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Hinter den Statistiken: Reif für den Durchbruch

Statistiken deuten auf eine deutliche Verbesserung von Nazem Kadri und Carl Hagelin hin

von Rob Vollman / NHL.com Korrespondent

Man kann Statistiken heranziehen um zu erkennen, welche Spieler wohl als nächstes einen echten Durchbruch verzeichnen können. Hierfür gibt es jedoch ganz unterschiedliche Indikatoren. Alle jedoch deuten darauf hin, dass Stürmer Nazem Kadri von den Toronto Maple Leafs, Carl Hagelin von den Pittsburgh Penguins, Erik Haula von den Minnesota Wild und Jonathan Drouin von den Tampa Bay Lightning jetzt in der Lage sein dürften das nächste Level ihres Spiel zu erreichen.

Natürlich kann man auch einen solchen Durchbruch ganz unterschiedlich definieren. Hier nehmen wir dafür einfach mal an, dass ein junger Spieler einen neuen Karrierebestwert mit ungefähr 20 zusätzlichen Saisonpunkten oder mehr erreichen kann.

Schaut man auf die unterschiedlichen Statistiken, dann werden die Trefferquote, verbesserte Statistiken in der zweiten Saisonhälfte, die Erfolgsquote bei gleicher Mannschaftsstärke, eine Zunahme der Einsatzzeiten beim Powerplay und viele weitere Indikatoren zum ernstzunehmenden Faktor dieser Vorhersage.

Aber natürlich sind auch die Überwindung einer Verletzung, oder Reihenumbesetzungen, gar ein Trainerwechsel, dafür mit zu berücksichtigen. Somit wird es sehr komplex hierzu wirklich verlässliche Aussagen zu treffen.

Basierend auf den wirklich messbaren Veränderungen in den Statistiken zuletzt sind das hier die vier Spieler, denen man einen solchen Durchbruch auf das nächste Level wirklich zutrauen kann in der Saison 2016-17:

Nazem Kadri, Toronto Maple Leafs

Der 25-jährige Kadri ist wohl einer der meistunterschätzten Spieler der Liga. Er kann Strafzeiten ziehen, in entscheidenden Minuten spielen, hat tolle Schusswerte, und seine 45 Punkte (17 Tore und 28 Assists) in 76 Spielen waren Bestwert bei den Maple Leafs zuletzt.

Hauptindikator für eine gute Saison ist die zuletzt ungewöhnlich niedrige Erfolgsquote bei den Schüssen zuletzt. Aus 510 Versuchen machte Kadri 64 Tore, was 12,5% entspricht. Hätte er das durchgängig gehabt, dann hätte er 33 statt nur 17 Toren aus seinen letzten 260 Schussversuchen machen müssen.

Auch wenn es dafür durchaus mögliche Erklärungen gibt, ist es häufig eben schlicht Pech.

Die Ankunft so talentierter Mitspieler wie Auston Matthews und William Nylander, sowie die Genesung von James van Riemsdyk und Tyler Bozak dürfte Kadri weitere Unterstützung gewähren um sein Karrierebestwert aus dem Jahre 2013-14 (50 Punkte) zu übertreffen, möglicherweise gar 70 Zähler zu erreichen.

Carl Hagelin, Pittsburgh Penguins

Am 16. Januar wechselte Hagelin im Tausch für Stürmer David Perron und Verteidiger Adam Clendening von Anaheim nach Pittsburgh.

Hagelin erreichte 27 Punkte (10 Tore, 17 Assists) in 37 Spielen der Regular Season. In den 24 Spielen der Playoffs waren es dann 16 Punkte (sechs Tore und 10 Assists), in einer Reihe mit Nick Bonino und Phil Kessel.

Video: SJS@PIT, Sp5: Hagelin schießt Ausgleich gegen Jones

Und obwohl diese Statistik schon andeutet, dass Hagelin seinen bisherigen Karrierebestwert von 39 aus deer letzten Saison auf 55 bis 60 Zähler hinaufschrauben könnte, ist es noch nicht der Hauptfaktor, der für ihn eine Verbesserung andeutet.

Punkte bei Überzahlsituationen werden oft als Kriterium herangezogen. Mit 35 Punkten bei gleicher Mannschaftsstärke in 1106:06 Minuten auf dem Eis (1,9 Punkte pro 60 Minuten), ist Hagelin einer der statistisch gesehen besten NHL-Akteure, der noch nicht regelmäßig im Powerplay zum Einsatz gekommen ist. Schon eine Beförderung in die zweite Powerplayreihe der Pens könnte ausreichen um ihn in dieser Beziehung weit nach vorne zu befördern.

Erik Haula, Minnesota Wild

Durch eine Verbesserung von 14 Punkten (2014-15) auf 34 (14 Tore und 20 Assists) zuletzt, könnte man annehmen dies sei Bereich der Durchbruch für Haula gewesen. Doch viele Statistiken deuten an, dass es für ihn noch deutlich weiter nach vorne gehen kann.

Wie auch Hagelin, hat auch der 25-jährige Haula schon beeindruckende Zahlen für jemanden, der gar nicht regelmäßig im Powerplay eingesetzt wird. Seine 29 Punkte bei numerischer Gleichheit beider Teams in 828:03 Minuten Einsatzzeit (2,10 Punkte pro 60 Minuten), sollten ausreichen um ihm bei Coach Bruce Boudreau einen Platz im Powerplay-Team seiner Mannschaft einzubringen.

Aber auch die Tatsache, dass er 27 Punkte in den 40 Spielen der zweiten saisonhälfte erreichen konnte, was ihm zusammen mit Zach Parise den Spitzenplatz im Team einbrachte, deutet an, dass er für 50 Punkte und mehr gut ist. Nun zusammen mit einem Veteranen wie Eric Staal spielen zu können, dürfte ihm zusätzlich bessere Statistiken bescheren.

Jonathan Drouin, Tampa Bay Lightning

Auch Assistpunkte können ein wichtiger Indikator für die ansteigende Bedeutung eines Spielers sein. Wie häufig hat er den direkten Pass zu einem Tor gegeben? Hier tat sich der 21-jährige Drouin zuletzt besonders hervor.

Unter den Spielern mit mindestens 1000 Einsatzminuten bei gleicher Teamstärke liegt Drouin mit 1,06 direkten Torvorlagen pro 60 Minuten in der NHL an dritter Stelle, nur hinter Blake Wheeler von den Winnipeg Jets (1,14) und Evgeny Kuznetsov von den Washington Capitals (1,13). Wheeler und Kuznetsov lagen zuletzt beide in den Top10 der Scorer, mit 78 bzw. 77 Punkten.

Wie viele Punkte wird Douin also in der nächsten Saison erzielen können? Überträgt man seine Erfolgsquote aus der Quebec Major Junior Hockey League der Jahre 2011-14, dann liegt diese Messlatte bei über 50 Punkten. Doch seine Erfolgsquote aus den letzten Playoffs mit den Lightning deutet bei 14 Punkten (5 Tore und 9 Assists) in 17 Spielen, sogar eher auf 68 Zähler hin.

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