbietungen gleich auf Anhieb ins All-Rookie-Team der NHL. Seine Punkteausbeute in Relation zu den Einsätzen ist bemerkenswert. In seinem Premierenjahr erzielte er 40 Scorerpunkte in 65 Begegnungen, in der Spielzeit 2015-16 waren es 58 in 76 Begegnungen. Damit lag er auf Position fünf bei den Verteidigern in der Liga.

NHL-Karriere: 141 Spiele, 21 Tore, 77 Punkte

9. Alex Pietrangelo, St. Louis Blues

Er erfüllt in St. Louis eine eminent wichtige Rolle: die des Arbeitstiers. Pietrangelo hatte in den vergangenen beiden Spielzeiten im Durchschnitt die meiste Einsatzzeit bei den Blues und schaffte es in dieser Kategorie auch jeweils in die Top 10 aller NHL-Spieler. Darüber hinaus glänzt der kanadische Olympiasieger von 2014 seit Jahren als Zuarbeiter für die Offensive des Teams. Bis auf zwei Serien verbuchte er seit 2010-11 immer zwischen 43 und 51 Scorerpunkten. Der überwiegende Anteil davon waren Vorlagen.

NHL-Karriere: 459 Spiele, 51 Tore, 204 Assists

10. Shea Weber, Nashville Predators

Der Doppel-Olympiasieger aus Kanada zählte viele Jahre zu den Stützen seines Teams. Für seine herausragenden Führungsqualitäten erhielt er nach der Saison 2015-16 den Mark Messier Leadership Award. In der neuen Saison spielt er für die Montreal Canadiens. Weber verlässt die Predators auf Position zwei der ewigen Franchise-Rangliste in den Kategorien absolvierte Spiele (763) und erzielte Tore (166). Spitzenreiter ist jeweils David Legwand.

NHL-Karriere: 763 Spiele, 166 Tore, 277 Assists

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