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Schlechte Quote für Eröffnungssieg

Die jüngere Geschichte verheißt kaum Gutes für die Little Caesars Arena in Detroit

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Über 25 Jahre ist es her, dass in Motor City die Planungen für eine neue Multifunktionsarena begannen. Am Dienstag war der langersehnte Tag gekommen, als die zukünftige Heimat der Detroit Red Wings aus der NHL und der Detroit Pistons aus der NBA feierlich eröffnet wurde.

Mit dem Schnitt durch das symbolische Band vor den Pforten der Little Ceasars Arena wurden die Erinnerungen an die altehrwürdige Joe Louis Arena endgültig zu Grabe getragen. Fortan werden die Red Wings ihre Heimspiele in der taufrischen, schicken und sogar mit Becherhaltern ausgestatteten Arena austragen.

Die Vorfreude auf das neue Schmuckkästchen ist in Detroit schier grenzenlos. Nach der ernüchternden Vorsaison können es die Fans kaum erwarten, dass mit der neuen Halle auch eine neue Zeitrechnung beginnen wird.

Bei aller Euphorie sollte die jüngere NHL-Geschichte Detroit-Fans jedoch ein Mahnmal sein. Am 5. Oktober wird gegen die Minnesota Wild zum ersten Mal in einem NHL-Punktspiel der Puck auf das kühle Nass fallen. Ein Blick in die Geschichtsbücher offenbart, dass dies nicht zwingend ein Feiertag werden muss. Immerhin konnte bei den vergangenen fünf Arena-Einweihungen lediglich eine Heimmannschaft ihren Fans einen Eröffnungssieg bescheren.

Weder das Barclays Center, noch das Bell MTS Place oder das Prudential Center wurden Zeuge eines Einweihungssieges und auch die Besucher in der CONSOL Energy Arena erlebten zunächst eine Niederlage ihrer Pittsburgh Penguins.

Als die New York Islanders am 9. Oktober 2015 ihr erstes Heimspiel in Brooklyn austrugen, wurden die Fans bitter enttäuscht, als die Chicago Blackhawks einen 3-2 Overtimesieg aus dem Barclays Center entführten.

Ähnliches ereignete sich am 7. Oktober 2010, als die Pittsburgh Penguins gegen die Lokalrivalen aus Philadelphia beim Auftaktspiel in der CONSOL Energy Arena (heute PPG Paints Arena) mit 3-2 unter die Räder gerieten. Das gleiche Schicksal erlitten auch die Winnipeg Jets und die New Jersey Devils, die den Bell MTS Place und das Prudential Center nicht mit einem Sieg einweihen konnten.

Einzig die Edmonton Oilers tanzten aus der Reihe. Sie ergatterten am 12. Oktober 2016 nicht nur einen Eröffnungssieg gegen die Calgary Flames, sie gaben auch den Startschuss für die erfolgreichste Spielzeit der jüngeren Franchisegeschichte. Nach etlichen Jahren im Tabellenkeller hauchte ihnen die über 480 Millionen Dollar teure Halle frischen Atem ein.

Ähnliches erhoffen sich nun auch die Red Wings. Nachdem sie in der Vorsaison zum ersten Mal seit der Saison 1989-90 am Stanley Cup Playoff-Einzug scheiterten, soll die Little Caesars Arena frischen Wind nach Detroit bringen.

Frischen Wind bringt auch das Expansion-Team, die Vegas Golden Knights mit. Sie stehen jedoch vor einem ähnlichen Dilemma wie die Red Wings. Auch für sie steht die eben dargestellte Quote auf einen Auftaktsieg eins zu fünf. Zwar lud die T-Mobile Arena am Las Vegas Strip seit ihrer Eröffnung im April 2016 schon zu zahlreichen Großevents ein, doch mit der Partie zwischen den Golden Knights und den Dallas Stars am Samstag, den 6. Oktober, begibt sie sich auf neues Terrain.

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