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Vancouver profitiert von jungen Wilden

Canucks-Stürmer Elias Pettersson und Brock Boeser reihen Punkt an Punkt

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

Die Vancouver Canucks sind nach zwei Siegen in Serie zurück in der Erfolgsspur und machen Jagd auf die Playoff-Plätze in der Western Conference. Die Erfolgsgaranten der Canucks haben vor allem eines gemeinsam: Sie sind noch sehr jung und schüren deshalb Hoffnung auf eine goldene Zukunft in Vancouver. 

2,2 Jahre jünger in zehn Jahren

Noch vor zehn Jahren stellten die Canucks mit durchschnittlich 28,4 Jahren das zweitälteste Team der Liga. Vor allem in den letzten vier Jahren leitete Vancouver einen Umbruch ein und senkte das Durchschnittsalter auf mittlerweile nur noch 26,2 Jahre. Damit haben die Canucks das neuntjüngste Team in der NHL. Binnen zehn Jahren konnte der Schnitt also um 2,2 Jahre gesenkt werden. 

Mehr noch: Viele junge Akteure sind nicht nur Ergänzungsspieler, sondern bereits etablierte Leistungsträger. Keiner der aktuellen Top-5-Scorer ist älter als 23 Jahre, sie kommen auf einen Altersdurchschnitt von 21,8 Jahre! Mit Elias Pettersson (20 Jahre alt, 15 Tore/ 15 Assists/ 30 Scorerpunkte) führt ein Rookie die Liste der besten Punktesammler vor Bo Horvat (23, 14/14/28), Nikolay Goldobin (23, 5/13/18), Brock Boeser (21, 9/8/17) und Jake Virtanen (22, 9/5/14) an. Unglaubliche 60 Prozent der Tore wurden von Spielern erzielt, die 23 Jahre oder jünger sind: Pettersson (15 Tore), Horvat (14), Boeser (9), Virtanen (9), Goldobin (5), Tyler Motte (23, 4), Adam Gaudette (22, 1).

 

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Die jungen Wilden

Wie gefährlich die jungen Wilden sind, zeigten sie erst am Sonntagabend (Ortszeit): Vancouver setzte sich auswärts im Enterprise Center mit 6:1 bei den St. Louis durch. Dabei gelang Boeser ein Hattrick (3., 15., 49.). Die weiteren Torschützen Pettersson (13.), Horvat (32.) und Goldobin (34.) zählen ebenfalls zur U-23-Fraktion. Pettersson stach mit gleich fünf (!) Scorerpunkten (ein Tor, vier Assists) heraus.

Video: VAN@STL: Boeser erzielt seinen zweiten NHL-Hattrick

Für Pettersson war es bereits das zweite Fünf-Punkte-Spiel in der laufenden Saison. Er ist damit erst der sechste Rookie seit der Spielzeit 1967/68, dem mehr als nur ein Fünf-Punkte-Spiel gelang. Der Schwede folgt damit auf Bryan Trottier (New York Islanders 1975/76), Peter Stastny (Quebec Nordiques, 1980/81), Anton Stastny (Quebec 1980/81), Marian Stastny (Quebec 1981/82) und Mathew Barzal (Islanders, 2017/18). 

Pettersson mit Canucks-Rekord

"Ich weiß gar nicht, was ich darauf sagen soll", antwortete Pettersson auf diese Statistik angesprochen. "Ich versuche einfach, Chancen zu kreieren, und die Punkte kommen automatisch, wenn du gut spielst. Über alles andere denke ich nicht nach." Der 20-jährige Schwede stellte damit auch einen neuen Canucks-Rekord auf: Keiner brauchte bislang weniger Spiele (26), um die 30 Scorerpunkt-Marke zu erreichen. 

Video: VAN@STL: Pettersson mit einem Tor und vier Assists

"Es war schön", zeigte sich auch Boeser nach seinem ersten Saison- und zweiten Karriere-Dreierpack zufrieden. "Ich hatte mit einigen Verletzungen zu kämpfen und schön länger das Gefühl, dass ich meine Chancen bekomme. Meine Reihe hat zuletzt stark gespielt. Es war schön, ein paar glückliche Abpraller und den Hattrick zu bekommen."

Große Hoffnung

Viele Talente aber vor allem das Gespann Pettersson/Boeser schürt Hoffnung auf eine goldene Zukunft in Vancouver. "Sie machen einen großartigen Job, sorgen für viele Tore und Punkte", verteilte Canucks-Torwart Jacob Markstrom ein Sonderlob an das Duo. "Ich bin super glücklich damit und will mich überhaupt nicht beschweren. Sie sind so tolle Jungs. Genau das haben wir gebraucht und sie haben sich belohnt. Sie kreieren in jedem Spiel viele Chancen für uns, was enorm wichtig ist."

Dass eine junge Mannschaft auch von Leistungsschwankungen betroffen sein kann, musste Vancouver schon in dieser Saison erfahren. Vor besagten zwei Siegen in Folge gab es eine Niederlagen-Serie von vier Spielen (0-3-1). Noch ist nicht alles Gold, was glänzt - das zeigen auch fünf Punkte Rückstand auf einen Wild-Card-Platz in der Western Conference. Diesen peilen die jungen Wilden aber mittelfristig an. Kurzfristig geht es nun mit zwei Auswärtsspielen bei den Columbus Blue Jackets sowie den Nashville Predators weiter.

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