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Staals 1.100. NHL-Partie sind herausragend

Nur sieben weitere aktive Spieler konnten 1.100 Spiele absolvieren, seit Freitag gehört Staal zu dieser elitären Gruppe

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Am Freitag schaffte Eric Staal das, was nur sieben andere aktive Spieler neben ihm vollbrachten. Staal absolvierte beim 3:1-Sieg der Minnesota Wild gegen die Dallas Stars sein 1.100. Match in der NHL.

Seinen Jubiläumsauftritt krönte Staal mit einem Assist zum spielentscheidenden Treffer. Mit diesem Meilenstein tritt der Stürmer der Wild in den elitären Zirkel der aktiven Spieler mit über 1.100 Partien ein. Er trifft dort auf Legenden wie Patrick Marleau (1583), Joe Thornton (1495), Matt Cullen (1451), Zdeno Chara (1430), Justin Williams (1169) und Jay Bouwmeester (1112).

Die Seltenheit solcher Spieler ist beeindruckend und hebt die herausragende Leistung Staals deutlich hervor. Die auf konstantem Level hohe Leistung konnte der Kanadier über 15 Spielzeiten halten und auch in dieser Saison steht er mit fünf Punkten nach sieben Begegnungen seiner Leistung der vergangenen Spielzeiten kaum etwas nach. Die Leistung auf dem Eis ist natürlich der Hauptgrund für die vielen Partien, die Staal bestreiten durfte. Er konnte jedes Jahr die Trainer von seinen Fähigkeiten überzeugen und im harten Kampf um begehrte Plätze in der besten Liga der Welt bestehen. Besonders bei den Carolina Hurricanes wurde Staal zu einem wichtigen Faktor. 909 seiner 1.100 Matches bestritt Staal im Trikot der Hurricanes und verpasste nur selten verletzt eine Partie.

 

Die Verletzungsresistenz Staals ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Die Karriere eines Eishockeyspielers ist häufig geprägt von Verletzungen und Ausfallzeiten. Staal konnte in seinen 15 Jahren in der NHL lediglich in vier Saisons weniger als 80 Partien bestreiten. Weniger als 70 waren es sogar nur einmal, in der Saison 2012/13, als er mit einer Knieverletzung lange fehlte. Unabhängig von den verpassten Spielen ist bei Verletzungen auch das frühere Karriereende möglich. Sei es durch eine Blessur, die eine Rückkehr grundsätzlich verbietet oder eine, die Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Spielers hat. Staal profitierte von seiner kurzen Verletzungshistorie, die auf ausgiebigem Training der schützenden Muskulatur und natürlich auch Glück beruht.

 

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Dort wo Eric Stall jetzt ist, war Zdeno Chara bereits in der Saison 2013/14. Der 41-jährige Verteidiger ist das Musterbeispiel für Leistung im hohen Eishockeyalter. Seit der Saison 1997/98 bis heute spielte der slowakische Verteidiger 1.430 Mal in der NHL. Der 2,05 Meter Hüne leistet auch nach 20 Jahren in der Liga noch genug, um sich Saison für Saison als Kapitän in den Kader der Boston Bruins zu kämpfen. Am Donnerstag konnte Chara ein Jubiläum für seine Bruins feiern. Seit er zu Beginn der Saison 2006/07 von den Ottawa Senators nach Boston wechselte, lief Chara 900 Mal für die Bruins auf. Er steht somit auf einer Liste mit Patrice Bergeron, Wayne Cashman, Don Sweeney, Johnny Bucyk und Rene Bourque. Die Liste zeigt, wie außergewöhnlich es in der Liga ist, langfristig einem Verein anzugehören und gleichzeitig über diesen Zeitraum seine Leistung abrufen zu können. Chara wird noch weitere Spiele für die Bruins absolvieren und bleibt er weiter fit und kann seine Leistung halten, ist selbst eine weitere Saison und damit die 1.000 Partien in Boston denkbar.

Video: DET@MTL: Plekanec trifft in seinem 1000. NHL-Spiel

1.000 Begegnungen ist einer dieser Meilensteine, der in der NHL groß gefeiert wird. Der Applaus für Tomas Plekanec bei seiner Ehrung, vor dem Match gegen die Detroit Red Wings, war ohrenbetäubend. Das Bell Centre feierte den erst zwölften Canadiens, der die 1.000-Spiele-Marke in seiner Karriere überschritten hat. Besonders beeindruckend ist, dass Plekanec 983 Matches der ersten 1.000 für die Canadiens absolvierte. Lediglich 17 Begegnungen stand er vergangene Saison im Trikot der Toronto Maple Leafs auf dem Eis. Wie auch Staal und Chara blieb der tschechische Angreifer in seinen 15 NHL-Spielzeiten von größeren Verletzungspausen verschont und kann im Alter von 35 Jahren noch mit den Youngstern im Team um die Kaderplätze konkurrieren.

 

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Während die Jubiläumspartys für Staal, Chara und Plekanec abgeschlossen sind, schicken sich bereits weitere Akteure an, die 1.000-Spiele-Schallmauer zu durchbrechen. Ryan Suter von den Minnesota Wild steht bei 998 Partien, Jason Spezza (Dallas Stars) bei 996, Ron Hainsey (Toronto) bei 995 und Jason Pominville (Buffalo Sabres) bei 994. Die Feierlichkeiten gehen also weiter und alle diese Spieler haben guten Grund dazu, konnten sie sich doch über Jahre gegen die besten Eishockeyprofis behaupten und mit etwas Glück so viele Partien bestreiten.

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